Salzburg ist die Hauptstadt des Salzburger Landes und hat etwa 150.000 Einwohner. Die Altstadt liegt sehr zentral, direkt an der Salzach und ist prima zu Fuß zu erkunden. Die viertgrößte Stadt Österreichs grenzt unmittelbar an Deutschland und hat total viel Charme und Flair. Darum ist Salzburg bei vielen Reisefans ein beliebtes Ziel für einen Tagesausflug oder Kurztrip. Außerdem kommen jedes Jahr eine Viertel Million Besucher zu den Salzburger Festspielen, wobei sechs Wochen lang erstklassige Schauspiel- und Oper-Aufführungen und Konzerte stattfinden.

Die Namen von Stadt und Fluss erinnern natürlich nicht zufällig an das “Weiße Gold”. Schon vor Christi Geburt wurde an diesem Ort mit dem Abbau des Salzes und dem anschließenden Handel begonnen. Berühmt ist Salzburg aber vor allem auch als Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart, welcher bis zu seinem 25. Lebensjahr in der Stadt lebte, bevor er nach Wien zog. Ihm zu Ehren erfand der Salzburger Konditor Paul Fürst im Jahr 1890 die Mozartkugeln, welche auch heute noch zu den beliebtesten Souvenirs aus Salzburg gehören.

Salzburg ist aber auch Österreichs Bierhauptstadt mit elf Brauereien und einer über 600 Jahre alten Bierbraukultur. Aus diesem Grund gibt es in der Stadt verschiedene Bierwanderungen. Neben köstlichen Bierverkostungen lernst du hierbei auch etwas über die Kunst des Bierbrauens und die Geschichte des Bieres. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Wenn du nur einen Tag in der Stadt bist und trotzdem die schönsten Spots und Sehenswürdigkeiten anschauen möchtest, habe ich einen Rundweg für dich zusammengestellt. Im Folgenden zeige ich dir die einzelnen Stationen ein bisschen genauer. Selbstverständlich lässt sich der Rundweg auch auf mehrere Tage aufteilen.


Inhaltsverzeichnis


Mein Rundweg durch Salzburg

Mein Rundweg ist perfekt geeignet für Reisebegeisterte, die eine Vorliebe haben für eine Mischung aus Kultur und Natur. Die Start- (grün) und Ziel-Punkte (rot) befinden sich direkt an der Bushaltestelle Landeskrankenhaus. Diese erreichst du mit den Linien 21, 24, 27 und 28 sowie mit den Obus-Linien 4, 7 und 9. Wir haben für die Runde ganz gemütlich inklusive Sightseeing, Fotos machen, frühstücken, Aussicht genießen und mit einigen Pausen etwa fünf Stunden gebraucht. Einige Sehenswürdigkeiten kannst du (außerhalb der Pandemie) auch von innen anschauen. Dann würde ich nochmal zwei bis drei Stunden mehr Zeit einplanen.

Gelb makiert sind die schönsten Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte. Lila makiert sind Möglichkeiten zum Einkehren und Pausieren. Falls du mehrere Tage in Salzburg bist, kannst du dir natürlich ein bisschen Zeit lassen, die Runde einfach unterbrechen und am nächsten Tag weiterführen.

Du kannst dir den Rundweg für unterwegs auch als PDF auf deinem Handy oder Computer abspeichern.
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Sehenswürdigkeiten:

  1. Salzachgässchen
  2. Müllner Steg
  3. Mirabellgarten
  4. Staatsbrücke
  5. Getreidegasse
  6. Mozart-Geburtshaus
  7. Judengasse
  1. Mozartplatz
  2. Residenzplatz
  3. Dom zu Salzburg
  4. Kapitelplatz
  5. Festung Hohensalzburg
  6. Mönchsberg mit Richterhöhe
  1. Aussichtspunkt über dem Neutor
  2. Kirche Unserer Lieben Frau
  3. Aussichtspunkt am Kletterparcours

Salzachgässchen

Die erste Station des Rundwegs ist nur wenige Meter entfernt vom Startpunkt. Sie verbindet die Müllner Hauptstraße mit der Uferpromenade der Salzach auf einer Länge von etwa 130 Metern. Daher stammt auch der Straßenname, den das Salzachgässchen im Jahr 1862 erhielt. Sobald du den Torbogen passierst, bietet sich ein wunderschöner Blick auf den Fluss. Von hier aus kannst du an der Kaipromenade entlang der Salzach schlendern. Es gibt einen extra Fußweg, einen Fahrradweg, große, schattenspendende Laubbäume und einige Parkbänke mit idyllischem Flussblick. In den Frühlingsmonaten begegnest du am Ufer öfter ein paar Entenfamilien mit niedlichen Küken.

Die Salzach ist übrigens 225 Kilometer lang und entspringt in den Kitzbüheler Alpen an der Grenze von Tirol und Salzburger Land. Schließlich mündet die Salzach an der deutsch-österreichischen Grenze in die Inn.


Müllner Steg

Nun biegst du links ab auf den Müllner Steg, welcher dich über die Salzach vom Stadtteil Mülln in die Neustadt führt. Von dieser Fußgängerbrücke hast du eine traumhafte Sicht auf die Festung Hohensalzburg. Im Vordergrund der Festung ragen die majestätischen Bauten der Altstadt empor. Für mich ist das einer der schönsten Fotospots in Salzburg. Auf der linken Seite siehst du außerdem die Evangelische Christuskirche.

Die erste Brücke an dieser Stelle stammt aus dem Jahr 1869 und war vielmehr ein provisorischer Holzsteg. Neun Jahre später wurde dann die erste richtige Flussüberführung mit Brückenpfeilern aus Stein eröffnet, damals noch mit dem Namen Franz-Carl-Gehbrücke. Außerdem musste für die Benutzung der Brücke eine geringe Mautgebühr am dafür vorgesehenen Mauthäuschen bezahlt werden. Der heutige Müllner Steg wurde dann Mitte der 1990er Jahre als mittlerweile vierte Brückenversion eröffnet.


Mirabellgarten

Anschließend spazierst du entlang der Friedrich-Gehmacher-Straße bis du den wunderschönen Kurgarten mit Blick auf das Schloss Mirabell erreichst. In den wärmeren Monaten kannst du hier auf den Parkbänken sitzen, den Duft der Blumen genießen und nebenbei das bunte Treiben beobachten. Außerdem befindet sich hier auch der Eingang zum paradiesischen Mirabellgarten, den du kostenlos anschauen kannst.

Das prunkvolle Schloss Mirabell stammt aus dem Jahr 1727 und wurde im Auftrag von Erzbischof Franz Anton von Harrach erbaut. Nach einem schlimmen Stadtbrand 1818 ließ Kaiser Franz I. das Schloss, aus Kostengründen leider ein bisschen weniger prachtvoll, wieder aufbauen. Schon 1606 befand sich an dieser Stelle das Schloss Altenau, wovon heute noch Teile im Kellergeschoss erhalten sind.

Der Mirabellgarten ist der bekanntere Teil der Schlossanlage und zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Salzburgs. Die Gartenanlage in der heutigen Form hat ihre Wurzeln bereits im Jahr 1687, als sie vom Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun in Auftrag gegeben wurde. Kleinere architektonische Veränderungen wurden im 18. Jahrhundert vorgenommen, wobei die Skulpturen im Barockstil erhalten blieben.

In der Mitte des Orangeriegartens befindet sich heute der wunderschöne Papagena Springbrunnen aus dem Jahr 1984 in Anlehnung an die Figur Papagena aus Mozarts Oper “Die Zauberflöte”.

Zentral in der Großen Gartenparterre wurde der Vier-Elemente-Brunnen (oder auch Große Fontäne) errichtet. Den Namen bekam der Brunnen wegen vier Statuen aus dem Jahr 1690, die rings herum aufgestellt wurden. Diese Statuen symbolisieren die vier Elemente Wasser (Statue von Paris, der Helena raubt), Feuer (Statue von Aeneas, der Anchises rettet), Luft (Statue von Herkules, der mit Anthaeus ringt) und Erde (Statue von Hades, der Persephone entführt).

Info

Der Mirabellgarten ist jeden Tag ab 6 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Die Orangerie, die heute als Palmenhaus dient, kann täglich von 9 bis 16 Uhr besucht werden. Und das Schloss Mirabell ist jeden Tag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Bereiche der Schlossanlage und des Mirabellgartens sind kostenlos zu besichtigen. Im Heckentheater hinter der Winterlinden-Allee finden im Sommer regelmäßig Veranstaltungen und Konzerte statt.


Getreidegasse

Nachdem du die Staatsbrücke überquert hast, befindest du dich in der malerischen Altstadt von Salzburg. Auf der linken Straßenseite ragt der Glockenturm des Alten Rathauses in den Himmel. Die Salzburger Bürger werden hier jedoch nicht mehr empfangen, denn die Stadtregierung ist schon im Jahr 1947 in die Räumlichkeiten des Schloss Mirabell umgezogen. Dennoch gibt es zum Rathaus eine spannende Geschichte! Vor etwa 15 Jahren wurde nämlich ein Topf mit wertvollen Goldmünzen gefunden, vergraben im Rathaus-Keller…

Angekommen am Rathausplatz kannst du jetzt nach rechts abbiegen und schon stehst du direkt in der berühmten Getreidegasse. Bei schönem Wetter triffst du hier extrem viele Touristen. Wenn du in Ruhe durch die Straße schlendern möchtest, würde ich dir die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag empfehlen.

Links und rechts in den Schaufenstern findest du vorwiegend teure und exklusive Boutiquen, die das gewöhnliche Reisebudget deutlich übersteigen. Wenn du dennoch einen kleinen Bummel machst, entdeckst du hier natürlich auch das ein oder andere Souvenirgeschäft. Die Mitbringsel sind meistens angelehnt an den berühmtesten Sohn der Stadt, so kannst du dich vor lauter kleiner Mozarts gar nicht mehr retten. 😉

Früher lebten in der Getreidegasse vorwiegend reiche Leute, wie zum Beispiel Ärzte, Anwälte oder Händler. Kaum zu glauben, dass es hier heutzutage Häuser gibt, deren Mieten gar mehr nicht so unbezahlbar sind. Das liegt vor allem an der schlechten Verkehrsanbindung in dieser Gegend, das heißt du kannst dein Auto nicht vor dem Haus abstellen. Außerdem wurden einige Gebäude seit vielen hundert Jahre nicht saniert, sodass die Bausubstanz nicht mehr aktuell ist. Aus diesem Grund mussten die Mieten gesenkt werden und so befinden sich in manchem oberen Stockwerk in der Getreidegasse sogar Studenten-WGs.

Mozart-Geburtshaus

Das bekannteste Haus in der Getreidegasse verbirgt sich hinter der Hausnummer 9. Die Familie Mozart mietete hier von 1747 bis 1773 eine Wohnung von der wohlhabenden Familie Hagenauer. Am 27. Januar 1756 kam dann an diesem Ort der kleine Wolfgang Amadeus zur Welt. Heute ist in den Räumen ein Museum untergebracht. Du kannst zum Beispiel die erste Violine von Mozart anschauen, Möbel, Noten, Briefe oder alte Bühnenbilder von Mozarts Opern. Der Eintritt kostet 12 Euro, für Studenten 10 Euro. Einen virtuellen Rundgang findest du hier.

Im Wohnhaus von Mozart, am Makartplatz 8, befindet sich heute übrigens auch ein Museum. Hier zog der nun 17jährige Mozart mit seiner Familie im Jahr 1773 ein. Da Mozart mittlerweile erfolgreiche Europa-Tourneen spielte, benötigte er zuhause mehr Platz für Proben, Feste und Konzerte. 1781 kehrte Mozart endgültig Salzburg den Rücken und zog nach Wien, wo er 10 Jahre später im Alter von nur 35 Jahren starb.

Es gibt ein Kombiticket für beide Mozart-Museen für 18,50 Euro und 15,50 Euro für Studenten. Einen virtuellen Rundgang durch das Mozart-Wohnhaus findest du hier.


Judengasse

Um dem Rundweg weiter zu folgen, musst du jetzt einmal kehrt machen und die Getreidegasse wieder zurück laufen, den Rathausplatz und den Alten Markt überqueren und gerade aus weiter zur Judengasse spazieren. Hier befinden sich heute viele Läden, Restaurants und Hotels. Neben einigen Trachtengeschäften gibt es auch einen Christbaumkugelverkauf (ganzjährig geöffnet), hübsche Straßencafés, mal mehr mal weniger teure Boutiquen, ein Snowboardgeschäft, ein Irish Pub und wieder einige Souvenirläden.

Vom Mittelalter bis 1498 befand sich hier das Zentrum der jüdischen Siedlung. Im Haus Nummer 15 konnte sich die jüdische Bevölkerung bis zum Jahr 1415 in einer Synagoge zum regelmäßigen Gebet treffen. Seit 1498 kam es in diesem Viertel leider zu eine traurige Wende und die Juden wurden verfolgt und schließlich aus Salzburg vertrieben.


Mozartplatz

Die Judengasse endet schließlich direkt am Mozartplatz zwischen dem Salzburger Weihnachtsmuseum, der Neuen Residenz mit dem Salzburg Museum und dem Stadtpalais Rehlingen. Hier befinden sich heute das Institut für Musikwissenschaft der Universität Salzburg und einige Anwaltskanzleien. Weiter grenzen das Imhofstöckl im Norden und die drei Kanonikalhöfe im Osten an den Mozartplatz. Die Fassaden der umliegenden Gebäude stammen allesamt aus dem 17. und 18. Jahrhundert und sorgen damit für eine tolle prunkvolle Atmosphäre.

In der Mitte des Platzes wurde am 5. September 1842 das bronzene Mozartdenkmal enthüllt, das auch heute noch von einem Steinsockel aus über das Geschehen zu wachen scheint. In den Händen hält die Mozartstatue eine Schriftrolle und einen Schreibgriffel. Die beiden Gegenstände stehen für sein unermüdliches Komponieren von zahlreichen welberühmten Werken, die auch noch heute in der klassischen Musik nicht wegzudenken sind.


Residenzplatz

Nur ein paar Schritte weiter Richtung Dom und du erreichst den Residenzplatz. Bequeme, sonnige Sitzgelegenheiten, der wunderschönen Residenzbrunnen aus der Barockzeit und die eindrucksvolle Sicht auf die angrenzenden Gebäude – ich muss sagen, ich finde den Residenzplatz noch schöner als den Mozartplatz.

Auf dem Residenzplatz findet in der Adventszeit übrigens der Salzburger Christkindlmarkt statt. Schau dir dazu mal das Video an (Trigger-Warnung, nicht geeignet für Grinches)! Wenn du Weihnachtsmärkte magst, muss das ein total schönes Erlebnis sein. Ein ganz besonderes Highlight ist außerdem der Rupertikirtag, der jedes Jahr im September auf den Plätzen rund um den Dom veranstaltet wird. Zu Ehren des Heiligen Ruperts findet hier fünf Tage lang ein traditionelles Fest statt mit Bauernmarkt, nostalgischen Fahrgeschäften, klassischen Leckereien, Handwerksvorführungen, Bierzelt und historischen Marktständen.

Gut zu wissen: Das österreichische Wort Kirtag bedeutet übrigens das gleiche wie Kirmes. Beides leitet sich von der Kirchweih beziehungsweise dem Kirchweihfest ab, was schon vor hunderten Jahren ursprünglich eine Feier zu Ehren der Weihe einer Kirche war. Ob sich heute wohl jemand beim Besuch einer Kirmes darüber Gedanken macht, dass es sich dabei um einen uralten Brauch mit kirchlichem Hintergrund handelt? 😉


Dom zu Salzburg

Geschichte

Der Salzburger Dom wurde im Jahr 1628 erbaut und liegt zentral zwischen Residenzplatz, Kapitelplatz und Domplatz. An derselben Stelle befanden sich bereits im Mittelalter zwei Vorgänger des Doms. Der erste Dom stammt aus dem Jahr 774 und noch heute kann man sich Überreste aus dieser Zeit im Domgewölbe anschauen. Das römisch-katholische Gotteshaus musste im Laufe der Geschichte so einiges mitmachen. Vor allem Brände und der Zweite Weltkrieg sorgten für die komplette oder teilweise Zerstörung des Doms:

  • 1127 zerstörte ein Feuer große Teile der Stadt und auch den Dom.
  • 1167 brannte der Dom erneut nieder.
  • 1312 wurden durch die Hitze eines extremen Brandes sogar die Glocken zerstört.
  • 1598 wurde die Dachkonstruktion durch einen Brand beschädigt. Durch Dauerregen und Schneefall stürzten anschließend große Teile des Doms ein.
  • 1859 richtete ein erneuter Brand große Schäden an.
  • Am 16. Oktober 1944 ereignete sich während des Zweiten Weltkriegs der erste Luftangriff auf Salzburg, wobei die Domkuppel einstürzte.

Es ist also fast ein Wunder, dass wir den Dom zu Salzburg nach dieser ereignisreichen Geschichte heute bewundern können und dass den Salzburgern die Energie niemals ausging, um ihren Dom wieder aufzubauen.

Architektur

Das Hauptschiff des Doms ist 101 Meter lang und 45 Meter breit. Die Spitze der großen Kuppel befindet sich auf einer Höhe von 79 Metern. Die beiden Türme sind 81 Meter hoch. Im Inneren der Kuppel befinden sich Wandgemälde, die Szenen aus dem Alten Testament zeigen. Eine weitere Besonderheit des Salzburger Doms ist das klangschönste und mit 32.443 Kilogramm ebenso größte Domgeläut in ganz Österreich. Von den sieben Glocken befindet sich die Salvator aus dem Jahr 1961 im Nordturm (sie gehört mit ihren 14.256 Kilogramm zu den größten Kirchenglocken der Welt). Die restlichen sechs Glocken befinden sich im Südturm: Barbara, Leonhard, Josef und Rupertus aus dem Jahr 1961 sowie Virgil und Maria aus dem Jahr 1628.

Info

Du kannst den Dom zu den folgenden Zeiten kostenlos besichtigen. Um den Erhalt der Kirche zu unterstützen, darfst du gerne eine Spende da lassen. Einen virtuellen Rundgang durch den Salzburger Dom findest du hier.

Montag – SamstagSonn- und Feiertage
Januar – Februar8 – 17 Uhr13 – 17 Uhr
März – Oktober8 – 18 Uhr13 – 18 Uhr
November8 – 17 Uhr13 – 17 Uhr
Dezember8 – 18 Uhr13 – 18 Uhr

Kapitelplatz

Weiter geht der Rundweg durch Salzburg direkt vor den Südlichen Dombögen. Schon stehst du auf dem Kapitelplatz zwischen dem Salzburger Dom, dem Dompfarramt, dem Kardinal-Schwarzenberg-Haus mit Domarchiv und Dommuseum, dem Erzbischöflichen Palais und der Dompropstei.

Das besondere auf dem Kapitplatz ist ein Kunstwerk des deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol aus dem Jahr 2007 – die Sphaera. Die vergoldete Kugel hat einen stolzen Durchmesser von 5 Metern und ist 2 Tonnen schwer. Die Kugel wird von einem eisernen Gestell gehalten, sodass der 300 Kilogramm schwere Mann aus Bronze, der sich oben drauf befindet, eine prima Aussicht hat.

Wusstest du, dass der Mann auf der Goldkugel noch ein Gegenstück hat, das das Kunstwerk von Balkenhol vollendet? Das ist nämlich eine 1,40 Meter große Frau mit rotem Kleid, die in einer Felsnische steht. Wenn du in Salzburg bist, kannst du dich ja mal auf die Suche nach der Partnerin des Bronzemanns machen.
Kleiner Tipp: Du erreichst die Frau im roten Kleid nach etwa 350 Metern Fußweg in westlicher Richtung. Vom Kapitelplatz gehst du zuerst auf den Domplatz, dann die Franziskanergasse entlang bis du nach 50 Metern links abbiegst. Nachdem du einige Torbögen durchquert hast, solltest du an einer Felswand ankommen. Halte dort Ausschau nach der Frau im roten Kleid.


Festung Hohensalzburg

Jetzt steht dir ein ordentlicher Anstieg bevor, indem du der Festungsgasse hinauf zur Hohensalzburg folgst. Ansonsten kannst du natürlich auch die Festungsbahn nach oben nehmen. Hierfür gibt es drei verschiedene Tickets für jeweils 11 Euro, 13,30 Euro oder 16,60 Euro, die verschiedene Eintritte beinhalten. Mehr Infos dazu findest du hier.

Oben angekommen erwartet dich erst mal ein atemberaubender Blick über Salzburg, den du nicht so schnell vergessen wirst. Die komplette Altstadt mit all den hübchen Türmen und Dächern liegt dir zu Füßen und dahinter schlängelt sich die Salzach durch’s Bild. Eingerahmt wird die tolle Sicht vom grün bewachsenen Mönchsberg auf der linken Seite und vom ebenso grünen Kapuzinerberg auf der rechten Seite. Schau dir das wunderschöne Panorama gerne nochmal genauer an!

Mit einer Fläche von über 14.000 Quadratmetern ist die Festung Hohensalzburg aus dem 11. Jahrhundert die größte komplett erhaltene Burg in Mitteleuropa. Erbaut wurde die Festung, um das Fürstentum und die Erzbischöfe vor Feldzügen und Kriegen zu schützen. Allerdings kam es im Lauf der Jahrhunderte nie zu einem Ereignis, bei welchem die Burg zu Verteidigungszwecken genutzt werden musste. Falls du dich für die Baugeschichte der Festung Hohensalzburg interessierst, habe ich hier ein sehr informatives Video gefunden.

Info

Jedes Jahr schauen sich über eine Million Besucher die Festungsanlage an. Nutze deshalb am besten den späten Nachmittag unter der Woche für eine Besichtigung. Einen Burgplan mit vielen Informationen zu den einzelnen Gebäuden und Basteien findest du hier. Falls du zwischendurch ein Päuschen oder eine Stärkung brauchst, kannst du im Festungsrestaurant oder in der Burgschenke Rast machen. Die Öffnungszeiten der Burganlage habe ich hier für dich zusammengestellt:

Januar – April9:30 bis 17:00 Uhr
Mai – Juni9:00 bis 18:00 Uhr
Juli – August8:30 bis 20:00 Uhr
September – Dezember9:30 bis 17:00 Uhr
Adventswochenenden und Ostern9:30 bis 18:00 Uhr
Heiligabend9:30 bis 14:00 Uhr

Mönchsberg

Von der Festung Hohensalzburg führt der Rundweg weiter über den idyllischen Mönchsberg. Du spazierst durch dichtes Grün, vorbei an eindrucksvollen Aussichtpunkten und vergisst vor lauter Natur immer wieder, dass du dich gerade in einer Großstadt befindest.

Der malerisch angelegte Spazierweg verläuft zunächst durch das Schartentor, hinauf zur Ludwigsfernsicht und zur Mönchsbergscharte und vorbei am Freyschlössl. Beim Kiosk “Buffet zur Richterhöhe” kannst du dir ein Eis oder einen Snack gönnen, bevor dich ein paar Serpentinen zur Richterhöher führen. Weiter geht’s vorbei am Falkenzwinger, am Barbaraturm und an den Aussichtsterrassen auf der Karolinenhöhe bis du schließlich den Aussichtspunkt über dem Neutor erreichst. Von hier aus hast du einen traumhaften Blick auf den Kapuzinerberg.

Entlang dem Doktor-Ludwig-Prähauser-Weg führt der Rundweg weiter vorbei an der Bürgerwehr Mönchsberg, am Museum der Moderne Salzburg bis zum Stadttor Augustinerpforte. Nachdem du eine kleine Brücke überquert hast, führt dich eine Treppe hinunter zur Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau. Nun erreichst du einen großen Spielplatz mit Kletterparcours. Gehst du hier den Weg ganz nach hinten, gelangst du zu einem einzigartigen Fotospot mit Blick auf die Festung Hohensalzburg. Diesen Aussichtspunkt solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen!

Schließlich folgst du dem Fußgängerweg hinunter zur Müllner Hauptstraße, biegst dort links ab und erreichst nach etwa 5 Minuten das Ziel meines Salzburg-Rundwegs an der Bushaltestelle Landeskrankenhaus.

Ich würde mich riesig freuen, wenn du meine 24-Stunden-Stadttour auf deinem Handy speicherst und bei deinem nächsten Salzburg-Besuch ausprobierst. Und falls es dir gefallen hat, darfst du meinen Rundweg natürlich gerne weiterempfehlen und mit deinen Freunden teilen.


Reisetipps

Brauchst du noch ein paar Ideen für deine Salzburg-Reise? Dann geht’s hier weiter!

Unterkunftstipp

Wenn du das Landleben und die Tiere genauso sehr liebst wie ich, dann kann ich dir eine Ferienwohnung nur 15 Minuten entfernt von Salzburg empfehlen. Umgeben von Bergen, grünen Wiesen und ganz vielen Vierbeinern übernachtest du hier in einer modernen und liebevoll gestalteten Ferienwohnung mit ganz vielen niedlichen Details. Lass das Auto einfach auf dem dazu gehörenden Privatparkplatz stehen und fahre mit dem Bus nach Salzburg. Die Bushaltestelle “Viehhausen Schweizersiedlung” erreichst du zu Fuß in 5 Minuten, die Busfahrt dauert wie gesagt nur 15 Minuten.

Wir haben die Ferienwohnung selbst bezahlt. Ich erhalte für diese Empfehlung keinerlei Vergütung. Werbung mache ich, wie immer, nur aus absoluter Überzeugung. Bei Airbnb findest du die Unterkunft hier.


Für’s leibliche Wohl

Frühstücken im Café Classic

Direkt am Makartplatz mit der wunderschönen Dreifaltigkeitskirche befindet sich das Café Classic. Im gemütlichen Außenbereich kannst du in den wärmeren Monaten gemütlich frühstücken und anschließend gestärkt in den Tag starten. Außerdem gibt es auch ein Mittagsmenü sowie Kaffee, Kuchen, Torten und leckeren hausgemachten Strudel.


Die Mozartkugel

Ein ganz berühmtes Highlight von Salzburg ist natürlich die Mozartkugel. Die kleine Leckerei besteht aus Marzipan, Pistazien und Nougat, kugelig geformt und umhüllt mit Schokolade. Die originale und erste Mozartkugel soll im Jahr 1890 vom österreichischen Konditor Paul Fürst erfunden worden sein. Noch heute gibt es in Salzburg vier Standorte der Konditorei Fürst, wo du die “Original Salzburger Mozartkugel” kaufen kannst. Auf der Stadtkarte habe ich die vier Standorte mit einem lila Herz markiert.

Von Mitte September bis Anfang Juni kannst du die originalen Mozartkugeln auch direkt bei der Konditorei Fürst bestellen und nach Hause liefern lassen. Eine Packung mit 10 Stück kostet beispielsweise 15 Euro (plus Versandkosten). Den Online Shop findest du hier.


Und noch mehr zu sehen

Wenn du mehrere Tage in Salzburg unterwegs bist, gibt es natürlich noch viel mehr zu sehen und entdecken. Hier habe ich ein paar weitere Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten für dich:

  • Schloss Hellbrunn
  • Haus der Natur
  • Museum der Moderne Salzburg
  • Die Prunkräume des DomQuartier Salzburg
  • Schloss Leopoldskron mit Weiher
  • Dreifaltigkeitskirche
  • Erzabtei Sankt Peter mit Petersfriedhof
  • Kapuzinerberg

Warst du auch schon mal in Salzburg und hast weitere Tipps und schöne Ausflugsziele? Dann schreib mir doch gerne in den Kommentaren!


Offenlegung: Wir haben die komplette Reise selbst bezahlt.

Werbung, unbeauftragt! – Dies ist ein redaktioneller Beitrag, der unbeabsichtigt eine werbende Wirkung haben könnte. Ich wurde von keinem Unternehmen dazu beauftragt und erhalte keine Vergütung für meine Empfehlungen und Verlinkungen.


Ein Kommentar

  1. Wer braucht schon n Reiseführer wenn er deine Reiseberichte liest. Ich bin derart begeistert dass ich genau diese Salzburg Tour machen werde sobald es sich einrichten lässt, due Vorfreude darauf ist jetzt schon groß danke dafür!!!!!!!

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