Was für ein wunderschönes und atemberaubendes Erlebnis! Ich finde, Wale sind einfach magisch! Sie sind umgeben von einer so beeindruckenden und faszinierenden Aura, dass man in einen regelrechten Rausch gerät, wenn ihr gigantischer Körper die Wasseroberfläche durchbricht. Über eine Stunde lang brannte sich das Strahlen in mein Gesicht, während ich dieses majestätische Tier in unmittelbarer Nähe beobachten durfte. Erfüllt von Glück, Dankbarkeit und Adrenalin schauten wir aufs Meer hinaus und warteten gespannt ab, wann und wo er wieder auftaucht. Das Wort, das dieses Erlebnis jedoch am allerbesten beschreibt, ist eigentlich ein einziges: Ehrfurcht! Wie klein und unbedeutend ist ein Mensch im Vergleich zu diesem mächtigen und stolzen Tier. Einfach nur der Wahnsinn!


Inhaltsverzeichnis


Húsavík – Die Stadt mit dem schönsten Hafen

Vor über tausend Jahren, während der Umrundung Islands, schlugen hier ein paar Wikinger ihr Lager auf, um sich vor dem kalten Winter zu schützen. Schließlich bauten sie an diesem Ort das erste Haus, der Namensgeber der “Hausbucht”, im Isländischen “Húsavík”.

Besonders berühmt ist das Städtchen heute für die Walbeobachtung mit unglaublichen 98 % Sichtungswahrscheinlichkeit. In der Bucht herrschen die perfekten Bedingungen für die riesigen Meeressäugetiere. Vor allem Buckelwale, Pottwale und Minkwale kommen hier vorbei, aber auch Tümmler und Orcas. Nur ein Tag nach unserer Whalewatching-Tour waren in der Bucht zwei Blauwale zu Besuch – die größten Tiere der Welt – leider haben wir sie knapp verpasst.



Der wunderhübsche Hafen von Húsavík sieht genau so aus, wie man sich einen Hafen in Nordeuropa vorstellt. Buntes Treiben von Fischer-, Segel- und Ausflugsbooten, viele hübsche Cafés und Restaurants, Souvenirshops und auch ein paar Museen, zum Beispiel das Walmuseum und das Heimatmuseum. Die vielen Holzhäuser mit knallbunten Fassaden verleihen dem Städtchen den typisch nordischen Charme. Übrigens: Man kann hier sogar skifahren und einen kleinen Flughafen gibt es auch.



Whalewatching

Mit dem nostalgischen Holzschiff Haukur stachen wir in See und verbachten die nächsten drei Stunden in der Bucht Skjálfandi. Zuerst ging es vorbei an der Papageientaucher-Insel Lundey, wo hundert tausende der lustigen Vögel nisten. Unzählige flatterten wie wild an den Steilküsten der Insel und tauchten wie Blitze ins Meer um Fische zu fangen.



Nachdem wir die Insel hinter uns ließen, dauerte es nur ein paar Minuten bis der stolze Buckelwal zum ersten Mal auftauchte und uns für über eine Stunde begleitete. Besonders beeindruckend war, dass der Wal sehr lange an der Wasseroberfläche spielte und immer wieder mit den weißen Brustflossen aufs Wasser schlug.



Die dreistündige Whalewatching-Tour mit Northsailing kostet rund 75 Euro pro Person. Inbegriffen ist ein schicker roter Seefahreranzug als Leihgabe, der einen den eisigen Meereswind überleben lässt. Außerdem gibt’s noch einen heißen Kakao mit einer leckeren Zimtschnecke auf hoher See. Wir waren total begeistert und würden jederzeit wieder ein paar Stunden mit den faszinierenden Meeresgiganten verbringen.

Tipp: Gegen die Seekrankheit helfen kleine runde Pflaster, die man einige Stunden vor Ausflugsbeginn hinter das Ohr klebt. Diese haben wir für knapp 10 Euro in einer isländischen Apotheke gekauft. Lohnt sich auf jeden Fall, denn der Wellengang ist echt extrem (und das selbst im recht windstillen Juni).


Infobox: Buckelwal (engl. humpback whale)

  • Größe: 12 – 20 Meter
  • Gewicht: 20 – 40 Tonnen
  • Alter: 30 – 40 Jahre
  • Aussehen: schwarze Oberseite, weiße Bauchseite
  • Nahrung: Fisch, Quallen, Tintenfische
  • Paarungszeit: ganzjährig
  • Tragzeit: 11 – 12 Monate (1 Jungtier)
  • Sozialverhalten: Einzelgänger
  • Verbreitung: weltweit


Offenlegung: Wir bezahlten diese Reise komplett selbst.

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