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Eine Reise nach Namibia ist immer wunderschön! Doch nach meiner Rückkehr bin ich sicher, dass ich ohne den Caprivi-Streifen nicht die ganze Schönheit des Landes gesehen hätte. Gerade die Kontraste zwischen den beiden Landschaften macht den Unterschied zwischen einer tollen Reise und einem unvergesslichen Abenteuer.

Elefanten direkt am breiten Seitenstreifen der geteerten Schnellstraße, weil sie gerade die Grenze zwischen Angola und Namibia passierten und sich auf den Weg zu den Überflutungsgebieten der wasserreichen Flüsse machen. Ein solches Erlebnis ist einfach unbeschreiblich schön und bleibt in Erinnerung. In diesem Beitrag zeige ich dir, warum es sich unbedingt lohnt, diesen Teil Namibias zu bereisen.

Meine Reise-Karte für den Caprivi-Streifen kannst du dir HIER abspeichern. 📲


Das ist der Caprivi-Streifen

Ganz oben, im Nordosten von Namibia befindet sich ein schmaler Zipfel zwischen den Nachbarländern Angola, Sambia, Simbabwe und Botswana. Auf einer Länge von 500 Kilometern und einer Breite von 32 bis 100 Kilometern hast du die Möglichkeit, die wilde Seite des Landes kennenzulernen. Der Caprivi-Streifen ist durchzogen von vier Flüssen, die ganzjährig ausreichend Wasser führen, um die Region in eine saftig grüne und dicht bewachsene Landschaft zu verwandeln: Okavango, Kwando, Chobe und Sambesi.

Eine weitere Besonderheit des Caprivis ist ein länderübergreifendes Naturschutzprojekt, welches sich die Rückkehr der natürlichen Wanderrouten der Tiere zum Ziel gemacht hat. So werden im Rahmen des KAZA-Projekts nach und nach die Zäune zwischen den Nationalparks in Namibia, Angola, Botswana, Sambia und Simbabwe entfernt, sodass am Ende ein gigantisches Schutzgebiet mit einer Fläche von 520.000 Quadratkilometern entstehen soll. Schon jetzt sind die Landesgrenzen in vielen Bereichen nicht mehr durch Zäune getrennt, weshalb es im Caprivi-Streifen je nach Jahreszeit zu einer hohen Tierdichte kommt, was deine Reise zu einem fantastischen Erlebnis macht.


Nationalparks und Wildlife-Abenteuer

Im Caprivi-Streifen hast du zahlreiche Möglichkeiten, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben. Ein großer Anteil der Region besteht aus Nationalparks und Naturschutzgebieten, die du zur Trockenzeit alle besuchen kannst. Bei manchen wird allerdings ein 4×4-Geländewagen vorausgesetzt, was ich auf Grund der vielen Gravel Roads (Schotter-und Sandstraßen) jedoch für ganz Namibia empfehlen würde. Die Permits (Eintritts-Erlaubnis), um die Nationalparks befahren zu dürfen, haben wir in allen Fällen am Eingangstor erhalten. Den GPS-Standort des jeweiligen Eingangstors habe ich dir immer im Übersichtsfeld zum Nationalpark angegeben.


Bwabwata Nationalpark

Der Bwabwata Nationalpark unterteilt sich in vier Bereiche: Mahango Core Area, Buffalo Core Area, Kwando Core Area und Multiple Use Area. Nur in der letzteren siedeln auch Menschen, die anderen drei Bereiche sind allein der Natur und den Tieren überlassen. Wir haben während unserer Reise alle drei Core Areas besucht. Alle dürfen mit dem eigenen Mietfahrzeug befahren und erkundet werden. Der gesamte Nationalpark mit allen vier Areas umfasst eine Fläche von 6.100 km².

Mahango Core Area

Gleich am Beginn des Caprivi-Streifens erreichst du die Stadt Divundu und von hier aus führt die Straße C48 in Richtung Botswana. Wenn du dieser Straße folgst, erreichst du automatisch das Eingangstor der Mahango Core Area. Dort hast du dann die Möglichkeit einem kreisförmigen Rundweg entlang durch den Park zu fahren. Es gibt mehrere Aussichtspunkte und ein Wasserloch. Die Wege waren bei unserer Reise in der Trockenzeit gut befahrbar. Von unserem Besuch in den heißen Mittagsstunden haben wir eigentlich nicht viel erwartet, doch genau dann wird man oftmals überrascht. So war es auch an diesem Tag, denn wir haben wirklich sehr viele verschiedene Tierarten gesehen, vor allem unzählige Warzenschweine, ein Krokodil direkt am Ufer vor uns und einige sehr neugierige Giraffen. Der Besuch hat sich sehr gelohnt!

Unsere Tiersichtungen: Impala, Kudu, Zebra, Warzenschwein, Büffel, Flusspferd, Krokodil, Pavian, Elefant, Leierantilope, Pferdeantilope, Giraffe, Meerkatze, Geier, Adler, weitere Vogelarten

Fläche: 245 km² • Eröffnung: 2007 • Standort Eingangstor: 18°10’44.7″S 21°40’50.8″E
Eintrittspreis: ~ 16 € (👥+🚙) • Besuchsdauer: 4 Stunden


Buffalo Core Area

Für die Buffalo Core Area hatten wir leider nur ganz wenig Zeit, da wir an diesem Tag noch die Strecke bis zum Chobe River (knapp 400 Kilometer) zurücklegen mussten. Dennoch wollten wir unser Glück versuchen, um den Namensgeber dieses Bereichs zu suchen. Von unserer Campsite am Okavango River konnten wir nämlich vom anderen Ufer zur Buffalo Core Area sehen und dort haben wir am Tag zuvor einige Kaffernbüffel entdeckt. Selbige haben wir in unserem knapp zweistündigen Aufenthalt auch tatsächlich auch entdeckt, leider jedoch ebenfalls nur aus großer Entfernung. Dafür haben wir hier die ersten und einzigen Marabus unserer Namibia-Reise gesichtet. Manche Streckenabschnitte waren in diesem Park übrigens sehr steil und schwer befahrbar.

Unsere Tiersichtungen: Warzenschwein, Impala, Marabu, Geier, Meerkatze, Kudu, Büffel

Fläche: 629 km² • Eröffnung: 2007 • Standort Eingangstor: 18°06’14.9″S 21°40’20.0″E
Eintrittspreis: ~ 16 € (👥+🚙) • Besuchsdauer: 2 Stunden


Kwando Core Area

Diese Core Area war für mich die schönste und spannendste, was aber auch daran liegen könnte, dass wir hier wirklich viel Zeit verbringen konnten und bis zum späten Nachmittag im Park unterwegs waren. Dadurch hatten wir natürlich auch die Möglichkeit, mehr Tiere zu sehen. Ein weiteres Highlight war die Elefantenherde, der wir schon kurz nach dem Eingangstor begegnet sind. So ging es die kompletten fünf Stunden weiter, denn es verging kaum eine Minute ohne eine Wildlife-Sichtung. Der mit Abstand schönste Aussichtspunkt ist der Horseshoe Bend. Diese hufeisenförmige Wasserstauung ist ein beliebter Anlaufpunkt für viele verschiedene Tierarten, die hier zum Baden und Trinken vorbeikommen.

Unsere Tiersichtungen: Elefant, Leierantilope, Rappenantilope, Impala, Letschwe, Meerkatze, Pavian, Warzenschwein, Büffel, Kudu, Zebra, Gnu, Giraffe, Toko, Weißstirnspint, Geier, Gabelracke, Sattelstorch, Schreiseeadler

Fläche: 1.280 km² • Eröffnung: 2007 • Standort Eingangstor: 17°46’59.1″S 23°19’34.3″E
Eintrittspreis: ~ 16 € (👥+🚙) • Besuchsdauer: 5 Stunden


Okavango River

Einer der bekanntesten Flüsse Afrikas ist sicherlich der Okavango. Die meisten Menschen verbinden ihn mit dem artenreichen Okavango Delta in Botswana. Doch wusstest du, dass der Okavango bereits in Angola entspringt und einmal den Caprivi-Streifen durchquert bevor er in Botswana mündet?

Der Okavango fließt vom Hochland von Bié in Angola auf einer Gesamtstrecke von rund 1.700 Kilometern bis zum 15.000 km² großen Sumpfgebiet Okavango Delta in Botswana. Dort speist er in der wasserreichen Sommerzeit auch noch mehrere Seen. Auf einer Strecke von knapp 350 Kilometern bildet der Okavango die Landesgrenze zwischen Angola und Namibia. Anschließend durchfließt er auf der namibischen Seite in der Nähe von Divundu die Popafälle und unterteilt im Bwabwata Nationalpark die Mahango Core Area und die Buffalo Core Area. Übrigens wird der Okavango in Namibia auch Cubango genannt.

Da wir eine Campsite direkt am Okavango gewählt haben, konnten wir die Artenvielfalt am Fluss von morgens bis abends genießen. Mehr zur Campsite erfährst du weiter unten.


Kwando River

Auf der westlichen Seite des Kwando River befindet sich die Kwando Core Area. Auf der östlichen Seite liegt das Schutzgebiet Mashi Conservancy, das sich durch ein verzweigtes Flussgebiet und große Überschwemmungsflächen auszeichnet. Dadurch wird dieser Bereich zum idealen Lebensraum für die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten. Nach aktuellen Kenntnissen sind hier beispielsweise über 350 verschiedene Vogelarten beheimatet.

Wir haben uns das Naturschutzgebiet zusammen mit dem Guide Dan Stephens angeschaut, der zusammen mit seinen Mitarbeitern das Unternehmen Mashi River Safaris führt. Dan verfügt über ein unglaubliches Wissen über Flora und Fauna im Caprivi Streifen und kennt das komplexe Netz aus Wasserwegen so gut wie seine Westentasche. Zusammen mit ihm haben wir eine Bootstour in den frühen Morgenstunden während des Sonnenaufgangs gemacht. Dan legt dabei großen Wert darauf, die Natur nur in minimalster Weise zu stören. Zudem hat er für seine Safaris einen Verhaltenskodex entwickelt, der ebenso für seine Mitarbeiter und auch für die Gäste gilt. Schon nach wenigen Minuten auf Dans Boot war mir klar, dass diese Tour zu meinen schönsten Erlebnissen in Namibia gehören wird. Wir haben so viele verschiedene Tiere gesehen und so viel über deren Verhalten gelernt – und dazu das phänomenale Morgenlicht auf dem Fluss!

Aktivität: Morning Boat Cruise • Dauer: 3-4 Stunden • Standort: 17°55’13.8″S 23°19’05.3″E • Preis: ~ 37 € p. P.


Salambala Conservancy

Nachdem der Kwando den namibischen Caprivi-Streifen durchquert hat, bildet er die Landesgrenze zu Botswana. Kurz nachdem der Fluss in Richtung Osten abknickt, ändert sich sein Name zu Linyanti. Er fließt weiter bis zum Liambesisee, der sich ebenfalls auf der Grenze zwischen Namibia und Botswana befindet. Genau hier beginnt auch das 930 km2 große Naturschutzgebiet Salambala Conservancy. Außerdem wechselt der Grenzfluss hier erneut seinen Namen und wird für die letzten knapp 150 Kilometer Chobe genannt, bevor er schließlich in den Fluss Sambesi mündet. Nur 70 Kilometer weiter stürzt sich der Sambesi übrigens mit bis zu 10.000 m³ Wasser pro Sekunde die 110 Meter tiefen Victoria Falls in Simbabwe hinunter. Dies ist der größte Wasserfall Afrikas und eignet sich perfekt für einen Tagesausflug, wenn du in der Region unterwegs bist.

Im 1998 gegründeten Schutzgebiet Salambala Conservancy kannst du tolle Safaris entlang des Flussbetts unternehmen oder sogar einen River Cruise per Boot auf dem Chobe, wenn dieser ausreichend Wasser führt. Da wir während einer extremen Trockenperiode im östlichen Caprivi-Streifen ankamen, war leider keine Bootstour möglich. Der Game Drive mit offenem Safari-Fahrzeug war jedoch ebenfalls wunderschön und bezüglich der Tiersichtungen absolut lohnenswert. Unseren 3-stündigen Game Drive am Nachmittag haben wir bei unserer Unterkunft Chobe River Camp* gebucht.

Aktivität: Sunset Game Drive • Dauer: 3 Stunden • Standort: 17°53’54.0″S 24°43’44.2″E • Preis: ~ 23 € p. P.


Nkasa Rupara Nationalpark

Die Überschrift zu diesem Abschnitt könnte auch so heißen: Als das Navi uns im Stich ließ! Ich habe während der Reiseplanung immer wieder gelesen, dass der Nkasa Rupara Nationalpark wirklich sehr besonders und vor allem sehr wild sein soll. Und vor allem dass man hier nur mit einem 4×4-Fahrzeug hineinfahren darf. Das hat meinen Abenteuergeist geweckt und schnell war klar, dass ich diesen Nationalpark unbedingt besuchen möchte. Mit etwas Recherche habe ich irgendwann die GPS-Daten des Parkeingangs gefunden, doch laut Google Maps gibt es keine Straße, die dort hinführt. Schon zuhause haben wir uns für solche Fälle eine andere Navigations-App aufs Handy geladen – was ich dir übrigens auch unbedingt empfehlen würde. Mit Hilfe der offline verfügbaren App Guru Maps wurde uns immerhin eine sehr verzweigte Sandpiste angezeigt. Dort angekommen war dann aber auch die Beschilderung ausreichend, um den Weg auch so zu finden.

Bei der Tourist Reception wurde uns dann direkt gesagt, dass wir den Westen des Nationalparks heute nicht befahren könnten, da dieser komplett überflutet ist. Das ist angesichts der extremen Trockenheit, die zu unserer Reisezeit im übrigen Caprivi-Streifen herrscht, wirklich beeindruckend – in dieser Gegend aber völlig normal. Ohne die großen Wassermengen, die die Flüsse in diesen Teil Namibias bringen, wäre eine solch grüne Natur nicht möglich. Also lassen wir den Westen des Parks aus und fahren nur die erlaubten Wege ab, was das Abenteuer aber überhaupt nicht mindert. Die Landschaft ist extrem abwechslungsreich und die ersten Wildlife-Sichtungen lassen nicht lange auf sich warten.

Wir wurden vor der Abfahrt aufgefordert, die Park-Map abzufotografieren, was sich ebenfalls als sehr sinnvoll herausstellte. Denn in der Karte sind ebenfalls die Bereiche eingezeichnet, die häufig überflutet sind. So wussten wir immer schon vorher, wo wir eventuell vorsichtig fahren und genau hinschauen müssen, um uns nicht im Schlamm festzufahren. Im gesamten Nationalpark sind uns nur 3 oder 4 andere Fahrzeuge begegnet und es gibt hier alle Raubkatzen, die man sich in Namibia so vorstellen kann. Darum wäre Steckenbleiben wirklich eine schlechte Idee.

Rundum ist der Nkasa Rupara Nationalpark ein wirklich spannendes und beeindruckendes Abenteuer mit vielen Möglichkeiten, Tiere zu entdecken. Falls es der Wasserstand zulässt, kannst du deine Rundfahrt nach den folgenden Wasserlöchern und Viewpoints ausrichten: Shivumu Pools, Kawendumu, Liadura, Mparamure und Baobab. Ansonsten lässt du die überfluteten Bereiche einfach aus und fährst alle anderen Wege ab – so wie wir. Und auch dann wirst du viele verschiedene Tierarten sehen können. Auf dem Übersichtsplan findest du auch eine Auflistung aller Tierarten, die hier leben.

Unsere Tiersichtungen: Gelbschnabeltoko, Warzenschwein, Impala, Letschwe, Flusspferd, Zebra, Kaffernbüffel, Wasserbock, Gnu

Fläche: 320 km² • Eröffnung: 1990 • Standort Eingangstor: 18°20’03.7″S 23°39’47.3″E
Eintrittspreis: ~ 16 € (👥+🚙) • Besuchsdauer: 3 Stunden


Mudumu Nationalpark

Durch den Mudumu Nationalpark sind wir nur entlang der Hauptstraße C49 hindurch gefahren. Für einen ausführlichen Game Drive war dieses Mal leider keine Zeit. Dennoch möchte ich dir diesen Nationalpark nicht vorenthalten, da du quasi automatisch vorbeikommst, wenn du eine ähnliche Reiseroute wählst wie wir.

Du kannst den Nationalpark mit deinem Mietwagen befahren, auch hier ist ein 4×4-Fahrzeug nötig. Außerdem bieten einige Lodges im Park auch Boots-Touren an. Hier oder auf einer der Campsites innerhalb des Mudumu Nationalparks kannst du natürlich auch übernachten.

Zu den Tierarten, die du hier antreffen kannst, gehören unter anderem Geparden, Löwen, Leoparden, Hyänen, afrikanischer Wildhund, Büffel, Krokodile, Elefanten, Elenantilopen, Giraffen, Nilpferde, Kudus, Pferdeantilopen, Kudus, Impalas, Gnus und Zebras. Außerdem leben hier mehr als 400 verschiedene Vogelarten. Weitere Infos zum Nationalpark erhältst du hier.

Fläche: 1.000 km² • Eröffnung: 1990 • Standort Eingangstor: 18°10’17.4″S 23°25’09.8″E


Campsites und Unterkünfte

Im Caprivi-Streifen haben wir insgesamt 7 Nächte verbracht und hatten mit allen drei Übernachtungs-Spots einen absoluten Glücksgriff. Durch die wunderbaren Nächte mitten in der Wildnis wurde die Zeit im Norden Namibias zu einem einzigartigen Erlebnis. Wir konnten überall nachts wilde Tiere hören, bis in die späten Abendstunden beobachten und wurden morgens von der Natur geweckt. Schöner geht’s nicht!


Ngepi Camp

Die ersten beiden Nächte im Caprivi-Streifen verbrachten wir direkt am Okavango River. Mit “direkt” meine ich so richtig direkt, denn das Ngepi Camp hat ganz atemberaubende Campsites am Fluss. Und während wir abends an unserem kleinen Lagerfeuer saßen, konnten wir die Flusspferde vor uns beim Baden beobachten. Wenn du nachts hörst, wie die Flusspferde einander rufen und mit lautem Plantschen aus dem Fluss steigen und wieder zurück springen, dann wirst du das in deinem Leben sicherlich nie mehr vergessen.

Übrigens kommen die Dickhäuter nachts auch auf die Campsites zum grasen. Tagsüber konnte man einige Stellen ausmachen, die wie sandige Rutschbahnen aussehen. Hier steigen die Flusspferde ein und aus. Leider war eine solche Stelle ein paar Campsites weiter entfernt. Ach und Augen auf beim Beobachten am Ufer, Krokodile gibt es hier auch!

Das Ngepi Camp hat einen super schönen Gemeinschaftsbereich, wo du dir zum Beispiel morgens ein sehr leckeres Frühstück gönnen kannst. Es gibt tolle Holzstege, die dich durch den Dschungel führen oder einen tollen Aussichtspunkt am Fluss bieten. Die Duschen mit warmem Wasser, die Toiletten und die Waschstellen sind ein richtiges Highlight und zu unterschiedlichen Natur-Themen gestaltet. Die einzelnen Campsites sind sehr großzügig und haben einen großen Bereich für dein Fahrzeug, eine große Rasenfläche, eine eigene Feuerstelle und viele davon liegen direkt am Fluss.

Standort: 18°06’58.9″S 21°40’10.5″E • Kosten: ~ 24 € pro Nacht (👥+🚙) • Nächte: 2

Info: Weitere Unterkünfte in dieser Region findest du hier*.


Chobe River Camp

Nach fast 3 Wochen Camping-Leben haben wir uns eine kleine Pause gegönnt und sind in ein wunderhübsches Häuschen auf Stelzen gezogen. Direkt am Chobe River gelegen, konnten wir von unserer eigenen kleinen Terrasse die Krokodile, Antilopen, Büffel und unendlich viele verschiedene Vögel beobachten. Wenn du ebenfalls im östlichen Teil der Caprivi-Streifens unterwegs bist, musst du unbedingt ein paar Nächte im Chobe River Camp* einplanen. Dieser Ort ist sowas von fantastisch!

Die Chalets stehen, wie gesagt, auf Stelzen, haben ein sehr gemütliches Bett mit Moskitonetz und Himmelbett-Feeling, eine eigenes Bad, warmes Wasser durch eine Solaranlage, eine Terrasse und eine Tee- und Kaffee-Ecke. Wähle unbedingt ein Zimmer mit Flussblick, die Sicht und die Tierbeobachtungen sind wirklich klasse! Ein tolles Frühstück ist übrigens immer inklusive. Ansonsten kannst du spontan – bei Bedarf – zum Mittag- oder Abendessen in die Lodge gehen.

Du kannst hier außerdem verschiedene Wildlife-Aktivitäten buchen, wie zum Beispiel eine Bootstour, Wanderungen, einen Kanu-Trip oder Game Drives. Was wir hier erlebt haben, findest du weiter oben.

Standort: 17°53’54.0″S 24°43’44.2″E • Kosten: ~ 100 € pro Nacht (👥) • Nächte: 3

Info: Weitere Unterkünfte in dieser Region findest du hier*.


Mavunje Camp

Direkt am Kwando River befindet sich unser letzter Übernachtungs-Spot im Caprivi-Streifen. In kurzer Zeit erreichst du von hier aus außerdem die Kwando Core Area, den Mudumu Nationalpark und den Nkasa Rupara Nationalpark. Das Naturerlebnis ist auch hier wieder ein wahres Highlight, denn wir haben nicht nur einen eigenen Bootsanleger, von welchem aus wir früh morgens unsere Boots-Safari starten. Ein weiteres Wildlife-Erlebnis spielt sich über uns in den Bäumen ab, denn im Mavunje Camp leben wilde Meerkatzen. Die munteren Äffchen sorgen für viele lustige und unterhaltsame Momente während unserem Aufenthalt.

Die vier verschiedenen Campsites sind hier so großzügig, dass du von deinen Nachbarn überhaupt nichts mitbekommst. Jede Campsite besteht aus verschiedenen Strohhäuschen für die Küche, einen großen Essbereich mit Holztisch und -stühlen, eine Toilette und einen Waschbereich. In der Open-Air-Dusche kannst du heiß duschen. Außerdem gibt es eine eigene Feuerstelle und viel Platz für dein Fahrzeug.

Das größte Highlight dieser Campsite ist allerdings der Guide Dan, der dir hier die Natur erklärt. Nutze die Chance unbedingt und mache eine Boots-Tour mit ihm. Es gibt wohl kaum eine Möglichkeit, mehr über Namibias Wildnis zu lernen als bei ihm. Unsere fantastischen Erlebnisse kannst du weiter oben nachlesen.

Standort: 17°55’09.4″S 23°19’05.1″E • Kosten: ~ 37 € pro Nacht (👥+🚙) • Nächte: 2

Info: Weitere Unterkünfte in dieser Region findest du hier*.


Reise-Informationen

Beste Reisezeit

Der namibische Sommer dauert von Oktober bis April und ist für sehr warme Temperaturen und häufigere Niederschläge bekannt. Im Caprivi-Streifen kommt es dann zu einer besonders hohen Luftfeuchtigkeit bei 35 oder auch 40 °C. Zudem verwandeln sich dann die Sand- und Schotterpisten in den Nationalparks zu Schlammwegen mit teilweise unbefahrbaren Überflutungsgebieten. Auch die Tiere finden in der Sommerzeit überall ausreichend Wasser, wodurch die Wasserlöcher und Seen in den Parks nicht mehr so stark frequentiert sind. Für den Caprivi-Streifen würde ich dir darum die Wintermonate von Mai bis September empfehlen. In dieser Zeit ist es dennoch angenehm warm bei bis zu 35 Grad, doch es fällt so gut wie kein Regen.


Malaria-Vorsorge

Der Caprivi-Streifen ist zu jeder Jahreszeit ein Malaria-Gebiet. In den Sommermonaten gibt es deutlich mehr Mücken, jedoch auch im Winter haben wir ab Einbruch der Dunkelheit welche gesehen und gehört. Die Anopheles-Mücke, die Malaria überträgt, ist von der Dämmerung bis in die frühen Morgenstunden aktiv.

Tipp 1: Dichte dein Dachzelt immer perfekt ab und halte den Reißverschluss immer geschlossen (auch tagsüber). So hat sich höchstens 2-3 mal eine Mücke ins Zelt verirrt, die wir aber immer schnell gefunden haben.

Tipp 2: Der beste Schutz gegen Malaria ist der Schutz vor Mückenstichen. Lange Bekleidung ab Einbruch der Dunkelheit und Moskito-Spray mit dem Wirkstoff Deet sind das A und O. Das Moskito-Spray gibt es für den Körper und auch für Textilien. Durch diese einfach umsetzbaren Regeln habe ich es komplett ohne Mückenstich durch den Caprivi-Streifen geschafft. Dieses Moskito-Spray* hatten wir dabei – mit dem Textilspray habe ich übrigens auch die Zelt-Öffnung eingesprüht.

Tipp 3: Nimm ein Reise-Moskitonetz* mit, falls du in Unterkünften und nicht im Dachzelt übernachtest. In manchen Fällen gibt es vor Ort keines, daher würde ich unbedingt auf Nummer Sicher gehen.

Tipp 4: Informiere dich beim Tropeninstitut, ob für deine Reise eine Malaria-Prophylaxe empfohlen wird. Im Caprivi-Streifen wird erfahrungsgemäß zur Einnahme der Prophylaxe geraten.
Hierzu ein kurzer Erfahrungsbericht. Auf Grund einer Ohrentzündung habe ich mich vor Ort entschieden, meinen Körper nicht zusätzlich mit der Einnahme zu belasten (wohlgemerkt in der trockenen Winterzeit). Jedoch war für mich klar, dass ich beim ersten Mückenstich mit der Einnahme beginne. Mein Mann hat die Prophylaxe von Beginn an vorschriftsmäßig eingenommen und hat das Medikament Malarone hervorragend vertragen.
Lass dich bitte unbedingt vom Tropeninstitut beraten, wie die Prophylaxe in welchem Fall einzunehmen ist. Die Entscheidung liegt am Ende natürlich bei dir.

Weitere Informationen zum Malaria-Schutz findest du hier.


Mit dem Auto durch den Caprivi-Streifen

Durch den kompletten Caprivi-Streifen führt eine gut ausgebaute, geteerte Straße. Es ist also möglich, diese Region Namibias mit einem normalen Pkw zu bereisen. Jedoch wird es dann schon bei der Anfahrt zu manchen Unterkünften schwierig, denn diese führte uns in allen drei Fällen über sandige und teilweise auch unwegsame Streckenabschnitte. Spätestens wenn du als SelbstfahrerIn in die Nationalparks möchtest, ist ein Allradfahrzeug notwendig. Hier gibt es ausschließlich Schotterpisten und auch Tiefsandwege.

Grundsätzlich bin ich sehr positiv überrascht, wie problemlos und gut befahrbar die Reiseroute im Caprivi-Streifen für uns war. Die geteerten Hauptstraßen sind nämlich so gut, dass du wirklich zügig von A nach B kommst und auch die Anzahl der Schlaglöcher hält sich doch sehr in Grenzen. Auch in den Nationalparks sind wir nur in der Buffalo Core Area mal auf einen kritischen, sehr steilen Weg gestoßen, wo wir zuerst sicher waren, dass wir wenden müssen. In so einem Fall rate ich dir unbedingt, sehr langsam zu fahren und wenn du merkst, dass es zu unsicher ist, setze zurück und suche einen besseren Streckenabschnitt. In den Nationalparks gibt es keinen Weg, der unumgehbar ist. Du hast immer die Wahl zwischen verschiedenen Routen.

Denke immer daran, dass deine Sicherheit am wichtigsten ist! Steckenbleiben oder einen platten Reifen mitten im Nirgendwo sind ganz bestimm sehr unangenehm, wovon wir zum Glück verschont geblieben sind.


Mobiles Internet

Du denkst, du fährst in den abgelegensten Teil Namibias und bist sicherlich abgeschnitten von der Außenwelt. Aber so war es gar nicht, denn die Netzabdeckung ist im Caprivi-Streifen überraschend gut. Wir hatten an jeder Campsite/Unterkunft Empfang, an manchen sogar LTE. Es gab auch Funklöcher, allerdings nur in kleinem Umkreis und mitten in den Nationalparks, wo du dich sowieso nicht lange an einer Stelle aufhältst.

Wir haben direkt am Flughafen in Windhoek eine SIM-Karte in einem kleinen MTC-Laden gekauft. Die MitarbeiterInnen helfen dir bei der Einrichtung auf dem Handy und anschließend funktioniert das Telefonieren und das Mobile Internet nach dem Prepaid-System. Das Guthaben bekommst du an den meisten Tankstellen in ganz Namibia, manchmal steht dort sogar ein eigener MTC-Guthaben-Automat. Mit dem Code ⁎682# kannst du dein aktuelles Guthaben abrufen oder neues Guthaben aufladen. Hier findest du die Tarife, die MTC anbietet. Wir haben immer den Aweh Super Tarif genutzt, der 3 GB, 1.500 SMS und 700 Freiminuten für knapp 4,40 € beinhaltet. Die SIM-Karte selbst, die du natürlich nur einmalig kaufst, kostet rund 0,50 €.

Damit wir unterwegs nur eine SIM-Karte benötigen und wir auch das Tablet und gegebenenfalls den Laptop via Wifi nutzen können, haben wir uns vor einiger Zeit einen winzigen mobilen Router* zugelegt. Dort steckst du die SIM-Karte ein, der Router sendet damit ein WLAN-Signal und du kannst dich dann mit allen Geräten (auch gleichzeitig) per Wifi einloggen.


Reiselektüre

Um die Reise optimal zu planen, habe ich die folgenden Reiseführer genutzt. Vielleicht sind ja auch für dich noch ein paar Tipps und Reise-Inspirationen dabei:




Erschienen im Oktober 2021
Wildlife Tour Guide
120 Seiten



Erschienen im Januar 2022
DUMONT REISEVERLAG
392 Seiten



Erschienen im April 2019
360° medien
372 Seiten


Sicherheit

Wir haben uns während der kompletten Reisezeit im Caprivi-Streifen vollkommen sicher gefühlt. Du lernst dort sehr schnell, mit der Natur und den wilden Tieren zu leben und dich den dortigen Umständen anzupassen. Ich habe aus diesen Erfahrungen auch sehr viel für meinen weiteren Lebensweg mitgenommen.

Nachts solltest du wegen Schlangen und Skorpionen immer eine Stirnlampe dabei haben, wenn du dein Zelt verlässt. In den Bereichen, wo Nilpferde nachts an Land kommen, ist eine Stirnlampe ebenfalls wichtig, wenn du in der Dunkelheit unterwegs bist. Eine Stirnlampe* mit zusätzlicher Rotlicht-Funktion lockt nachts übrigens viel weniger Insekten zu dir!

Denke immer daran, dass du dich an die Natur und das Leben der Tiere anpassen musst. Dann funktioniert eigentlich alles ganz von alleine. Versuche, den Tieren nicht zu nahe zu kommen, fasse auf keinen Fall ein Tier an und respektiere andere Lebewesen! Denke immer daran, dass es sich um wilde Tiere handelt, die sich wehren, wenn sie sich bedrängt fühlen.

Verlasse auf keinen Fall dein Fahrzeug an Stellen, die unübersichtlich sind. Das gilt natürlich vor allem für die Nationalparks! Hier solltest du grundsätzlich nur an den ausgewiesenen Picknick-Areas oder an den Aussichtsplattformen aussteigen und auch dann immer zuerst die Umgebung überprüfen. Nehme Snacks, Kamera, Handy und alles was du unterwegs sonst so braucht, mit nach vorne in den Fahrerraum.

Zum Schluss noch eine lustige Story zum Thema Mitmenschen. Wir hatten ein kleines Problem mit der Alarmanlage unseres Mietfahrzeugs. Diese ging oftmals völlig unerwartet und grundlos an, wenn das Auto abgeschlossen war. Um Peinlichkeiten mit der laut hupenden Alarmanlage zu vermeiden, haben wir das Auto irgendwann offen gelassen, wenn wir nichts Wertvolles im Fahrerraum hatten. Nicht ein einziges Mal hat jemand das Auto geöffnet, obwohl man natürlich leicht beobachten konnte, dass wir das Fahrzeug nicht abschließen. Das ist natürlich kein Tipp für sicheres Verhalten im Ausland, sondern nur ein kleiner Alltags-Erfahrungsbericht! Aber ich denke nicht, dass ich mich in Deutschland trauen würde, das Auto offen zu lassen… 😉 Stop Prejudice!



Warst du auch schon mal im Caprivi-Streifen und hast weitere schöne Ausflugstipps? Dann schreib mir doch gerne in den Kommentaren!


Offenlegung: Ich habe mit Asco Car Hire während meiner Namibia-Reise zusammen gearbeitet. Vielen Dank für die tolle Kooperation! Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unberührt.

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2 Kommentare

  1. Hallo Marielle,
    danke für deinen tollen, aktuellen Bericht. Unsere nächste Namibia-Tour führt uns dann ausschließlich in die Sambezi-Region (ehemals Caprivi).
    Wenn man im September da sein sollte, sollte man auf gar keinen Fall die Karminspint-Kolonie nahe der Zambezi Mubala Lodge verpassen! Das als zusätzlichen Tipp.
    Lieben Gruß
    Pascalinah

    1. Liebe Pascalinah,
      vielen Dank für den tollen Tipp!
      Merke ich mir auf jeden Fall für meine nächste Namibia-Reise!
      Liebe Grüße
      Marielle 🙂

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