Weißt du, in welchen Teil von Norwegen ich mich besonders verliebt habe? Obwohl sie so unscheinbar wirken, sind es die Inseln der Vesterålen, die ich nie wieder vergessen werde und ständig weiter erkunden möchte. Das nahezu unberührte Paradies der Inselgruppe ist geprägt von Naturwundern. Majestätische Berge, die in den Himmel ragen, glitzernde Fjorde, die sich zwischen den einzelnen Inseln hindurch schlängeln und wilde Küstenlinien mit Stränden, die ich so bisher noch nie gesehen habe. Hier, weit weg vom Trubel des Alltags, wird jeder Ausflug zum Abenteuer und jeder Spaziergang zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Atemberaubende Aussichtspunkte, eine facettenreiche Natur und so viele verschiedene Tiere! Ich habe auf meiner Reise einen Tierfotografen kennengelernt, der eine Insel der Vesterålen „Fairytale Island“ genannt hat und ich finde, es gibt keine treffendere Bezeichnung für diesen magischen Ort. Wenn du selbst einmal dort warst, dann wirst du bestimmt wissen, was er damit meint. Hier auf den Vesterålen erwarten dich spannende Sehenswürdigkeiten, idyllische Fischerdörfer, geheimnisvollen Felsformationen und vieles mehr. Und irgendwie wirkt hier alles so perfekt, als wäre es nicht zufällig entstanden.

Die Inselgruppe Vesterålen ist für mich ein Ort, mit dem ich mittlerweile richtig viel verbinde. Vor allem sind es die Tierbegegnungen, die so grell vor meinem inneren Auge leuchten, als wären sie erst gestern passiert. Sehr gerne möchte ich dir diesen Teil von Norwegen nun genauer vorstellen. Ich zeige dir, warum sich bei einem Besuch der Schwestern-Inseln Lofoten eine Reise zu den Vesterålen mindestens genauso lohnt. Außerdem gibt’s viele schöne Orte, wichtige Informationen für deine Reise und natürlich auch ein paar Geheimtipps. Viel Spaß beim Schmökern!

I. Insel Andøya und die Küstenstadt Andenes

Die nordöstliche Insel der Vesterålen ist Andøya, die sich durch spitze Bergketten und verträumte Landschaften auszeichnet. Neben den verschiedensten Lebensräumen der norwegischen Tierwelt gibt es auch viele spannende Ausflugsziele. Packe deinen Rucksack und komme mit zu 489 km² voller Abenteuer!

Die idyllische norwegische Stadt Andenes hält eine Fülle von Erlebnissen bereit, die unbedingt erkundet werden wollen. Im Andøy Museum erhältst du einen Einblick in die lokale Geschichte, Kultur und Traditionen. Regelmäßig gibt es Ausstellungen über die Fischerei, das Leben der norwegischen Urbevölkerung „Samen“ und die Entwicklung der Region. Außerdem kannst du am Hafen entlang schlendern und das bunte Treiben beobachten. Der Leuchtturm von Andenes ist übrigens der viertgrößte von ganz Norwegen und ganz nebenbei noch ein richtig tolles Fotomotiv.

Für eine gemütliche Kaffeepause kannst du im Lysverket Kafé vorbeischauen. Natürlich gibt es hier auch super leckere Zimtschnecken, heiße Schokolade, sehr guten Kuchen und belegte Brote, die alles andere als langweilig sind. Geöffnet hat das Cafés von Montag bis Samstag zwischen 8 und 16 Uhr.

Mein persönliches Highlight von Andenes ist die Verbindung zu den Meeresriesen, denn du befindest dich hier in einer der bedeutendsten Wal-Städte von Norwegen. Es gibt einige interessante Informationszentren, Ausstellungen und Museen, wo du ganz viel Wissen über Wale sammeln kannst. Übrigens entsteht hier aktuell ein ganz besonders großes Wal-Museum, das im Jahr 2025 eröffnen soll. Ich bin schon total gespannt, was es dort alles zu sehen geben wird. Natürlich kannst du in Andenes auch den echten Walen begegnen!

II. Mein Wal-Erlebnis von Andøya

Eine Whale Watching Tour habe ich bereits gemacht und was wir dabei erlebt haben, hat sich aus mehreren Gründen in meine Erinnerung gebrannt.

Abends um 20 Uhr ging’s dank der Mitternachtssonne bei strahlend blauem Himmel aufs Wasser mit großen Plänen! Was anfangs jedoch noch eine tolle Tour war (mehr dazu weiter unten), entwickelte sich durch schnell aufziehendes, schlechtes Wetter zu einer ganz schön schaukeligen Fahrt. Die Wellen waren schon richtig hoch, als das Unvorstellbare zur Wirklichkeit wurde: Wir konnten tatsächlich den ersten Pottwal sehen! Obwohl ich ganz schön mit der Kälte und meinem Gleichgewichtssinn beschäftigt war, spürte ich, wie sich meine eisigen Wangen in ein breites Lächeln verwandelten. So schön und einzigartig dieser Moment war, so kräftig schwappte auch die nächste Welle ins Boot. Der Pottwal war spurlos verschwunden und wir schaukelten noch eine ganze Weile vor uns hin.

Womit ich nun wirklich nicht mehr rechnete, geschah dann etwa 15 Minuten später. Direkt rechts neben dem Boot konnten wir den Blas des Pottwals wieder sehen. Wäre der Wind nicht so stark gewesen, hätten wir ihn ganz bestimmt auch hören können. Wir schipperten weiter über die raue See und der Wal schien uns zu begleiten, denn nun tauchte er links neben dem Boot wieder auf – diesmal noch näher als zuvor. Er blies noch zwei weitere Male neben uns an der Wasseroberfläche, bevor er seinen Rücken zu einem enormen Bogen krümmte. Da ich schon so viele Male davon gelesen hatte, wusste ich genau, was er jetzt vor hatte.

3… 2… 1…

Und seine gigantische Schwanzflosse schob sich wie in Zeitlupe durch die enormen Wellen. Zuerst war sie noch flach über dem Wasser zu sehen. Und dann richtete sich der Pottwal-Bulle unter Wasser senkrecht und kopfüber auf, sodass die 4 Meter breite Flosse in gewaltiger Höhe vor unserem Boot empor ragte. Was für ein unfassbarer Moment! Für ein paar Sekunden blieb die Zeit stehen und ich dachte überhaupt nicht mehr daran, dass das Eiswasser langsam einen Weg in meinen eigentlich wasserdichten Anzug fand.

Auf Grund der nun gefährlich hohen Wellen wurde unsere Tour schließlich beendet und wir fuhren schätzungsweise 30 Minuten – und gefühlte 4 Stunden – zurück zum Ufer. Unser Guide und der Kapitän waren trotz der extrem schlechten Wetterbedingungen immer für uns da und hatten die Lage durchweg unter Kontrolle. Dennoch würde ich die Tour wahnsinnig gerne nochmals bei schönem Wetter machen, sodass ich die nächste Pottwal-Sichtung eventuell nicht mehr mit einem kleinen Nahtoderlebnis verbinde… 😀

III. Nachmittag am Bleik Stranda

Etwa 8 Kilometer südlich von Andenes erreichst du an der Westküste der Insel die ersten Sandkörnchen des Bleik Stranda. Ab hier zieht er sich über 2,5 Kilometer bis zum Hafen von Bleik und geht anschließend nochmals für 2 Kilometer weiter. Wohlgemerkt findest du hier einen weißen, paradiesischen Sandstrand vor, der von türkisblauen Wellen umspült wird. Je nach Jahreszeit und Wetter sind sie entweder ganz sanft und karibisch oder tosend und wild. Ein Besuch lohnt sich aber in jedem Fall und bringe unbedingt Badesachen mit, falls du im Sommer hier bist. Wenn du dich in die Fluten stürzt, ist das zwar vermutlich ganz schön frisch, aber dafür kannst du hinterher behaupten, dass du in arktischen Gewässer gebadet hast – und wer kann das schon?

Südlich vom Bleik Hafen ist der Strand übrigens fest in den Händen beziehungsweise Flügeln der heimischen Vogelwelt. An den Salzwasser-Pools, die sich bei Ebbe im Sand bilden, sammeln sich Rotschenkel, Bachstelzen, viele verschiedene Möwen, Sandregenpfeifer oder Austernfischer. Wenn du dich für Vogelbeobachtung interessierst, ist das also ein perfekter Ort für dich. Setze dich einfach in sicherem Abstand an den Strand und halte das Fernglas oder natürlich die Kamera mit Teleobjektiv bereit. Dir läuft ganz bestimmt ein gefiedertes Kerlchen vor die Linse.

→ Beste Zeit für Vogelbeobachtung: Mai bis September

IV. Møysalen Nationalpark im Süden der Vesterålen

Der Møysalen Nationalpark ist mit 51,2 km² der drittkleinste Nationalpark Norwegens, aber keinesfalls weniger schön als die anderen. Er wurde 2003 gegründet und umfasst den majestätischen 1.262 m hohen Møysalen-Berg und das nahe gelegene Gebiet der Vesterålen-Alpen, wie sie von den Einheimischen genannt werden. Der Park zeichnet sich aus durch Sumpfland, eine reiche Beerenflora, zwei Gletscher, aber auch durch alpine Bereiche. Da der Nationalpark an die Küste grenzt, prägen auch üppige Fjordhänge das Landschaftsbild.

Diese Gegend ist allerdings nichts für Durchschnittstourist:innen, denn markierte Pfade sind rar und die Wanderhütten verschlossen. Aber genau das macht den Reiz aus. Wenn du Abenteuerlust im Blut hat, findest du hier einzigartige Erlebnisse in einer atemberaubenden Kulisse. Falls du dich in ein unvergessliches Outdoor-Erlebnis stürzen möchtest, findest du hier und hier zwei Routenbeschreibungen mit allen wichtigen Informationen (auf Norwegisch).

Der Møysalen-Nationalpark schließt nahtlos an das gleichnamige Landschaftsschutzgebiet an. Gemeinsam bilden sie einen Rückzugsort für die Natur, bestehend aus Fjorden, Bergen und Tälern. Alpenpflanzen recken ihre Köpfe Richtung Sonne, während Habicht, Falke und Co. majestätisch durch die Lüfte gleiten. Halte dein Fernglas bereit – Elche könnten an den Hängen grasen und Otter toben manchmal an den wilden Stränden des Nationalparks.

V. Tolle Fotospots auf den Vesterålen

Auf den verschiedenen Inseln der Vesterålen gibt es so viele versteckte Orte, die man bisher noch nirgendwo gesehen hat. So fühlte ich mich dauernd wie eine Entdeckerin, die völlig unbekannte Plätze scheinbar zum ersten Mal betreten hat. Was für ein spannendes Gefühl! Viele davon warten darauf, von dir gefunden zu werden, darum möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht alle verraten. Aber vier Tipps habe ich schon einmal für dich ausgesucht!

a. Der geheime Wasserfall

Du bist nun auf der Insel Hinnøya, die zu Teilen ebenfalls noch zur Inselgruppe Vesterålen gehört. Das Auto kannst du auf dem großen Rastplatz am Fiskefjord abstellen und bei einem schönen Waldspaziergang den geheimen Wasserfall suchen.

📍 GPS: 68.554634, 16.078073

b. Der idyllische Strand

Ganz im Süden der Insel Andøya befindet sich dieser einsame Sandstrand, der von kleinen und großen Felsen durchzogen ist und ein absolut malerisches Panorama mit den gegenüberliegenden Bergen zaubert. Übrigens findest du hier auch richtig viele Korallen und Seeigel, die bei Flut am Strand angespült werden.

📍 GPS: 68.883588, 15.437902

c. Holzsteg an der Andøybrua

Einen sehr kreativen Rastplatz hat hier jemand unterhalb der Brücke zwischen Andøya und Hinnøya errichtet. Denn neben dem schönen Holzsteg befindet sich auch noch ein skurriles Kunstwerk, das aus Strandgut besteht.

📍 GPS: 68.966892, 15.637701

d. Rotes Häuschen am Fjord

Was für ein Postkartenmotiv, oder? Ein altes rotes Fischerhäuschen, das direkt am Ufer steht und von schneebedeckten Bergen eingerahmt wird. Anfang Mai war die Region übrigens voll von verschiedenen Gänse-Arten, die sich hier für ihren Frühjahrszug versammelt haben. Wie schön, dass sie für mich in Formation über das rote Häuschen geflogen sind!

📍 GPS: 68.729866, 15.405963

VI. Elche auf den Vesterålen

Was ich schon bei meinem ersten Vesterålen-Besuch mit großer Freude feststellen durfte, hat sich auch bei meiner zweiten und dritten Reise bewahrheitet. Es kann also kein Zufall gewesen sein, dass ich jedes Mal Elche gesehen habe. Beim ersten Mal waren es vier Elche, beim zweiten Mal 20 (!!!) und beim dritten Mal waren es fünf Elche. Das deutet tatsächlich darauf hin, dass sich die Könige der Wälder auf den Vesterålen – ebenso wie ich – besonders wohl fühlen.

Wenn du auch mal einen Elch sehen möchtest, dann solltest du in der Nähe von Seen und Flüssen besonders in den frühen Morgenstunden Ausschau halten. Am einfachsten fiel es mir bisher im Frühling und im Herbst, die langbeinigen Riesen zu entdecken, da die Landschaft dann weniger dicht bewachsen ist. Grundsätzlich sind sie aber ganzjährig in beachtlicher Anzahl auf den Vesterålen zuhause. Bei deinem Roadtrip lohnt sich also das frühe Aufstehen, so wurde tatsächlich auch ich bei jeder morgendlichen Pirschfahrt mit Elch-Glück beschert.

🔎 früh morgens, bei Seen und Flüssen
🔎 weitere Elch-Tipps findest du demnächst in meinem Buch über den Norden von Norwegen

VII. Norwegische Landschaftsroute Andøya

Eine der schönsten Straßen von Norwegen liegt natürlich auch auf den Vesterålen – und das finde ich sehr berechtigt. Denn von Andenes bis Bjørnskinn erwarten dich super schöne Landschaften mit Blick auf das Meer. Die Route führt dich vorbei an Fischerdörfchen mit bunten Häusern, im Norden entlang spitzer Berge und schroffer Felswände und im Süden dann durch etwas sanfteres Gelände mit Blumenwiesen und grünen Hügeln. Unterwegs solltest du unbedingt aufs Wasser schauen, vielleicht siehst du ja einen Wal oder Seehund. Und am Himmel kreisen nicht selten Seeadler.

Rastplätze mit toller Aussicht:

  • Kleivodden, 📍GPS: 69.297395, 15.993303
  • Bukkekjerka, 📍GPS: 69.104434, 15.573749
  • Sandvika Beach, 📍GPS: 69.095222, 15.569292

Infos zur Landschaftsroute:

  • Start: Andenes
  • Ziel: Bjørnskinn
  • Streckenlänge: 58 Kilometer

VIII. Ein paar Geheimtipps für die Vesterålen

Andhauet Wanderung – Vesterålen Geheimtipp No. 1

Der Andhauet ist der nächstgelegenen Gipfel zu Andenes an der Nordspitze der zauberhaften Insel Andøya. Dieser Gipfel mag mit seinen 288 m Höhe zwar nicht gigantisch erscheinen, aber er ragt majestätisch über das flache Terrain hinaus und belohnt dich mit einer atemberaubenden Panoramaaussicht.

Die Wanderung ist mit knapp 3 kmund 260 Höhenmetern gut machbar und als Krönung erwartet dich die bezaubernde Aussicht auf Andenes, Senja und das Europäische Nordmeer. Der Weg ist gut markierten und führt über angenehmen Untergrund. Die Hinweisschilder findest du problemlos. Der Weg entlang des Kamms bietet auch unterwegs immer wieder tolle Ausblicke und für die beste Aussicht wanderst du noch ein bisschen weiter am „Gipfel“-Schild vorbei.

Der Ausgangspunkt ist leicht zu erreichen. Du fährst südwärts auf der Straße 82 ab Andenes. Danach passierst du die Abzweigung nach Bleik und setzt deine Fahrt noch 1 km fort. Halte dann Ausschau nach dem Feldweg auf der rechten Seite, der dich nach 100 m zum kostenlosen Parkplatz führt. Vom Parkplatz aus gehst du entlang der Straße, die an einer Hochspannungsleitung vorbeiführt. Nach etwa 500 m triffst du auf den eindeutigen Pfad, der den Berghang hinaufzieht. Mehrere Pfade kreuzen sich, aber halte dich rechts, um dem Kamm entgegenzuwandern.

📍 Startpunkt: Parkplatz (GPS: 69.288514, 16.044146)
📍 Gipfel: Andhauet (GPS: 69.293658, 16.040478)

Fischerdorf Nyksund – Vesterålen Geheimtipp No. 2

Abseits der ausgetretenen Pfade liegt das charmante Fischerdorf Nyksund. Dieser Ort wurde liebevoll restauriert und bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben an der norwegischen Küste. Schlendere durch die engen Gassen, bewundere die niedlichen, bunten Häuschen und lass dich von den Geschichten der Einheimischen inspirieren. Du kannst auch in gemütlichen Unterkünften übernachten und frische Meeresfrüchte in den örtlichen Restaurants genießen. Nyksund ist ein Ort zum Verweilen und Entspannen, denn meistens ist es hier richtig still – vor allem natürlich in der Nebensaison.

📍 Parkplatz, GPS: 68.996343, 15.020888

Nordahlstranda und Fjærvollsanden – Vesterålen Geheimtipp No. 3

Ganz im Südwesten der Vesterålen liegen zwei atemberaubende Strände, die du unbedingt besuchen solltest. Das geht sogar quasi auf einmal, denn sie liegen nur 5 km voneinander entfernt. Und trotzdem sind beide so schön, dass ich mich nicht entscheiden könnte, welchen ich lieber besuchen möchte.

Nordahlstranda fasziniert mit seinem weichen, goldenen Sand, der sanft von den kristallklaren Gewässern des Europäischen Nordmeers bespült wird. Die majestätische Kulisse der umliegenden Berge verstärkt das Gefühl von Ruhe und Anmut, das diesen Ort auszeichnet. Hier kannst du gemütlich spazieren gehen, den Wellen lauschen und die frische Meeresbrise genießen.

Fjærvollsanden besticht durch seinen einzigartigen Charme. Der Strand ist von rauen Felsformationen umgeben, die eine natürliche Barriere gegen die Elemente bilden. Das tiefblaue Wasser schimmert und lädt zum Schwimmen ein. Der Strandabschnitt ist zwar kleiner als bei Nordahlstranda, aber genauso einladend. Hier kannst du dich in einer abgelegenen Ecke niederlassen und die Stille der Natur genießen. Die Aussicht auf die sich ständig verändernden Farben des Himmels während der Mitternachtssonne oder beim Sonnenaufgang ist einfach nur magisch.

Beide Strände bieten eine einzigartige Gelegenheit, die raue Schönheit der norwegischen Landschaft zu erleben. Egal, ob du die Wärme der Sonne auf deiner Haut spüren möchtest oder lieber die frische Kühle des Meeres genießt – hier findest du beides. Vergiss nicht neben den Badesachen auch einen Pulli oder eine Kuscheldecke mitzunehmen, denn auch im Sommer kann es abends ganz schön frisch werden.

Bøblåheia Wanderung – Vesterålen Geheimtipp No. 4

Die 5 km lange Wanderung vom Vannverket zum Bøblåheia in der Nähe von Sortland auf den Vesterålen ist eine lohnenswerte Outdoor-Erfahrung. Der gut markierte Weg führt dich von Vannverket durch vielfältiges Terrain bis zum Gipfel des Bøblåheia. Die Strecke beginnt mit einem sanften Anstieg und wird nach etwa 2 km etwas steiler. Sie führt dich durch abwechslungsreiche Landschaften, darunter Wälder, offene Flächen und Felsformationen. Der Weg wird in Wanderführern als „moderat anspruchsvoll“ bezeichnet und erfordert daher eine grundlegende Wanderkondition. Insgesamt legst du für Hin- und Rückweg etwas mehr als 10 km sowie 600 Höhenmeter zurück.

Der Höhepunkt dieser Wanderung ist zweifelsohne der Gipfel des Bøblåheia, der eine großartige Aussicht auf die umliegende Berglandschaft und das Meer bietet. Die Bemühungen werden mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Denke an angemessene Wanderausrüstung, einschließlich festem Schuhwerk, wetterfester Kleidung und ausreichend Wasser. Vergiss nicht, eine Kamera einzupacken, um die spektakuläre Aussicht festzuhalten. Die Route ist von Sortland aus leicht zu erreichen.

📍 Startpunkt: Vannverket (GPS: 68.686202, 15.374954)
📍 Gipfel: Bøblåheia (GPS: 68.683950, 15.280900)

XI. Vesterålen Puffin-Safari

Da ich seit einer Weile eine kleine Leidenschaft in der Vogelbeobachtung gefunden habe, habe ich mich besonders darauf gefreut, auf den Vesterålen auch eine Puffin-Kolonie zu besuchen. Es war wirklich toll, als wir die niedlichen Papageitaucher auf der Tour mittags um 13 Uhr auch auf dem Wasser in der Nähe ihres Brutfelsens angetroffen haben. Schade fand ich jedoch, dass der Kapitän den alten Fischkutter, mit dem wir unterwegs waren, so nah an die Vögel heran gesteuert hat, dass sie mehrfach nervös wegfliegen mussten. Ich nehme an, dass sie auf dem Wasser waren, um Futter zu suchen. Dass sie dabei dann allein während unserer Tour mehrfach gestört wurden, fand ich eher traurig. Zumal die Tour zur Brutzeit täglich stattfindet, dann werden die Vögel ja auch täglich gestört?

Da ich natürlich keine professionelle Tierfotografin bin, war ich auch nicht auf das beste Foto aus. Also meinetwegen hätten wir nicht so nah an die Tiere heranfahren müssen. Eventuell beschweren sich ja andere Gäste der Tour, wenn sie „zu“ weit weg sind. Doch meiner Meinung nach sollte der Schutz der Vögel immer im Vordergrund stehen. Als dann auch noch mit dem Schiffshorn laut getrötet wurde, um die Seeadler zum Fliegen zu bewegen, war für mich dann der Spaß vorbei. Aus diesem Grund möchte ich den Touranbieter auch nicht empfehlen.

Doch es geht auch anders!

Denn als bei unserer Pottwal-Tour anfangs das Wetter noch toll war, fuhren wir tatsächlich bei genau demselben Puffin-Felsen vorbei. Ich hätte mir zwar die extra Puffin-Tour ein paar Tage zuvor sparen können, aber ich habe nun zwei verschiedene Arten im Umgang mit der Tierwelt kennengelernt. Bei der Wal-Tour waren wir mit einem sogenannten RIB-Boot vorbei und der Kapitän drosselte bereits weit vom Felsen entfernt den Motor. Anschließend tuckerten wir nur noch langsam um das Brutgebiet herum und kamen dabei niemals einem Vogel zu nahe. Wie schön, dass manche Touranbieter auch respektvolle Wildlife-Momente ermöglichen!

ℹ️ Puffin ist der englische Name für die Papageitaucher.

X. Unterkunftstipps für die Vesterålen

Meine Unterkunftstipps für den Norden von Norwegen habe ich in einem extra Beitrag zusammengestellt. Hier findest du auch zwei Unterkunftstipps für die Vesterålen. Beide habe ich während dieser Reise besucht und dort eine einzigartige Zeit verbracht. Schau gerne mal im Unterkunfts-Beitrag vorbei!


Wenn du Lust hast, noch ein paar mehr Vesterålen-Eindrücke durchzuschauen, dann hab ich dir hier besonders schöne Momente und Orte rausgesucht:

Warst du auch schon mal auf den Vesterålen unterwegs und hast weitere schöne Ausflugstipps? Dann schreib mir doch gerne in den Kommentaren!


Weitere Beiträge zu meinen Norwegen-Reisen findest du hier:

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3 Kommentare

  1. Liebe Marielle,

    danke für diesen klasse Blog-Artikel. Die Fotos sind einfach beeindruckend. Mich begeistert besonders die Tierwelt in deinen Aufnahmen. 🙂

    Liebe Grüße
    Dominik K.

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