Österreich liegt mitten in Europa und hat etwa 9 Millionen Einwohner. Direkt an der Grenze zu Deutschland, in der Nähe von Berchtesgaden und Bad Reichenhall liegt das Salzburger Land. Die Landschaft ist geprägt von imposanten Gebirgen, dichten Wäldern und märchenhaften Seen und Flüssen. Die Landeshauptstadt ist, wie der Name schon sagt, Salzburg.

Salzburg ist nicht nur die Geburtsstadt von Mozart, sondern auch Österreichs Bierhauptstadt mit elf Brauereien und einer über 600 Jahre alten Bierbraukultur. Der Bierwanderweg verbindet die Brauereien und bietet neben ganz viel Bier auch viele spannende Infos. Weitere berühmte Sehenswürdigkeiten vom Salzburger Land sind die Festung Hohensalzburg, die Großglockner-Hochalpenstraße, die Burg Hohenwerfen, die Untersbergbahn, das Kitzsteinhorn, das Salzbergwerk in Hallein oder die Eisriesenwelt im Tennengebirge.

Wir haben einen Kurztrip ins Salzburger Land gemacht und uns die Umgebung in drei Tagen etwas näher angeschaut. Übernachtet haben wir in einer Ferienwohnung des Laschensky Guts in der Ortschaft Viehhausen im Bezirk Salzburg-Umgebung. So hatten wir Landleben pur auf einem tollen regionalen Bauernhof mit lieben zweibeinigen und vierbeinigen Hofbewohnern und einem wunderschönen Blick ins Grüne. Und das alles nur 15 Bus-Minuten entfernt von der Großstadt.


Inhaltsverzeichnis

  1. Unsere kleine Standort-Rundreise rund um Salzburg
  2. Die Bachlalm im Filzmoos
    1. Das Dachsteinmassiv
    2. Wanderung zur Bachlalm
    3. Safari mal anders
  3. Der Wolfgangsee
    1. Anlegestellen im Überblick
    2. Ausflugstipps am Wolfgangsee
    3. St. Wolfgang im Salzkammergut
  4. Die Mozartstadt Salzburg
  5. Ein Abstecher nach Oberösterreich: Hallstatt
    1. Märchenhafte Idylle vs. Massentourismus
    2. Und was ist die Lösung?
    3. Die schönsten Sehenswürdigkeiten
  6. Unterkunftstipp
  7. Und noch mehr zu sehen

Unsere kleine Standort-Rundreise rund um Salzburg

Tag 1:
Nach unserer ersten Nacht in der Ferienwohnung haben wir unsere Rucksäcke gepackt und sind losgefahren in Richtung Bachlalm. Nach der Wanderung gab’s am Nachmittag noch einen Abstecher nach Oberösterreich, wo wir Hallstatt erkundeten. Die Route ist etwa 260 Kilometer lang, mit einer reinen Fahrzeit von knapp 4 Stunden, unterteilt in 3 Etappen. Die Strecke führt durch tiefe Täler, vorbei an imposanten Bergen und türkisblauen Flüssen. Straffes Programm für einen Tag, wenn man jedoch nur drei Tage zur Verfügung hat, geht es manchmal nicht anders. Da wir keine Vignette hatten, haben wir übrigens die Route ohne Autobahn gewählt. Landschaftlich ist das natürlich so auch oftmals viel schöner.

Tag 2:
Den nächsten Tag sind wir dann etwas entspannter angegangen und haben uns für einen Ausflug zum Wolfgangsee entschieden. Mit dem Schiff sind wir von St. Gilgen nach St. Wolfgang gefahren und haben dort das Städtchen erkundet. Die Strecke von Viehhausen bis St. Gilgen ist pro Weg 48 Kilometer lang. Insgesamt waren wir an diesem Tag etwa 1,5 Stunden im Auto unterwegs. Die Route führt übrigens vorbei am wunderschönen Fuschlsee. Leider war dort an diesem Feiertag so viel los, dass es keine Parkmöglichkeit für einen kurzen Stopp gab. Ansonsten hätten wir das zu gern gemacht.

Tag 3:
Wenn du, so wie wir, ganz in der Nähe von Salzburg übernachtest, kannst du jetzt dein Auto stehen lassen. Wir sind mit dem ganz normalen Linienbus innerhalb von 15 Minuten in die Innenstadt von Salzburg gefahren. Pro Weg und Person kostet das ungefähr 2-3 Euro. Die Busse fahren etwa alle 30 Minuten.


Im Folgenden zeige ich dir die einzelnen Ausflugsziele ein bisschen genauer. Vielleicht ist ja auch für deine nächste Österreich-Reise etwas dabei. Zum Schluss gibt es noch einen Unterkunftstipp und einen Überblick an weiteren spannenden Sehenswürdigkeiten, die sich in der Umgebung befinden.


Die Bachlalm im Filzmoos

Mit dem Auto fährst du entweder über die A10 oder die B99 bis nach Eben im Pongau. Anschließend biegst du ab auf die Filzmooserstraße in Richtung Filzmoos. Schließlich führt dich die idyllische Filzmooser Landesstraße bis zur Grenze vom Salzburger Land und der Steiermark. Und ganz genau hier befindet sich der Wanderparkplatz zur Bachlalm / Maralm. Wenn du vormittags vor 9 Uhr ankommst, solltest du hier auch noch ein Plätzchen für dein Auto finden.

Standort Wanderparkplatz: 47°26’39.9″N 13°34’53.2″E

Das Dachsteinmassiv

Anreise

Während du gemütlich über die Filzmooser Landesstraße fährst, blitzen in der Frontscheibe immer wieder beeindruckend hohe, und Anfang Juni auch noch schneebedeckte, Berge auf. Je näher du deinem Ziel kommst, desto gigantischer wird diese Gebirgsgruppe. Einige Gipfel erreichen eine Höhe von fast 3.000 Meter. Das ist das Dachsteinmassiv, welches zu den Nördlichen Kalkalpen gehört und sich genau auf dem Dreiländereck befindet: Salzburger Land, Steiermark und Oberösterreich.

Wissenswertes

Die drei höchsten Gipfel sind der Hohe Dachstein mit 2.995 Metern (Grenze Steiermark / Oberösterreich), der Torstein mit 2.948 Metern (Grenze Salzburger Land / Oberösterreich) und der Mitterspitz mit 2.925 Metern (Grenze Oberösterreich / Steiermark). Übrigens befindet sich im Dachsteinmassiv die größte Gletschergruppe der Nördlichen Kalkalpen. Die flächenmäßig größten Gletscher sind der Hallstätter Gletscher (3,58 km²), der Große Goslaugletscher (1,37 km²) und der Schladminger Gletscher (0,68 km²). Außerdem gibt es noch ein paar kleinere Gletscher, die leider langsam der Klimaerwärmung zum Opfer fallen.

Im Inneren des Dachsteinmassivs gibt es einige recht große Höhlen, so zum Beispiel die 112 Kilometer lange Hirlatzhöhle. Sie ist die drittgrößte Höhle in ganz Österreich und wurde 1971 zum Naturdenkmal erklärt. Das gesamte Dachsteinmassiv gehört außerdem zum UNESCO-Welterbegebiet Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut.

Ausflugsziele im Dachsteinmassiv

Wenn du ein bisschen mehr Zeit mitbringst als wir, gibt es hier wirklich richtig viele Möglichkeiten, die Welt der Berge zu entdecken. Hier habe ich ein paar Beispiele für dich rausgesucht.

  • Erkundungstour durch die Dachsteiner Höhlenwelt. Nimm an einer Abenteuerführung durch die unterirdischen Höhlen im Dachsteinmassiv teil. Informationen und Tickets findet du hier.
  • Erlebe den spektakulären Ausblick über das Gebirge auf der freischwebenden Aussichtsplattform 5fingers in einer Höhe von 500 Metern über dem Grund. Hinauf kommst du mit der Dachstein Krippenstein-Seilbahn in Obertraun. Das Ticket für eine Berg- und Talfahrt kostet 34 Euro.
  • Genieße die schöne Landschaft auf dem Heilbronner Rundwanderweg. Du fährst mit der Krippenstein-Seilbahn zur Station Krippenstein und erreichst nach einer dreistündigen Wanderung die Station Gjaid. Dort kannst du dich natürlich im Gipfelbuch eintragen.
  • Lass dich verzaubern von der einzigartigen Eiswelt des Dachstein Gletschers. Das sogenannte Gletscher Erlebnis hat einige spektakuläre Highlights zu bieten. Zuerst fährst du mit der Panoramagondel nach oben (Kosten: ca. 40 Euro, Berg- und Talfahrt). Dort erwartet dich der Skywalk, eine Aussichtsplattform aus Glas in 250 Metern über dem Abgrund (kostenlos). Anschließend gelangst du über Österreichs höchstgelegene Hängebrücke – mit schwindelerregendem Blick in 400 Meter Tiefe – zum Eispalast. Dort erwarten dich beeindruckende, geschnitzte Skulpturen aus Eis. Falls du immer noch nicht genug hast vom Nervenkitzel in luftiger Höhe, kannst du noch die 14 Stufen zur Treppe ins Nichts hinabsteigen. Die Hängebrücke, der Eispalast und die Treppe ins Nichts kosten insgesamt 10 Euro Eintritt. Alle weiteren Informationen findest du hier.

Wanderung zur Bachlalm

Angekommen am Wanderparkplatz Bachlalm / Maralm beginnt nun eine – je nach Wetterbedingungen – schweißtreibende Wanderung hinauf zur Bachlalm. Denn vom Startpunkt aus geht es für die 4 Kilometer lange Strecke ordentliche 400 Höhenmeter nur bergauf. Bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad wird einem da ganz schön warm. An den richtig steilen Abschnitten wird der Anstieg durch seichte Serpentinen deutlich erleichtert. Und nach ein paar Atem- und Trinkpausen im Schatten haben wir es dann an den Fuß des 2.247 Meter hohen Rettenstein/Rötelstein geschafft.

Erholung pur!

Noch ein letzter steiler Anstieg und einmal um die Kurve und du hast das Ziel nach 1 bis 1,5 Stunden erreicht. Am Hang zwischen Filzmoos und Ramsau befindet sich der gemütliche Gasthof Bachlalm. Hier gibt es in den Sommermonaten täglich (außer dienstags) von 11:00 bis 16:30 kalte und warme Leckereien. Auf einer schönen Blumenwiese mit Aussicht auf das Dachsteinmassiv kannst du dich hier stärken. Ich habe mich für den Kaiserschmarrn entschieden und kann diesen zu hundert Prozent weiterempfehlen. Ich bin ziemlich sicher, dass das der beste Kaiserschmarrn meines Lebens war!

Ausgangspunkt zum Weiterwandern

Wenn du jetzt noch Zeit und Lust hast, dann kannst du deine Wanderung nach der Stärkung fortsetzen. Denn genau hier beginnt der nächste Wanderweg Rund um den Rettenstein. Der Rundweg führt dich auf einer Strecke von 14 Kilomentern über verschiedene Almen, vorbei an der Ferienanlage Reithof, am Haus Ellbrunn, an der Jausenstation Rettensteinhütte, an der Krahlehenhütte, an der Sulzenalm – Wallehenhütte und schließlich wieder zurück zur Bachlalm. Für diese Wanderung benötigst du ohne Pausen 6,5 Stunden. Jedoch gibt es unterwegs, zum Beispiel auf der Sulzenalm, auch Übernachtungsmöglichkeiten. Die Wanderung ist nicht ohne! Du solltest eine sehr gute Kondition und gute Trittsicherheit haben. Außerdem ist festes Schuhwerk nötig und die Wanderplattform Komoot rät zu alpiner Erfahrung.

Safari mal anders

Endlich kann ich dir vom absoluten Highlight meiner dreitägigen Österreich-Reise erzählen! Jeder, der mich kennt, weiß, dass es Tiere sind, die mich am besten verzaubern können. Also bin ich bei einer Safari natürlich sofort am Start! Allerdings erwarten dich auf der Bachlalm nicht die Big Five, sondern eher Österreichs Small Five. Mit etwas Glück vielleicht sogar mehr als fünf!

Jetzt heißt es aber erst Mal leise sein, den Hang hoch kraxeln und auf einem Felsen möglichst still sitzen und abwarten. Und wenn du jetzt geduldig bist, wirst du mit großer Sicherheit belohnt und siehst die kleinen Kerlchen nach einer Weile in der Ferne vorbei huschen oder eher “wetzen”, wie der Österreicher sagt. Genau so passiert es auch uns und während wir gespannt auf das niedliche Treiben in der Ferne starren, raschelt es plötzlich hinter uns – und zwar UNMITTELBAR hinter uns! Erschrocken drehen wir uns um und blicken direkt in die kleinen, tiefschwarzen Knopfaugen. Da sitzt’s! Das Murmeltier! Es pirscht sich an uns heran und ist vermutlich auf der Suche nach einer Möhre. Denn das sind die flinken Tierchen hier gewohnt. Sie wissen, dass die freundlichen Wanderer sie großzügig mit Äpfeln und Möhren versorgen. Dafür ist die Bachlalm nämlich berühmt.

Achtung! Auch wenn die Murmeltiere wirklich niedlich sind, bleiben es Wildtiere und sind nicht zum kuscheln da. Natürlich können sie beißen und brauchen ihre Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Wir sind zu Gast auf ihrer Alm, also geben sie das Tempo und den Ton an. Nähere dich den sensiblen Tieren vorsichtig und bedränge sie auf keinen Fall! Füttere sie nicht mit etwas anderem als Möhren oder Äpfel und lasse keinen Müll in ihrer Heimat zurück. Das tun sie bei dir ja auch nicht! 😉

Tierkunde

Das Alpenmurmeltier gehört zur Familie der Hörnchen und wird 40 bis 50 Zentimeter groß. Sie wiegen mindestens 3 Kilogramm, außer während ihres sechs- bis siebenmonatigen Winterschlafs. In dieser Zeit verlieren sie bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts. Grundsätzlich lebt das Murmeltier auf einer Höhe von mindestens 800 Metern, das Alpenmurmeltier mag jedoch am liebsten alpine Regionen ab Beginn der jeweiligen Baumgrenze. So sind sie schon mal auf einer Höhe von 3.000 Metern bis knapp unter den Gletschern anzutreffen. Die flauschigen Vierbeiner ernähren sich vorwiegend von Wurzeln, Blättern, Blüten, Kräutern und Gräsern (oder eben Möhren und Äpfel).

Alpenmurmeltiere sind tagaktiv und leben in Gruppen mit bis zu 20 Tieren. Der Murmeltierbau besteht nach einigen Generationen aus einer Vielzahl an Tunneln, Höhlen und unterirdischen Kammern. Hier können sie sich bei Gefahr und Hitze zurückziehen und hier schlafen sie natürlich auch. Sollte sich ein Raubvogel nähern, werden die Artgenossen durch schrille Pfiffe gewarnt. Die Weibchen bekommen zwei bis sechs Jungtiere, die bei der Geburt nur knapp 30 Gramm wiegen.

Wenn du noch mehr über die Alpenmurmeltiere auf der Bachlalm lernen möchtest, kannst du an einer eineinhalbstündigen Murmeltier-Tour teilnehmen. Mehr Informationen dazu findest du hier.


Der Wolfgangsee

Von Salzburg aus fährst du auf der B158 zunächst vorbei am Fuschlsee bevor du schließlich St. Gilgen am nördlichen Ufer des Wolfgangsees erreichst. Hier gibt es einige Parkplätze, um das Auto für ein paar Stunden oder einen Tag abzustellen. Am St. Gilgen Busparkplatz kostet das Tagesticket 4,50 Euro, dieser war bei unserem Besuch jedoch voll. Also sind wir ein Stückchen weiter weg gefahren und haben das Auto auf dem Parkplatz Steinklüftstraße abgestellt. Hier darf man nur 3 Stunden stehen bleiben. Das Ticket kostet 3 Euro gekostet.

Standort St. Gilgen Busparkplatz: 47°45’50.4″N 13°22’01.3″E
Standort Parkplatz Steinklüftstraße: 47°46’05.3″N 13°21’47.9″E

Anschließend kannst du dir entweder St. Gilgen anschauen oder mit dem Schiff den Wolfgangsee erkunden. Wir haben uns für zweiteres entschieden, also nichts wie Leinen los! Wenn du ein bisschen Zeit mitbringst, kann ich dir auf jeden Fall das WolfgangseeTicket für 22,50 Euro pro Person empfehlen. Damit darfst du an allen sieben Anlegestellen ein Mal ein- und aussteigen und somit all die schönen Orte rund um den See erkunden. Das muss wirklich traumhaft sein!

Anlegestellen im Überblick

  • St. Gilgen
  • Fürberg
  • Ried Falkenstein
  • St. Wolfgang Schafbergbahn
  • St. Wolfgang Markt
  • Gschwendt
  • Strobl

Wir haben uns sozusagen den halben Wolfgangsee vom Schiff aus angeschaut und waren total begeistert von der wunderschönen Natur. An den Haltestellen Fürberg und Ried Falkenstein erwartet dich eine Mischung aus Karibik und Kanada. Das Wasser in den verschiedensten Blau- und Türkistönen und am Ufer dichte Wälder, schroffe Felsen und Berge – richtig schön! Es gibt viele Stege und Bootshäuser, die direkt ins Wasser gebaut sind. Ein Traum zum Baden und Paddeln!

Ausflugstipps am Wolfgangsee

  • Dem actionreichen Wassersport-Erlebnis sind hier keine Grenzen gesetzt! Es gibt so ziemlich alles, was du dir vorstellen kannst: Wasserski, Tretboot fahren, Surfen und Windsurfen, Stand Up Paddling, Segeln, Rudern und vieles mehr. Infos zu den Wassersportzentren findest du hier.
  • Zwischen den Gipfeln des Schafberg, Zwölferhorn und Postalm gelegen, bieten sich am Wolfgangsee auch tolle Wandermöglichkeiten mit einem faszinierenden Blick aufs Wasser. Ganz besonders praktisch ist hierfür die Gipfelstürmer App, die Kartenmaterial, Wanderrouten, Informationen und vieles mehr beinhaltet. Die App ist extra für Wanderungen rund um den Wolfgangsee entwickelt worden.
  • Fahre mit der Zwölferhorn-Seilbahn oder mit der Schafbergbahn hinauf in die Berge und genieße einen einzigartigen Panoramablick über die malerische Landschaft. Mehr Infos dazu findest du hier und hier.
  • Wenn du dich einfach mal erholen möchtest und eine ordentliche Portion Entspannung suchst, dann wirst du in einer der drei Wellness-Oasen fündig: die Wellness Alm in St. Wolfgang, das Narzissen Vital Resort in Bad Aussee (etwa 30 Minuten entfernt vom Wolfgangsee) und die EuroTherme in Bad Ischl (etwa 10 Minuten entfernt vom Wolfgangsee).
  • Noch nicht genügend Seen gesehen? 😉 Dann wäre der Schwarzensee eine tolle Ausflugsmöglichkeit. Dieser liegt genau zwischen Schafberg und Wolfgangsee auf einer Höhe von 716 Metern. Am Südufer befindet sich ein Besucherparkplatz (47°44’48.4″N 13°30’14.8″E) und für den 4 Kilometer langen Rundweg benötigst du ungefähr eine Stunde.

St. Wolfgang im Salzkammergut

Nach etwa 45 Minuten Schifffahrt durch die traumhafte, blaue Idylle erreichen wir die Anlegestelle St. Wolfgang Markt und gehen von Bord, um uns den berühmten Ort anzuschauen. Berühmt? Ja genau, denn St. Wolfgang ist der Spielort der Operette “Im weißen Rößl” des schweizer Komponisten Ralph Benatzky aus dem Jahr 1930. Und so harmonisch, wie sich das Örtchen an das Ufer des Wolfgangsees schmiegt, kann ich mir das sehr gut erklären. Schon vom Schiff aus bietet sich ein unverwechselbarer Blick auf die hübsche Kirche, die umliegenden Häuser und die majestätischen Berge im Hintergrund.

Die Gemeinde St. Wolfgang hat heute rund 2.800 Einwohner und liegt schon hinter der Salzburger Grenze im Bundesland Oberösterreich. Benannt wurde der Ort nach dem heiligen Wolfgang, dem zahlreiche Wundertaten und Heilungen zugesprochen wurden. Im 15. und 16. Jahrhundert war St. Wolfgang eine sehr berühmter Pilgerstätte.

Bei einem Spaziergang durch die Straßen erwarten dich tolle Gerüche von heimischen Köstlichkeiten, die Klänge von zünftigen Blaskapellen und natürlich auch ein paar Souvenirgeschäfte. In der Markt Straße zwischen Kalvarienbergweg und St. Wolfgang Kirche haben wir viele Geschäfte mit handgefertigten Produkten, traditionellen Lebensmitteln und regionalen Spezialitäten entdeckt. Leider war ordentlich was los, ansonsten hätte ich so gerne ein bisschen in den Läden gestöbert. Vielleicht kannst du ja unter der Woche mal vorbeischauen, dann dürfte weniger Andrang sein.

In St. Wolfgang hat mir die Kirche, der wunderschöne Vorplatz mit überdachtem Brunnen und der außenliegende Rundgang um die Kirche mit bogenförmigen Segmentfenstern gefallen. Von dort aus hast du einen so genialen Blick auf den Wolfgangsee!


Die Mozartstadt Salzburg

Salzburg ist die Hauptstadt des Salzburger Landes und hat etwa 150.000 Einwohner. Die Altstadt liegt sehr zentral direkt an der Salzach und ist prima zu Fuß zu erkunden. Berühmt ist Salzburg vor allem als Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart, welcher auch bis zu seinem 25. Lebensjahr in der Stadt lebte, bevor er nach Wien zog. Ihm zu Ehren erfand der Salzburger Konditor Paul Fürst im Jahr 1890 die Mozartkugeln, welche auch heute noch zu den beliebtesten Souvenirs aus Salzburg gehören.

Wenn du nur einen Tag in der Stadt bist und trotzdem die schönsten Spots und Sehenswürdigkeiten anschauen möchtest, habe ich hier einen Rundweg für dich zusammengestellt. Wir haben für die Runde ganz gemütlich, mit Anschauen, Fotos machen, frühstücken, Aussicht genießen und mit einigen Pausen etwa 5 Stunden gebraucht. Einige Sehenswürdigkeiten kannst du (außerhalb der Pandemie) auch von innen anschauen. Dann würde ich nochmal 2-3 Stunden mehr Zeit einplanen. Die Start- und Ziel-Punkte befinden sich direkt an der Bushaltestelle Landeskrankenhaus. Diese erreichst du mit den Linien 21, 24, 27 und 28 sowie mit den Obus-Linien 4, 7 und 9.

Mehr dazu in Kürze im Salzburg-Beitrag.


Ein Abstecher nach Oberösterreich: Hallstatt

Die kleine Gemeinde Hallstatt liegt zwischen dem funkelnden Hallstätter See und dem Dachsteinmassiv in Oberösterreich. Seit 1997 gehört der Ort zur UNESCO-Welterbestätte Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut. Hallstatt ist so berühmt, dass trotz seiner geringen Fläche und der wenigen Einwohner – nur etwa 750 – jedes Jahr eine Million Touristen durch die Straßen ströhmen.

Märchenhafte Idylle vs. Massentourismus

Schmale und verwinkelte Gassen, Jahrhunderte alte Holzhäuschen mit verzierten Fassaden und Balkonen, enge und steile Treppen, die sich zwischen den Häusern nach oben schlängeln, eine wunderschöne Kirche, die schon von weitem zu sehen ist, über 70 denkmalgeschützte Gebäude – was braucht ein Ort mehr, um zu einer der berühmtesten Touristenattraktionen Europas zu werden?

Achja richtig, Instagram! Die schneeweißen Schwäne schwimmen mit ihren niedlichen Jungtieren so idyllisch über den dunkelblauen Hallstätter See, dass man sich fast die Augen reibt. Ist das die Wirklichkeit oder bin ich in einem Disneyfilm gelandet? Dazu kommt ein Aussichtspunkt, von welchem du DAS einzig wahre Postkartenmotiv erblickst. Perfekter und magischer als Hallstatt kannst du dir kein Dörfchen in den Alpen vorstellen. Ja, das alles stimmt wirklich. Es ist ein faszinierender Ort, aber vielleicht haben es die Influencer hier ein bisschen übertrieben. Denn davon wimmelt es hier zu normalen Zeiten geradezu. Und jeder möchte das eine perfekte Foto schießen, das möglichst viele Likes in den sozialen Medien bringt. Und wenn das Foto im Kasten ist? Dann packen sie ihr Stativ zusammen und fahren wieder weg! Für mich unvorstellbar an so einem schönen Ort, an dem man nach Stunden noch nicht jede hübsche Ecke entdeckt hat.

In Asien ist das Bergdorf auch schon einige Jahre bekannt. Das entstand durch eine beliebte, südkoreanische Serie, die in Hallstatt gedreht wurde. Es wurde sogar so berühmt, dass Hallstatt in einer chinesischen Provinz nachgebaut wurde. Und seitdem stauen sich täglich unzählige Reisebusse auf den vollgequetschten Parkplätzen, um die Touristen aus aller Welt im nicht mehr so beschaulichen Hallstatt abzuladen. Hast du schon mal was von Overtourism gehört? Hallstatt ist das beste Beispiel dafür.

Und was ist die Lösung?

Ganz einfach! Sei nicht so, wie die anderen! Denn die wundervolle Gemeinde, die Umwelt, die Natur und die Bewohner leiden sehr unter dem extremen Massentourismus. Darum halte dich bitte unbedingt an die Regeln, die überall in Hallstatt auf Schildern zu lesen sind. Respektiere die Privatsphäre der Einwohner, betrete keine Privatgrundstücke, nimm deinen Müll wieder mit, füttere die Schwäne nicht (das kann für die Tiere sogar tödlich enden), lass deine Drohne im Rucksack und verhalte dich so, wie du dich auch bei dir Zuhause verhalten würdest.

Anreise und Parken

Da die Parkplätze rund um Hallstatt sowieso aus allen Nähten platzen, reise doch mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Ich habe das Auto einfach ein paar Orte davor abgestellt und bin mit dem ganz normalen Linienbus nach Hallstatt gefahren. Das klappt super, kostet nicht viel und du bist sofort im Zentrum. Außerdem kannst du auch mit dem Zug anreisen. Dieser hält auf der anderen Seeseite und anschließend bringt dich eine Fähre hinüber nach Hallstatt. Einen einmaligen Blick vom Wasser aus bekommst du inklusive. Und komme am besten nicht zu den Stoßzeiten, sodass das Örtchen nicht so überflutet wird. Früh morgens oder gegen Abend ist viel weniger los.


Und mein letzter Tipp: Nimm dir doch Zeit, um dich so richtig auf das schöne Hallstatt einzulassen. Glaube mir, es gibt viel mehr zu entdecken, als den weltberühmten Aussichtspunkt, den eh schon jeder kennt. Und wenn du durch die Gassen schlenderst, sei rücksichtsvoll, hinterlasse keinen Abfall und mach keinen Lärm. Eigentlich gar nicht so schwer? Es wäre schön, wenn es einfach alle so machen würden.

Eine Auszeit

Auch wenn es nicht so viele Vorteile der Pandemie gibt. Hier habe ich einen richtig großen gefunden! Wie zum Beispiel auch Venedig, so atmet ebenso Hallstatt zur Zeit mal richtig durch. Ich kann es nicht glauben, was für ein Privileg es für mich war, diesen weltberühmten Ort ganz ohne Touristen kennenzulernen. Ich bin mutterseelenallein gegen 17:30 Uhr durch die Sträßchen gewandelt und habe einfach niemanden getroffen. Ende Mai 2021 durfte die Gastronomie wieder öffnen und so saßen hier und da noch ein paar Besucher im Straßencafé. Auch in den unzähligen Souvenirläden war der ein oder andere Österreich-Urlauber zu sehen.

Aber als ich schließlich an DEM EINEN Aussichtspunkt ankam, war ich dort der einzige Mensch, der das einzigartige Postkartenmotiv in sich aufsog und ganz tief im Herzen abspeicherte. Auch, wenn ich es wirklich nicht oft sage: Danke Corona! Du hast der Welt und der Natur mal eine Pause gegönnt! – Jetzt darf es aber gerne wieder weitergehen. Aber ich hoffe, jeder hat etwas aus der Zeit gelernt. Und vielleicht profitiert Hallstatt davon und kann mit einem neuen Tourismuskonzept ganz von vorne beginnen.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten

Wenn du dir Hallstatt auch einmal anschauen möchtest – mit hoffentlich nicht so vielen Touristen – dann habe ich hier noch die schönsten Sehenswürdigkeiten zusammengefasst.

  • Wandere auf den idyllischen Fußwegen und Treppen hinauf zum Hallberg.
  • Schaue dir den Ortskern mit dem farbenfrohen Marktplatz an.
  • Genieße unterwegs die unzähligen Aussichtspunkte auf den Hallstätter See.
  • Es gibt in Hallstatt auch einen 90 Meter hohen Wasserfall. Nichts wie hin!
  • Miete dir beim Bootsverleih ein Tretboot und bestaune Hallstatt von einer anderen Perspektive.
  • Vom Hallstatt Skywalk erlebst du den sogenannten Welterbeblick auf den berühmten Ort. Du kannst die knapp 300 Höhenmeter zu Fuß hinauf gehen. Dafür brauchst du etwa eine Stunde. Anderenfalls kannst du für 18 Euro (hin und zurück) mit der Salzbergbahn nach oben fahren.
  • Lerne mehr über Hallstatt im Welterbemuseum.
  • Schaue dir die Kirche von Hallstatt und die Evangelische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt genauer an.
  • Ach und wenn du eh schon hier bist. Vielleicht hast du ja Glück und beim Postkarten-Aussichtspunkt in der Gosaumühlstraße ist gerade nicht so viel los. 😉

Übrigens! Das mit dem Disneyfilm war gar nicht so weit hergeholt. Es gibt hartnäckige Gerüchte, dass Hallstatt für den Film “Frozen” als Vorlage diente. So soll Elsas Königreich Arendelle dem Alpendörfchen nachempfunden sein. Vielleicht entdeckst du ja Parallelen, nachdem du Hallstatt besucht hast…


Unterkunftstipp

Wenn du das Landleben und die Tiere genauso sehr liebst wie wir, dann habe ich hier einen tollen Tipp für dich. Wir haben in einer Ferienwohnung auf dem Laschensky Hof übernachtet, nur 15 Autominuten von Salzburg entfernt und dennoch umgeben von Bergen, grünen Wiesen und ganz vielen Vierbeinern. Auf dem Hof gibt es Ziegen, Schafe, Kühe, Esel, Hasen und ein Pferd. Und wenn du Lust hast auf einen richtigen Urlaub auf dem Bauernhof, dann darfst du auch auf dem Hof mithelfen. Außerdem gibt es jeden Tag frische Eier, Milch und Joghurt im Outdoor-Hofkühlschrank.

Unsere Wohnung Nr. 203 hatte zwei(!) Balkone, eine tolle Einbauküche mit Spülmaschine, Herd, Backofen und Kaffeemaschine sowie ein modernes Bad, Essbereich und Schlafzimmer. Es gibt an jedem Fenster elektrische Fensterläden und auf einem Bauernhof besonders praktisch: Fliegengitter ebenfalls an jedem Fenster. Insgesamt ist das Ferienhaus wunderschön und liebevoll gestaltet mit ganz vielen niedlichen Details.

Wir haben die Ferienwohnung selbst bezahlt. Ich erhalte für diese Empfehlung keinerlei Vergütung. Werbung mache ich, wie immer, nur aus absoluter Überzeugung. In diesem Fall ganz besonders, denn bei artgerechter und liebevoller Tierhaltung, Nachhaltigkeit und regionalen Lebensmitteln geht mir das Herz auf! ♥


Und noch mehr zu sehen

Wenn du länger als drei Tage im Salzburger Land unterwegs bist, gibt es natürlich noch viel mehr zu sehen und entdecken. Hier habe ich ein paar weitere Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten für dich:

  • Gelange mit der Untersbergbahn in luftige Höhen.
  • Das Schloss Hellbrunn mit prachtvoller Anlage, Barockgarten und Wasserspielen ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.
  • Genieße die Aussicht vom Gaisberg.
  • Besuche den Gollinger Wasserfall und die Krimmler Wasserfälle.
  • Fahre entlang der berühmtesten Alpenstraße der Ostalpen: Großglockner Hochalpenstraße.
  • Erkunde die beiden türkisblauen Kaprun Hochgebirgsstauseen.
  • Seit tausenden Jahren spülen Wildbäche Täler in das Gestein, woraus schließlich einzigartige Naturlandschaften entstehen – die sogenannten Klammen. Besuche die Lammerklamm Scheffau, die Sigmund Thun Klamm, die Seisenbergklamm oder die Strubklamm.
  • Umrunde den Fuschlsee in einer dreistündigen Wanderung. Noch idyllischer geht’s mit dem Zillenboot “Fuschlerin” bei einer 40minütigen Seerundfahrt.

Warst du auch schon mal im Salzburger Land unterwegs und hast weitere schöne Ausflugstipps? Dann schreib mir doch gerne in den Kommentaren!


Offenlegung: Wir haben die komplette Reise selbst bezahlt.

Werbung, unbeauftragt! – Dies ist ein redaktioneller Beitrag, der unbeabsichtigt eine werbende Wirkung haben könnte. Ich wurde von keinem Unternehmen dazu beauftragt und erhalte keine Vergütung für meine Empfehlungen und Verlinkungen.


2 Kommentare

  1. Wiedereinmal ein toller und interessanter Reisebericht!
    Sehr schöne und beeindruckende Bilder.
    Tolle Vorschläge für Unternehmungen.
    Ich schaue Deine Reiseberichte immerwieder gerne an.

  2. Hab mich bereits drauf gefreut und bin wieder total begeistert von deinem neuen Reisebericht. Die Tipps und auch die Bilder einfach wunderbar!!!

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