ANZEIGE: ORTS- UND MARKENNENNUNG


Namibia ist ein absolutes Traum-Reiseziel für alle, die kontrastreiche Landschaften, ganz viel Natur, unendliche Weiten, viel Ruhe und Einsamkeit und natürlich die Wildnis lieben. Die Dichte und Vielfalt an Tierarten hat mich wirklich beeindruckt – noch in keinem Land habe ich bisher so viel über unsere wunderschöne und facettenreiche Natur gelernt. Vier Wochen haben wir in Namibia verbracht und die Abgeschiedenheit in vollen Zügen genossen. Oftmals haben wir über viele Stunden hinweg keinen anderen Menschen gesehen und bewusst auch nicht danach gesucht. Während unserer Rundreise konnten wir mit Geländewagen und Dachzelt viele spannende Regionen, Nationalparks und Sehenswürdigkeiten erkunden. Meine Highlights möchte ich dir in diesem Beitrag vorstellen.

Unser Roadtrip führte uns etwa 4.500 Kilometer einmal quer durch Namibia, wobei wir einen großen Teil des Landes kennenlernen konnten. Doch selbst vier Wochen reichen bei Weitem nicht dafür aus, um alles zu besuchen, was man auf der persönlichen To-Do-Liste notiert hatte. Dennoch sind unsere Erinnerungen gefüllt von fantastischen Momenten und sensationellen Erlebnissen. An welchen Orten du dich auf die Suche danach begeben kannst, das erfährst du jetzt!


Sehenswürdigkeiten Namibia
© Marielle Janotta - My Travel Island
Auf der Grafik kannst du meine 4-wöchige Reiseroute sehen, außerdem sind die Sehenswürdigkeiten eingezeichnet.

Kalahari Wüste

Sobald du die leuchtend roten Dünen dieser wunderschönen Wüste entdeckst, wirst du deinen Augen nicht trauen. Ich habe die abolute Stille der Kalahari pünktlich zum Sonnenuntergang auf unserer Campsite zum ersten Mal erlebt und konnte mein Glück nicht fassen. Was für ein einzigartiger Moment, den ich niemals vergessen werde! Die Kalahari wird vom Kalahari-Becken eingerahmt und erstreckt sich damit über mehrere Länder: große Teile von Botswana, die östliche Hälfte von Namibia sowie Ausläufer in Südafrika, Angola, Sambia und Simbabwe.

Wir haben auf unserer Reise die Bagatelle Ranch besucht, die sich am Rand der Kalahari befindet und eine riesige Fläche voller roter Sanddünen umfasst. Außerdem leben hier zahlreiche Tiere, unter anderem Oryxantilopen, Springböcke, Strauße, Eland-Antilopen, Kudus, Giraffen, Erdmännchen, Zebras und Nashörner. Die Bagatelle Kalahari Ranch arbeitet übrigens auch zusammen mit der CCF – Cheetah Conservation Foundation – und hat auf einem 12 Hektar großen Grundstück sechs Geparden aufgenommen, die als Waisen-Jungtiere gefunden wurden. Du kannst zusammen mit den Guides bei der Geparden-Fütterung dabei sein.

Übernachtungs-Tipp: Bagatelle Kalahari Campsite und Bagatelle Kalahari Lodge*

Fläche Kalahari: ~ 1 Million km²Fläche Kalahari-Becken: ~ 2,5 Millionen km²
Beste Reisezeit: April bis OktoberBesondere Tierart: Kalahari Löwe


Solitaire

Zwischen der Kalahari und der Namib Wüste befindet sich Namibias Binnenhochland, eine Ebene, die im Schnitt 1.700 Meter über dem Meer liegt, teilweise sogar über 2.000 Meter. Um Walvis Bay an der Atlantikküste Namibias zu erreichen, ist die Straße C14 sicherlich die bekannteste Reiseroute. Allerdings könnte die Fahrt etwas holprig werden, da es sich hier um eine fast 400 Kilometer lange sogenannte “Wellblechpiste” handelt. Das ist eine Gravel Road, die durch ihre wellblechartige Bodenbeschaffenheit für extreme Vibrationen im Fahrzeugt sorgt. Bereits nach 100 Kilometern ist das schon ganz schön zermürbend – am meisten natürlich für die Person, die das schüttelnde und rüttelnde Lenkrad in der Hand hält.

Genau dann gäbe es wohl kaum etwas besseres, als ein ausgiebiger Zwischenstop mit ein bisschen Sightseeing und einer leckeren Stärkung. Willkommen in Solitaire! Nach rund 150 Kilometern erreichst du das kleine Wüstenstädtchen, das namentlich sofort an ein Computer-Kartenspiel erinnert, womit es aber rein gar nichts zu tun hat.

Highlights

Eigentlich gibt es hier nur eine Tankstelle, ein kleines Geschäft, eine Kapelle und eine Bäckerei, doch so viel Nostalgie-Charme wirst du kaum an einem anderen Ort finden. Denn begrüßt wirst du bei der Anfahrt von zahlreichen, liebevoll arrangierten Oldtimerwracks, die so wirken, als wären sie genau hier vor 100 Jahren vom Himmel gefallen. Die Autos sind frei zugänglich und werden von unzähligen Reisenden als Fotokulisse verwendet. Nachdem du alles erkundet hast, begegnest du mit Glück vielleicht noch ein paar Erdhörnchen, die hier ein unterirdisches Labyrinth gegraben haben. Und anschließend erwartet dich die berühmte McGregor’s Bakery mit dem besten Apfelkuchen Namibias.

Übernachtungs-Tipp: Camp Gecko und Solitaire Lodge*

Gründung der Siedlung: 1848Einwohnerzahl: ~ 100
Besondere Aktivitäten: Heißluftballon-FahrtBesondere Tierart: Erdhörnchen

Namib-Naukluft-Nationalpark

Etwa 50 Kilometer nach Solitaire überquerst du den Tropic of Capricon, den südlichen Wendekreis, und kurz danach erreichst du den Kuiseb Canyon, der zuerst über den Gaub Pass durchfahren wird und anschließend über den Kuiseb Pass. Beide Pässe sind landschaftlich wirklich spannend, doch du solltest immer konzentriert und langsam fahren, da die Straßenverhältnisse und die zusätzlichen Steigungen oftmals ein bisschen abenteuerlich sind. In diesem Bereich erreichst du schließlich auch den gigiantischen Namib-Naukluft-Nationalpark, der eine Fläche von fast 50.000 Quadratkilometer umfasst.

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeiten im Namib-Naukluft-Nationalpark ist die Bucht Sandwich Harbour, die nur per Boot oder Wüstenfahrzeug erreicht werden kann. Eine Straße, die zur Bucht führt, gibt es nicht. Die Dünen der Namib Wüste münden hier direkt in den Atlantischen Ozean, was eine einzigartige Kulisse ist. Außerdem kannst du im Nationalpark den etwa 1 Kilometer langen Sesriem Canyon besuchen, der sich seinen Weg bis zu 30 Meter tief in die Gesteinsschichten gebahnt hat. Zur regenreicheren Jahreszeit steht manchmal Wasser im Canyon. Am berühmtesten sind jedoch die Salz-Ton-Pfannen Sossusvlei und Deadvlei, die von Dünen Big Daddy und Dune 45 eingerahmt werden.

Übernachtungs-Tipp: Sossusvlei Lodge* und Desert Homestead Lodge*

Fläche Nationalpark: 49.768 km²Naukluftmassiv Gipfel: 1.965 m
UNESCO Welterbe: seit 2003 (30.777 km² großes Gebiet rund um Sossusvlei)Höhe Big Daddy: 325 – 380 m
Höhe Dune 45: 80 – 170 m

Flamingo Lagoon

Nachdem du die 400 Kilometer lange C14 hinter dir gelassen hast, erreichst du den Atlantischen Ozean, wo meist deutlich kühlere Temperaturen als im restlichen Namibia herrschen. Wie der Name Walvis Bay schon sagt, liegt die Stadt an der Walfischbucht. Und der Name ist hier Programm, denn die Bucht ist bekannt für ihre große Vielfalt an Meeresbewohnern, die du hier antreffen kannst. Am besten geht das natürlich auf dem Wasser mit einem Tour-Anbieter, zum Beispiel zu den Big 5 der Meere oder mit dem Kajak zu den Meeresgiganten. Die beste Chance Buckelwale zu sehen, hast du übrigens von April bis Oktober.

Aber auch an Land gibt es hier einiges zu erleben, denn neben Walen, Seebären, Schildkröten und Delfinen leben an der Walfischbucht auch über 150 verschiedene Arten von Wasservögeln, wie zum Beispiel Pelikane, Reiher und Kaptölpel sowie Rosaflamingos und Zwergflamingos. Für die beliebten rosa Vögel, die sehr gerne auf einem Bein stehen, habe ich einen tollen Viewpoint für dich. Insgesamt leben in der Region bis zu 50.000 Flamingos, besonders gerne sind sie jedoch in der Flamingo Lagoon auf Nahrungssuche. Schon an der Promenade von Walvis Bay kannst du große Gruppen entdecken, doch es lohnt sich unbedingt die lange Straße D1986 zwischen Meer und Dünen weiter nach hinten in Richtung des Salz-Werks zu fahren. Unterwegs kommen immer wieder kleine Aussichtspunkte, wo sich dann so richtig viele Tiere aufhalten, um Krabben und Shrimps zu sammeln. Die Tiere in so großen Gruppen und in freier Wildbahn zu beobachten, ist wirklich fantastisch!

Einwohner Walvis Bay: 67.500
→ drittgrößte Stadt Namibias
Einwohner Swakopmund: 45.000
→ viertgrößte Stadt Namibias
Klima: kühle Temperaturen durch den Benguelastrom, der kaltes Wasser von der Antarktis bringtBesondere Tierarten: Flamingos, Pelikane, Wale, Define, Seebären, Schildkröten

Namib Wüste

Die Namib Wüste befindet sich an der Atlantikküste und erstreckt sich vom Fluss Kunene in Angola bis zum Fluss Oranje auf der Grenze von Namibia und Südafrika. Insgesamt ist die Namib fast 100.000 Quadratkilometer groß und reicht von der Küste bis zu 160 Kilometer in Richtung Osten ins Land hinein. Neben dem Namib-Naukluft-Nationalpark, den ich dir weiter oben schon vorgestellt habe, umfasst die Wüste auch den Skeleton Coast Nationalpark im Norden, den Dorob Nationalpark und den Sperrgebiet-Nationalpark im Süden. Hier wurden vor vielen Jahrzehnten Diamanten gefunden, weshalb Teile des Parks für die Öffentlichkeit noch immer nicht zugänglich sind.

Die Namib ist eine der drei Nebelwüsten auf unserer Erde, was an vielen Tagen des Jahres die charakteristische Nebelbildung und nächtlichen Tau mit sich bringt. Das führt wiederum dazu, dass einige Tierarten besondere Lebensweisen entwickelt haben und mit den Eigenschaften dieser Wüste zurecht kommen können.

Ausflugs-Tipp

Um das Leben in der Namib Wüste besser kennenzulernen, haben wir eine Living Desert Tour zu den Little Five mitgemacht. Dafür wurden wir morgens abgeholt und haben uns einen halben Tag lang auf die Suche nach den folgenden Wüsten-Lebewesen begeben:

  • Tanzende weiße Lady (eine Spinnenart)
  • Palmato Gecko
  • Zwergpuffotter
  • Namaqua Chamäleon
  • Schaufelschnauzen Eidechse

Drei der typischen Little Five haben wir in der Namib entdeckt, das Chamäleon und die Spinne leider nicht. Dafür drei weitere kleine Wüstenbewohner: einen süßen Vogel, eine Blindschleiche und den Nebeltrinker-Käfer. Unterwegs hatten wir auch die Gelegenheit, durch den Teil der Dünen zu spazieren, der nicht unter Naturschutz steht und die Wüste hautnah zu erleben. Auch Wüstenpflanzen haben wir kennengelernt, wie zum Beispiel den sogenannten Dollar Bush, der in seinen Blättern Wasser speichert und ausschließlich in Namibia wächst.

Übernachtungs-Tipp: Beach Lodge*

Fläche Namib Wüste: ~ 100.000 km²Wörtliche Übersetzung von “Namib”:
weiter Platz
Aktivität: Living Desert TourBesondere Tierarten: Little Five

Reiselektüre

Als große Reiseführer-Liebhaberin habe ich hier noch drei tolle Vorschläge, die dir bei deinen Reiseplanungen helfen können:

Erschienen im Oktober 2021
Wildlife Tour Guide
120 Seiten

Erschienen im Januar 2022
DUMONT REISEVERLAG
392 Seiten

Erschienen im April 2019
360° medien
372 Seiten


Cape Cross Seal Reserve

Etwa 1,5 Stunden nördlich von Swakopmund erwartet dich ein weiteres Wildlife-Highlight! Die Artenvielfalt in Namibia ist wirklich unermesslich, denn am Cape Cross befindet sich ein Seebären Reservat mit etwa 100.000 Tieren! Am Registration Office musst du anhalten und für das Fahrzeug und zwei Personen insgesamt ca. 20 Euro Eintritt bezahlen. Dieser Ausflug ist ein absolutes Muss, denn die Tiere liegen bereits auf dem Parkplatz und können sozusagen hautnah beobachtet werden. Eine solch riesige Kolonie ist nicht vorstellbar, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Ebenso enorm wie die Größe der Kolonie ist jedoch auch der Geruch der Seebären. Einen einigermaßen stabilen Magen kann ich also empfehlen, denn obwohl ich nicht besonders geruchsempfindlich bin, wäre mir bei dem ein oder anderen Windstoß fast das Frühstück wieder hochgekommen… Tatsächlich hatten wir den Gestank noch Stunden später in der Nase und vor allem auch in der Kleidung. Aber Augen (beziehungsweise Nase) zu und durch, das musst du erlebt haben! Mit etwas Glück entdeckst du an den Randbereichen der Kolonie sogar Hyänen oder Schakale, die hier ab und zu einen schwachen oder kranken Seebären oder Jungtiere jagen.

Fläche Seal Reserve: ~ 60 km²Eintritt: ~ 20 € für 2 Erw. + Auto
Größe der Seebären-Kolonie:
bis zu 100.000 Tiere
Besondere Tierarten: Südafrikanische Seebären,
Hyänen, Schakale

Spitzkoppe

Was ich mich als erstes gefragt habe, als ich die riesigen, orangefarbenene Felsen gesehen habe, war: Woher kommen diese Berge mitten in dieser topfebenen Savanne? In diesem Fall hat sich vor Jahrmillionen flüssiges Gestein einen Weg durch höher liegende Gesteinsschichten gebahnt. Während die Erd- und Steinschichten an der Oberfläche durch Erosion abgetragen wurden, blieb der damals flüssige Granit bis heute als Berge und Felsen zurück. Durch die Witterung wurden diese in den vielen Millionen Jahren zu eindrucksvollen Formen geschliffen, die wir heute im Gebiet rund um die Spitzkoppe bestaunen können.

Der Gipfel der Spitzkoppe erreicht eine Höhe von 1.728 Metern ü.d.M. Die Umgebung liegt auf einer Höhe von knapp 1.000 Metern ü.d.M, sodass der Berg durch einen Höhenunterschied von knapp 700 Metern schon aus vielen Kilometern Entfernung ins Auge sticht. Außerdem befinden sich hier die Kleine Spitzkoppe mit 1.557 Metern ü.d.M. und die Schwarze Spitzkoppe mit 1.178 Metern ü.d.M. sowie viele weitere spektakuläre Felsen, die zur Berggruppe gehören. Da die Spitzkoppe ein so außergewöhnliche Form hat, wird sie auch “Matterhorn Namibias” genannt und gehört zu den berühmtesten Erhöhungen des Landes.

Highlights

Sobald du das Spitzkoppe Areal erreichst, führen dich schmale Sandpisten zu den Sehenswürdigkeiten und einzelnen Campsites. Eines der Highlights ist der bogenförmige Felsen The Bridge, den du ohne besondere Kletter-Skills erklimmen kannst. Bei einer Wanderung durch die bizarre Felsenlandschaft triffst du mit großer Wahrscheinlichkeit auf Klippschliefer und Erdhörnchen, verschiedene Echsen und Agamen und am Himmel siehst du kreisende Adler. Außerdem kannst du die bis zu 6.000 Jahre alten Höhlenmalereien im Bushman Paradise besuchen.

Übernachtungs-Tipp: Spitzkoppe Campsites

Gipfel Spitzkoppe: 1.728 mEintritt Tagesbesucher: ~ 8 € pro Person
Besondere Tierarten: Klippschliefer, SiedleragameKosten Übernachtung auf der Campsite:
~ 25 € pro Nacht (👥+🚙)

AfriCat

Das Okonjima Nature Reserve ist die Heimat der AfriCat Foundation, die sich vor allem für den Schutz von Großkatzen, aber auch vieler anderer Tiere einsetzt. Auf einer Fläche von 20.000 Hektar sind hier eine unglaubliche Vielzahl an Tierarten zuhause, die hier geschützt vor Wilderei leben können. Seit der Gründung im Jahr 1991 hat sich die Organisation AfriCat zum Ziel gesetzt, einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz zu leisten und gleichzeitig zu versuchen, das Überleben von Namibias Raubtieren in ihrem natürlichen Lebensraum zu sicher zu stellen. Um dieses Wissen an die neue Generationen der namibischen Bevölkerung weiterzugeben, werden einzigartige Bildungsprojekte zum Thema Forschung und Umwelt durchgeführt.

Aber auch Reisende kommen im Reservat voll auf ihre Kosten! Denn die Arbeit von AfriCat kannst du hier hautnah erleben, spannende Details über die Natur und die Tiere lernen und bei den geführten GameDrives selbst auf die Suche nach fantastischen Wildlife-Momenten gehen. Wir haben bei unserem Besuch am Leoparden-Tracking teilgenommen, denn zur Verhaltensforschung und zum Schutz vor Wilderei tragen einige Leoparden ein Funk-Halsband. Das Erlebnis war wunderschön, unvergesslich und ein absolutes Herzschlag-Abenteuer. Ansonsten gibt es noch viele weitere Wildlife-Abenteuer, die du hier zusammen mit den Guides erleben kannst. Schau auf der Website des Okonjima Nature Reserve einfach mal unter der Rubrik Experience.

Übernachtungs-Tipp: Omboroko Camp und Okonjima Plains Camp*

Fläche des Reservats: 20.000 HektarGründung AfriCat: 1991 von der Hanssen Family
Mission von Africat: Naturschutz und Sicherung von natürlichem Lebensraum von Raubtieren; BildungBesondere Tierarten: Leopard,
Braune Hyäne, Steppen-Schuppentier

Etosha Nationalpark

Der Etosha ist einer der berühmtesten Nationalparks in ganz Afrika und umfasst eine riesige Fläche von 22.935 Quadratkilometern. Ein ursprüngliches Naturschutzgebiet, das die Region des Etoshas einschloss, wurde im Jahr 1907 eröffnet und war damals etwa vier mal so groß wie heute. Nach mehreren Verkleinerungen wurde 1964 der Bereich in ähnlicher Größe wie heute zum Nationalpark erklärt. Für die Zukunft plant Namibia wieder eine Rückkehr zu einer Fläche von über 100.000 Quadratkilometern und somit eine geografische Verbindung unter anderem mit dem Skeleton Coast Nationalpark.

Den Namen verdankt der Nationalpark der Etosha-Pfanne, der größten Salztonebene Afrikas. Diese kannst du von einigen Viewpoints im Park anschauen. Besonders sehenwert sind aber natürlich die Tiere, die dir während deiner Safaris begegnen. Vor allem die 74 verschiedenen Wasserlöcher im Park eignen sich für Tiersichtungen, aber auch auf den Wegen dazwischen halten sich häufig Antilopen-Herden auf. Du kannst im Etosha Nationalpark mit deinem eigenen Mietfahrzeug auf Safari gehen oder dich einem geführten GameDrive mit Guide anschließen.

Es gibt insgesamt vier Tore – Namutoni, Andersson, King-Nehale und Galton – die in allen vier Himmelsrichtungen in den Nationalpark führen. Die Tore sind immer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Innerhalb des Parks gibt es sechs staatlich betriebene Camps mit Unterkünften und Campsites, sodass dich gleich am frühen Morgen tolle Tiersichtungen von bis zu 114 Säugetierarten, über 440 Vogelarten und 110 Reptilienarten erwarten.

Übernachtungs-Tipp: Okaukuejo Camp und Halali Camp

Fläche Etosha-Nationalpark: 22.935 km²Gründung Nationalpark: 1964
Eintritt pro Tag: ~ 10 € Erw. + ~ 3,50 € FahrzeugWichtige Regel: Aussteigen nur innerhalb der Camps und in ausgeschilderten Bereichen
Karte: © etoshanationalpark.org
– für größere Ansicht anklicken –

Caprivi-Streifen

Ganz oben, im Nordosten von Namibia befindet sich ein schmaler Zipfel zwischen den Nachbarländern Angola, Sambia, Simbabwe und Botswana. Auf einer Länge von 500 Kilometern und einer Breite von 32 bis 100 Kilometern hast du die Möglichkeit, die wilde Seite des Landes kennenzulernen. Der Caprivi-Streifen ist durchzogen von vier Flüssen, die ganzjährig ausreichend Wasser führen, um die Region in eine saftig grüne und dicht bewachsene Landschaft zu verwandeln: Okavango, Kwando, Chobe und Sambesi.

Im Nachhinein bin ich sicher, dass ich ohne den Caprivi-Streifen nicht die ganze Schönheit von Namibia gesehen hätte. Gerade die Kontraste zwischen den beiden Wüsten Namib und Kalahari und dem grünen Caprivi-Streifen macht den Unterschied zwischen einer tollen Reise und einem unvergesslichen Abenteuer.

Mehr Informationen, Reisetipps und Sehenswürdigkeiten findest du in meinem Blogbeitrag zum Caprivi-Streifen.

Fläche Caprivi-Streifen: ~ 20.000 km²
Tipp: Geländewagen mit Allradantrieb für ein einzigartiges Wildlife-Abenteuer
Beste Reisezeit: Mai bis SeptemberBesondere Tierarten: Kaffernbüffel,
Nilpferd, Krokodil

Waterberg

Zwischen den beiden Städten Otjiwarongo und Grootfontein erhebt sich der sogenannte Tafelberg Namibias etwa 200 Meter aus der Ebene der Omaheke. Das riesige Plateau des Waterbergs umfasst eine Fläche von 40.500 Hektar, was im Jahr 1972 zum Waterberg-Plateau-Nationalpark ernannt wurde. Aus dem Geschichtsunterricht ist der Waterberg auch in vielen anderen Ländern bekannt, da hier im August 1904 eine schreckliche Schlacht zwischen der deutschen Besatzung und des Herero-Volks. Heute ist bekannt, dass in den Jahren 1904 bis 1908 zahlreiche weitere Völkermorde an der Urbevölkerung Namibias stattfanden.

Bei einem Besuch des Waterberg Wilderness Nature Reserve kannst du viele wichtige und spannende Informationen zur Geschichte des Waterbergs lernen ebenso wie wunderschöne Erlebnisse in der Natur genießen. Zum einen gibt es zahlreiche Wanderwege, wie zum Beispiel den History Path, der dich zu den Stätten der Schlacht am Waterberg im Jahr 1904 führt. Außerdem kannst du zusammen mit einem Guide eine Plateau-Wanderung auf den Waterberg machen, am Rhino-Walk oder am Rhino-Drive teilnehmen. Denn besonders bekannt ist das Reservat für das Schutzprogramm der Breitmaul-Nashörner, denen du hier hautnah begegnen kannst. Weitere Informationen zu den Aktivitäten findest du im Info-Blatt des Waterberg Wilderness Nature Reserve.

Übernachtungs-Tipp: Waterberg Campsites und Waterberg Lodge*

Gründung Waterberg-Plateau-Nationalpark: 1972
Fläche: 40.500 Hektar
Gründung Waterberg Wilderness Nature Reserve: 2000
Fläche: 3.500 Hektar
Besonderes Ereignis: Schlacht am Waterberg – 1904Besondere Tierart: Breitmaul-Nashorn

Diese Beiträge könnte dich auch interessieren:

Namibia-Roadtrip mit Geländewagen und Dachzelt: 10 schöne Campsites

Caprivi-Streifen – Namibias wilde Seite: Highlights und Reisetipps


Warst du auch schon mal in Namibia und hast weitere Tipps? Dann schreib mir doch gerne in den Kommentaren!


Offenlegung: Ich habe mit Asco Car Hire während meiner Namibia-Reise zusammen gearbeitet. Vielen Dank für die tolle Kooperation! Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unberührt.

* Diese Seite enthält Werbelinks. Wenn du etwas über den Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Ganz lieben Dank für deine Unterstützung.


Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert