Bei angenehmen 13 Grad und Sonnenschein liege ich in meiner Hängematte auf dem Balkon, eingekuschelt in eine Decke und dazu eine dampfende Tasse Kaffee. So eine 14-tägige Quarantäne bedeutet, auch mal wieder Zeit für die Dinge zu haben, die man viel zu oft vernachlässigt. Da ich die Wohnung ja nicht mehr verlassen darf, öffne ich den Online Shop und suche nach einer Möglichkeit, mein Fernweh wenigstens in Gedanken ein bisschen zu stillen. Das beste Mittel hierfür sind natürlich Bücher, denn hier gelingt das ganz tiefe Eintauchen in eine andere Welt. So ist es zumindest bei mir. Die Quarantäne vergeht wie im Flug, ich verschlinge ein Buch nach dem anderen, bekomme total viele Sommersproßen in meiner Hängematte und habe ganz viel Zeit für mich und neue Inspiration.

Ich möchte dir ein paar tolle Bücher vorstellen, mit welchen du gedanklich in ferne Länder reist und tolle Abenteuer erlebst. Genau das habe ich gebraucht, um wieder neue Kraft und Hoffnung auf bessere Zeiten zu sammeln. Vielleicht ist ja auch für dich was dabei, sodass du dich in eine kleine Auszeit träumen kannst.


Inhaltsverzeichnis


1. Buchtipp: Nächsten Sommer

  • Autor: Edgar Rai
  • Genre: Roman
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 236 Seiten
  • Lesezeit Ø: ~ 4-5 Stunden

Darum geht’s:

Felix ist auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er erbt von seinem Onkel ein Haus in Südfrankreich, das er noch nie in seinem Leben gesehen hat. Also beschließt er, zusammen mit drei Freunden und einem alten VW-Bus loszufahren und das Haus zu suchen. Einfach mal alles hinter sich lassen und schauen, was einen erwartet. Unterwegs treffen die vier Freunde ein paar interessante Menschen, die sie eine Zeit lang begleiten. Die Reise entpuppt sich schon nach ein paar Stunden als aufregendes Abenteuer, was zum einen an der Mischung der unterschiedlichen Charaktere und zum anderen an dem mittelmäßig fahrtauglichen Gefährt liegt. Auch ein paar verrückte Ideen sorgen für eine Portion Spannung.

Das hat mir gut gefallen:

Beim Lesen entsteht sofort ein super Roadtrip-Feeling, was wunderschöne Landschaftsbilder von den Alpen, Bergdörfern, Seen und dem Mittelmeer erzeugt. Das Buch macht so viel Lust auf Abenteuer und Alltagsflucht, dass man am liebsten mit in den VW-Bus steigen möchte. Du beginnst immer wieder, über deinen eigenen Lebenssinn nachzudenken und hinterfragst, was du in deinem Leben erreichen willst. Ein tolles Buch für Selbstreflexion und für ganz viel Mut, einfach mal aufzubrechen.

Das hat mir nicht so gut gefallen:

Im letzten Viertel zeichnet sich eine unerwartete Wendung ab, die mich richtig mitgerissen hat. Ich konnte das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Zug durchgelesen. Nur das Ende hätte ich mir dann irgendwie noch ein bisschen klarer und ausgeschmückter gewünscht. Ist aber natürlich Geschmackssache.

Klappentext:

Und am Ende der Straße steht ein Haus am Meer
Was ist das Leben? Eine Wundertüte? Eine Losbude mit zu vielen Nieten? Kleines Drama oder großes Kino? – Ein wunderbar sehnsuchtsvolles und witziges Roadmovie, das den Sommer, die Freiheit und die Liebe atmet.

„Ein Buch, das nach Aufbruch schmeckt. Planen Sie es gleich für den Sommerurlaub ein.“ – Hans Rath

„Edgar Rai erzählt mit Wärme und Humor von den großen Themen des Lebens, von Freundschaft, Liebe und Tod, von Freiheit und Abhängigkeit.“ – FAZ

„Voller Sehnsucht und Versprechen, glitzernd wie ein Tag am Meer.“
NEON

Meine Bewertung:

  • Gesamteindruck: ♥ ♥ ♥ ♥
  • Spannung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Humor: ♥ ♥ ♥ ♥

  • Story: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Fernweh-Level: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Inspiration: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

2. Buchtipp: Picknick mit Bären

  • Originaltitel: A Walk in the Woods
  • Autor: Bill Bryson
  • Genre: Abenteuer
  • Erscheinungsjahr: 1999
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 352 Seiten
  • Lesezeit Ø: ~ 6-7 Stunden

Darum geht’s:

Warum nicht einfach mal was verrücktes tun? Das ungleiche Duo begibt sich auf eine unglaubliche Wander-Tour entlang des Appalachian Trail in den Vereinigten Staaten. Mehrere Monate sind die beiden unterwegs und wachsen jeden Tag sowohl körperlich als auch geistig über sich hinaus. Unterwegs haben sie mit den unterschiedlichsten Herausforderungen zu kämpfen. Aber ob es das unberechenbare Wetter, der schwere Rucksack oder seltsame Mitwanderer sind, die beiden Herren reiferen Alters lassen sich nur schwer aus der Ruhe bringen. Mit viel Witz und ein bisschen Landes- und Naturkunde erzählt Bill Bryson von diesem einmaligen und unvergesslichen Erlebnis.

Das hat mir gut gefallen:

Für mich gibt es nichts schöneres als Humor! Und davon steckt richtig viel in dieser Abenteuer-Erzählung. Es ist richtig lustig, sich die beiden – nicht wirklich wandertauglichen – Männer vorzustellen. Ständig haben sie mit alltäglichen Problemchen zu kämpfen, die einem in Amerikas Wildnis so begegnen. Bryson nutzt das für kurzweiligen Lesespaß und sorgt mit seinem Schreibstil für amüsante und unterhaltsame Bilder im Kopf.

Tipp: Das Buch wurde im Jahr 2015 mit Robert Redford in der Hauptrolle verfilmt. Die Handlung wurde gegen Ende ein bisschen angepasst, der Film ist aber dennoch wirklich sehenswert und lustig.

Das hat mir nicht so gut gefallen:

An manchen Stellen hat der Autor für meinen Geschmack ein bisschen viel geschichtlichen Hintergrund und biologisches Fachwissen reingepackt. Das unterbricht die fesselnde Haupthandlung hin und wieder und man kann es kaum erwarten, wann es endlich wieder mit dem urkomischen Abenteuer weitergeht.

Klappentext:

Bill Bryson will es seinen gehfaulen amerikanischen Landsleuten zeigen. Gemeinsam mit seinem Freund Katz plant er, den längsten Fußweg der Welt, den „Appalachian Trail“ zu bezwingen. Durch vierzehn Bundesstaaten der USA soll die Reise gehen und den Wanderern die großartigsten Naturschönheiten des Landes bescheren. Doch lauern allerhand Gefahren im Dickicht, und die beiden können sich auf so manche Überraschung gefasst machen …

Ein Reisebericht der etwas anderen Art – humorvoll, selbstironisch und mit einem scharfen Blick für die Marotten von Menschen und Bären!

„Der Leser wird sich dabei ertappen, wie er die Seiten mit wachsender Begeisterung verschlingt, denn er befindet sich in den Händen eines Satirikers ersten Ranges.“ – The New York Times Book Review

Meine Bewertung:

  • Gesamteindruck: ♥ ♥ ♥ ♥
  • Spannung: ♥ ♥ ♥ ♥
  • Humor: ♥ ♥ ♥ ♥
  • Story: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Fernweh-Level: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Inspiration: ♥ ♥ ♥ ♥

3. Buchtipp: Das große Los

  • Autor: Meike Winnemuth
  • Genre: Biographie, Reiseliteratur
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 336 Seiten
  • Lesezeit Ø: ~ 6 Stunden

Darum geht’s:

Meike Winnemuth gewinnt bei ‚Wer wird Millionär‘ 500.000 Euro und startet damit in ein spannendes Reise-Jahr. Genauer gesagt, verbringt sie 12 Monate in 12 verschiedenen Städten auf allen Kontinenten unseres Planeten: Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba und Havanna. Jede Stadt bringt neue Herausforderungen mit sich, mal größere, mal kleinere. Außerdem lernt Meike überall auf der Welt interessante Menschen kennen, die sie manchmal auch länger als nur einen Monat begleiten.

Jedes Kapitel ist als Brief an eine besondere Person geschrieben und beinhaltet die Erlebnisse eines Monats in der jeweiligen Metropole. In Indien und Äthiopien verbringt Meike auch ein paar Wochen außerhalb der Stadt und lernt die ländlichen Gegenden besser kennen. Schließlich geht es in diesem Buch um viel mehr als eine unvergessliche Reise. Themen wie Selbstfindung und der große Schritt, als Frau alleine die ganze Welt zu bereisen, stehen immer wieder im Vordergrund. Ein kleiner Spoiler vorne weg: Am Ende war die halbe Million gar nicht nötig, um dieses Reisejahr zu ermöglichen.

Das hat mir gut gefallen:

Ich finde, jede Frau sollte dieses Buch lesen! Meike Winnemuth zeigt auf großartige Weise, dass das Alleinreisen als Frau sehr wohl möglich ist, und zwar auf jedem Kontinent der Welt. Natürlich ist es manchmal nicht ganz einfach, aber zu schaffen ist es allemal. Und am Ende bleibt ein wahnsinnig tolles Gefühl der Selbstsicherheit. Das gilt natürlich nicht nur für das Reisen, wie die Autorin in diesem Buch immer wieder beweist. Es gilt für alle Lebenslagen. Was gibt es mehr zu sagen, als: ‚Who run the world? Girls!‘.

Und noch eine Hürde schafft Meike Winnemuth aus dem Weg, nämlich Geld. Klar, Ersparnisse sind für so ein großes Vorhaben ein angenehmes Polster, aber schließlich ist ein Jahr in der weiten Ferne alles andere als unbezahlbar. Letztendlich ist das Buch, kurz gesagt, extrem inspirierend, vielleicht sogar das inspirierendste, das ich bisher gelesen habe. In mir hat es jedenfalls richtig viel wachgerüttelt und ausgelöst. Eine andere Sichtweise auf die Dinge und eine ordentliche Erweiterung des eigenen Horizonts haben schließlich noch niemandem geschadet, oder?

Das hat mir nicht so gut gefallen:

Da kann ich schnell zum Punkt kommen: Nichts!

Klappentext:

Wie ist es, wenn man das Leben führt, vom dem alle träumen?

Meike Winnemuth berichtet von ihrem großen Gewinn, ihrem außergewöhnlichen Jahr und ihrer unglaublichen Reise um die Welt. Ein inspirierendes Buch über den Rausch der Freiheit und das Glück des Zufalls.

„Ein Buch, das Mut macht, Ballast abzuwerfen, eingefahrene Wege zu verlassen.“ – SWR

„Über ihre Erlebnisse schreibt Meike Winnemuth so selbstironisch, mitreißend und klug, dass es bald von Weltreisenden nur so wimmeln müsste.“ – TV Movie

„Der ideale Ratgeber für alle, die den Alltag mal hinter sich lassen wollen – auch wegen der guten Reisetipps.“ – Für Sie

„Wahnsinn, was diese Reise mit ihr macht – und prima, dass wir dabei sein können.“ – Zuhause Wohnen

Meine Bewertung:

  • Gesamteindruck: ♥ ♥ ♥ ♥
  • Spannung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Humor: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Story: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Fernweh-Level: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Inspiration: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

4. Buchtipp: Zwei um die Welt – in 80 Tagen ohne Geld

  • Autor: Paul u. Hansen Hoepner
  • Genre: Biographie, Reiseliteratur
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 304 Seiten
  • Lesezeit Ø: ~ 5-6 Stunden

Darum geht’s:

Der Titel verrät schon einiges. Die beiden Zwillingsbrüder Paul und Hansen starten in Berlin mit einem unglaublichen Plan. Sie wollen die Welt in 80 Tagen umrunden, allerdings ohne einen einzigen Cent in der Tasche. Um die Kosten decken zu können, arbeiten sie bei Reisebekanntschaften zuhause, verkaufen selbstgemachten Schmuck oder helfen im Foodtruck aus. Große Strecken im Landesinneren trampen die beiden, was in den meisten Ländern überraschend gut klappt. Recht bald wird den Zwillingen jedoch klar, dass der knappe Zeitplan nicht so leicht zu schaffen ist, denn das Geldverdienen nimmt ordentlich Zeit in Anspruch. Die Finanzen werden aber bald zur Nebensache. Vielmehr sind es Hilfsbereitschaft, der Glaube an ein Wunder und eine mitreißende Katastrophe gegen Ende, die den Leser voll und ganz in den Bann ziehen.

Das hat mir gut gefallen:

Ganz klar, die Emotionen! So oft musste ich das Buch zur Seite legen, um mit einem Taschentuch erst mal wieder für klare Sicht zu sorgen. Paul und Hansen begegnen so vielen verschiedenen Menschen, die alle Hebel in Bewegung setzen, um den beiden einen trockenen und sicheren Schlafplatz zu beschaffen oder sie mit Essen und Trinken zu versorgen. So viele Gesten der Nächstenliebe sind so rührend, dass wirklich kein Auge trocken bleibt. Wohlgemerkt, die beiden reise nicht nur durch westliche Länder. Ganz im Gegenteil, vorallem die Menschen in ärmeren Ländern sind so hilfsbereit, dass es kaum zu fassen ist.

Kritische Stimmen könnten fragen, warum die beiden deutschen Zwillinge die Hilfe von armen Menschen annehmen, wo sie doch sicherlich genügend Geld hätten, um eine Reise um die Welt selbst zu finanzieren. Doch ich habe schnell gemerkt, dass die Botschaft des Buchs für mich eine ganz andere ist. Sollten wir uns nicht vielmehr fragen, wie es möglich ist, dass ärmere Menschen in Asien so selbstlos und großzügig helfen, um zwei weiße Zwillingsbrüder vor Hunger und Kälte zu schützen? Wäre dieses Projekt ebenso in Deutschland auf so viel Barmherzigkeit und Menschlichkeit gestoßen, wenn Zwillingsbrüder mit anderer Hautfarbe Hilfe benötigen? Ich bin mir da nicht so sicher…

Ich würde mir wünschen, dass sehr viele Menschen dieses Buch lesen, ein bisschen darüber nachdenken und vielleicht etwas an ihrem Handeln ändern.

Das hat mir nicht so gut gefallen:

Ich habe überhaupt nichts zu kritisieren. Daumen hoch, unbedingte Empfehlung!

Klappentext:

Zwei unternehmungslustige Brüder und ein großes Abenteuer
Paul und Hansen Hoepner beschließen, per Anhalter in 80 Tagen den Globus zu umrunden. Eine feste Route haben sie nicht, und das Geld dafür wollen sie unterwegs als Gelegenheitsarbeiter und Verkäufer selbst gestalteten Schmucks zu verdienen. Ein kühner Trip mit hochgesteckten Zielen, bei dem die Uhr tickt. Und während sie versuchen, von Portugal nach Kanada zu trampen, in Japan Menschen für ihr Vorhaben zu begeistern und in Thailand an ein rettendes Wunder zu glauben, erleben sie hautnah, was es bedeutet, keinen einzigen Cent in der Tasche zu haben. Dabei lernen sie, dass eine Niederlage auch immer eine Chance werden kann.

Meine Bewertung:

  • Gesamteindruck: ♥ ♥ ♥ ♥
  • Emotion: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (…)
  • Humor: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Story: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Fernweh-Level: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Inspiration: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

5. Buchtipp: Hummeldumm

  • Autor: Tommy Jaud
  • Genre: Roman
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 320 Seiten
  • Lesezeit Ø: ~ 5-6 Stunden

Darum geht’s:

Zusammen mit sieben mehr oder weniger seltsamen Mitreisenden begeben sich Matze und Sina auf eine zweiwöchige Bustour quer durch Namibia. Das traumhafte Land wird jedoch von reichlich dummen Zufällen und mittelschweren Tragödien überschattet. Matze und Sina haben sich nämlich vor der Reise eine Eigentumswohnung ausgesucht, für welche noch eine Reservierungsgebühr bezahlt werden muss. Wie sich sicherlich jeder vorstellen kann, ist das im Jahr 2010 im namibischen Outback ohne Strom und Handyempfang nicht ganz so einfach. Außerdem wird Matze durch seine unerträgliche Reisegruppe immer wieder an den Rand des Wahnsinns gebracht.

Der einzige Lichtblick ist der sympathische und lustige Reiseleiter Bahee, der Matze hin und wieder aus der Patsche hilft und die Gruppe an (zumindest für den Leser) wunderschöne Orte Namibias führt. Matze kann die Reise schon lange nicht mehr genießen und versucht verbittert, den Wohnungskauf zu retten. Das führt schließlich immer wieder zu Streit mit Sina. Das Ende allen Übels ist, dass eine nervige Mitreisende den netten Bahee vergrault. Dieses Missverständnis muss nun auch noch aus dem Weg geräumt werden, bevor die erlösende Heimreise ansteht.

Das hat mir gut gefallen:

Auf sehr amüsante Weise macht Tommy Jaud dem Leser klar, dass man sich wirklich ganz genau überlegen sollte, ob eine Gruppenreise das richtige ist. Schließlich kann man sich seine Mitreisenden beim Buchen nicht aussuchen und eventuell wird ein atemberaubendes Land dann ganz schnell zum Alptraum. Mit viel Humor und einer großen Portion Fremdscham stehen die kuriosen Individuen im Vordergrund des Romans, was für gute Unterhaltung und kurzweiliges Lesen sorgt.

Mir hat außerdem gut gefallen, dass der Autor auf unbeschwerte Weise aufzeigt, wie dumm Klischees und niveauloses Verhalten sind. Auch Vorurteile und Rassismus werden thematisiert und nicht tabuisiert. Mein absolutes Highlight ist der Reiseleiter Bahee, der unglaublich charmant und gelassen mit all den bizarren Charakteren umzugehen weiß und jeden noch so dämlichen Kommentar mit einem ausgezeichneten Konter in die Tasche steckt.

Das hat mir nicht so gut gefallen:

Wer sich auf faszinierende Reiseerlebnisse in Namibia freut, wird vielleicht ein bisschen enttäuscht sein. Das schöne Land wird neben der haarsträubenden Reisegruppe zur Nebenrolle. Immer wieder kommen die überwältigende Landschaft und die tollen Reiseetappen zur Sprache, jedoch leider meist nur kurz und beeinträchtigt durch die nächste peinliche Entgleisung menschlichen Handelns. Dennoch eignet sich das Buch sehr gut als erheiternde Abwechslung vom Alltag.

Klappentext:

9 Trottel mit albernen Sonnenhüten.
271 gar nicht mal so wilde Tiere.
3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus.
Und weit und breit kein Handynetz.

„Beziehungen sind wichtiger als Wohnungen. Erdmännchen halten nicht alles aus. Man sollte als Mann niemals versuchen, sein Revier nach Art der Hunde zu markieren. Schlimmer kann es nicht werden. Lachen ist die beste Medizin. Dafür ist Hummeldumm perfekt.“ – WDR 1Live

„Seine Figuren sind krisengeschüttelte Antihelden und oft so liebevoll gezeichnet, dass man sie knuddeln möchte. Und Jauds federleichte Schreibkunst macht einfach gute Laune.“ – Mirjam Schmelz, Bunte

Meine Bewertung:

  • Gesamteindruck: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Spannung: ♥ ♥ ♥ ♥
  • Humor: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Story: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Fernweh-Level: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
  • Inspiration: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥


Noch ein paar Buchtipps

Hier folgen noch ein paar weitere Reise-Bücher, die mir empfohlen wurden. Falls du eines davon schon gelesen hast, lass doch gerne eine eigene Buchbewertung in den Kommentaren da!

Holy Bearshit – Eine Abenteuerreise auf der Suche nach den letzten Bären Europas

von Christian Siry

Fahrtwind – Mit dem Klapprad von Rio bis nach Kanada

von Cem Özulus

Happy Road – Dem Weg ist das Ziel egal

von Sarah Kringe


Reiss aus: 46.000 Kilometer Roadtrip durch Afrika. Oder von einer, die auszog, um leben zu lernen. Ein Reisebericht aus Afrika über eine Auszeit und Selbstfindung.

von Lena Wendt

A Girl in the Wild. Die Ex-Bundeswehrsoldatin und YouTuberin Stephanie Margeth lebt den Traum von Freiheit in der Wildnis. Mein Leben in den Wäldern.

von Stephanie Margeth

Leaving the Frame: Eine Weltreise ohne Drehbuch.

von Maria Ehrich


Abenteuer im Gepäck: Grenzgänger und Weltreisende erzählen. Die besten Geschichten aus dem Weltwach-Podcast vom Leben unterwegs.

von Erik Lorenz

Der Wal und das Ende der Welt

von John Ironmonger

Darf ich dir das Sie anbieten?

von Luisa Binder


Stoppt die Welt, ich will aussteigen!: Kuriose Abenteuer einer Weltreise (Arschtritt inklusive).

von Martin Krengel 

Frühstück mit Elefanten: Als Rangerin in Afrika | Der Bestseller über das Leben in der afrikanischen Wildnis.

von Gesa Neitzel

Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossene Türen

von Stephan Orth


On the Road: Die Urfassung

von Jack Kerouac


Und jetzt noch ein paar Filmtipps

Zum Schluss habe ich noch ein paar Tipps für Reisefilme mit Sehnsucht nach Abenteuern in bewegten, bunten Bildern. Weitere Filmtipps oder Filmbewertungen? Ab damit in die Kommentare!

Über Grenzen – Der Film einer langen Reise

Anderswo. Allein in Afrika

Reiss aus – Zwei Menschen. Zwei Jahre. Ein Traum.


An den Rändern der Welt.

Australien in 100 Tagen: Der Kinofilm

Picknick mit Bären
(Der Film zum Buch Picknick mit Bären)


On the Road – Unterwegs



Ich möchte hier in Zukunft immer wieder tolle Bücher zum Thema Reisen hinzufügen, sodass für dich eine große Übersicht mit vielen Buchempfehlungen entsteht. Wenn du auch einen Tipp für ein spannendes, lustiges oder bewegendes Reise-Buch hast, freue ich mich sehr über einen Kommentar!



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