Die Schweiz ist bekannt für ihr einzigartiges Alpenpanorama, für Käse und Schokolade, für Wilhelm Tell und das Schweizer Taschenmesser, für den Volksentscheid und Neutralität, für tiefe Täler und türkisblaue Seen und natürlich für das Matterhorn und den Aletschgletscher. Doch dass die Schweiz auch ein perfektes Roadtrip-Reiseziel ist, hat sich noch nicht besonders herum gesprochen. Das möchte ich mit diesem Beitrag gerne ändern, denn die Fahrt durch die fantastische Bergkulisse ist wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Also bitte anschnallen, Rückenlehne aufrecht stellen und gut festhalten, denn die Reise könnte ganz schön kurvig werden!



I. Roadtrip-Abenteuer: Grand Tour of Switzerland

Auf einer Gesamtstrecke von 1.643 Kilometern erstreckt sich das Straßennetz eines ganz besonderen Roadtrip-Abenteuers durch die Bergnation: die Grand Tour of Switzerland. Bestehend aus 8 Etappen und 3 Zufahrtsstraßen unterteilt sich die Grand Tour in wunderschöne Abschnitte, die du beliebig kombinieren und an deinen gewünschten Fahrtrhythmus anpassen kannst. Im Vergleich zu anderen Rundreise-Ländern erlebst du hier auf verhältnismäßig kurzer Strecke extrem kontrastreiche Landschaften und total außergewöhnliche Naturerlebnisse.

Die Grand Tour eignet sich am besten für die Sommermonate April bis Oktober, da zu dieser Zeit noch nicht mit Schneefall zu rechnen ist und alle 8 Etappen befahrbar sind. Grundsätzlich kannst du deinen Roadtrip mit dem Auto, dem Campervan, dem Motorrad oder natürlich auch mit dem E-Auto planen. Die Grand Tour führt dich vorbei an 22 Seen, 5 Alpenpässen, 13 UNESCO-Welterbestätten und quer durch 4 Sprachregionen. Es erwarten dich atemberaubende Fotospots und Aussichtspunkte. Übernachten kannst du entlang der gesamten Strecke in hübschen Hotels oder natürlich auf naturnahen Camping- und Wohnmobilstellplätzen.

Foto: © MySwitzerland.com

Als nächstes stelle ich dir die einzelnen Etappen ein bisschen genauer vor. Die Streckenabschnitte könnten gegensätzlicher nicht sein – und genau das macht die Grand Tour of Switzerland aus.

1. Etappe:
Zürich – Appenzell

Strecke: 175 Kilometer
Highlights:
Großmünster Zürich, Rheinfall, Stein am Rhein, St. Gallen, Fassadenmalerei Appenzell

Rheinfall:
Größter Wasserfall Europas

Foto: © Nicola Fürer und MySwitzerland.com
2. Etappe:
Appenzell – St. Moritz

Strecke: 200 Kilometer
Highlights: Appenzell, Heididorf Maienfeld, Tektonikarena Sardona, Guarda, Schweizerischer Nationalpark, Benediktinerinnen-Kloster St. Johann, Aussichtsberg Muottas Muragl, Rhätische Bahn

Rhätische Bahn:
Bekannt als die schönste Bergstrecke weltweit

Foto: © André Meier und MySwitzerland.com
3. Etappe:
St. Moritz – Lugano

Strecke: 221 Kilometer
Highlights: Muottas Muragl, Rhätische Bahn, Drei Burgen von Bellinzona, Seepromenade Ascona, Monte Brè Lugano, Monte San Giorgio

Acscona:
Tiefstgelegener Ort der Schweiz auf 196 m am Lago Maggiore

Foto: © Ivo Scholz und MySwitzerland.com
4. Etappe:
Lugano – Zermatt

Strecke: 264 Kilometer
Highlights: Monte San Giorgio, Monte Brè Lugano, Seepromenade Ascona, Drei Burgen von Bellinzona, Alte Gotthard-Passstraße Tremola, Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, Matterhorn

Jungfrau-Aletsch:
Das Gebiet wurde 2001 zum ersten alpinen UNESCO-Weltnaturerbe

Foto: © Nicola Fürer und MySwitzerland.com
5. Etappe:
Zermatt – Lausanne

Strecke: 178 Kilometer
Highlights: Matterhorn, Bergdorf Grimentz, Abtei Saint-Maurice, Schloss Chillon Montreux, Lavaux Weinberg-Terrassen, Olympisches Museum Lausanne

Matterhorn:
Gilt als meistfotografierter Berg der Welt

Foto: © Ivo Scholz und MySwitzerland.com
6. Etappe:
Lausanne – Neuchâtel

Strecke: 170 Kilometer
Highlights:
Olympisches Museum Lausanne, Felsarena Creux du Van, Archäologisches Museum Laténium

Creux du Van:
Natürliche 160 m hohe Felsarena

Foto: © Ivo Scholz und MySwitzerland.com
7. Etappe:
Neuchâtel – Bern

Strecke: 252 Kilometer
Highlights: Archäologisches Museum Laténium, Murten, Fribourg, Gruyères, Chaletdorf Gstaad/Saanen, Jungfraujoch, Schifffahrt Brienzersee, Bern

Bern:
Die Schweizer Hauptstadt

Foto: © André Meier und MySwitzerland.com
8. Etappe:
Bern – Zürich

Strecke: 315 Kilometer
Highlights: Bern, Emmentaler Schaukäserei, Biosphärenreservat Entlebuch, Wasserschloss Hallwyl, Kapellbrücke Luzern, Pilatus, Tellskapelle, Kloster Einsiedeln, Großmünster Zürich

Luzern:
Tor zur Zentralschweiz am Vierwaldstättersee

Foto: © Ivo Scholz und MySwitzerland.com




II. Lieblingsorte in der Schweiz

In Zusammenarbeit mit ganz wunderbaren Weltenbummler:innen zeige ich dir nun unsere traumhaften Lieblingsorte, die du auf deiner Rundreise durch die Schweiz kennenlernen kannst.


1. Partnunsee

→ Valeria von LittleCITY

Ein einziger Lieblingsort zu nennen, fällt mir zwar nicht einfach, doch wo mein Herz höher schlägt, ist definitiv am Partnunsee im schönen Bündnerland. Der Bergsee liegt im Prättigau, genauer gesagt in der Gmeinde St. Antönien und ist nur zu Fuss erreichbar. Ein wunderschöner, stahlblauer See, umgeben von eindrücklichen Felswänden, wo man im Sommer wunderbar stundenlang verweilen, baden und grillieren kann.


2. Lai da Rims

→ Kathi & Romeo von Sommertage

Unser absolutes Highlight in der Schweiz ist der gigantische Lai da Rims in Graubünden. Zugegeben: Der mehrstündige Anstieg zum kristallklaren Bergsee ist eine kleine Herausforderung – vor allem, wenn man so wie wir vor Sonnenaufgang startet. Oben angekommen teilen wir uns dieses wunderschöne Fleckchen Erde dafür ausschließlich mit einige Murmeltieren und Schafen. Ein Gänsehaut-Moment den man so schnell nicht vergisst!


3. Landwasserviadukt

Marielle: Autorin von My Travel Island

Seit dem Jahr 2008 gehört das beliebteste Bauwerk der Rhätischen Bahn mit der gesamten Albula- und Berninalinie zum UNESCO-Welterbe. Das 63 Meter hohe und 142 Meter lange Viadukt wurde in den Jahren 1901/1902 aus dem Naturstein Kalkdolomit erbaut und über 100 Jahre später erstmals saniert. Das Landwasserviadukt ist eine Eisenbahnbrücke und wird jährlich von rund 22.000 Zügen überquert. Dabei fahren die Waggons über insgesamt fünf Viaduktpfeiler in einem Kurvenbogen in den Tunnel in einer senkrecht abfallenden Felswand.

Um das Landwasserviadukt anzuschauen, kannst du dein Auto auf dem Besucherparkplatz abstellen und auf einem kleinen Spaziergang zu den verschiedenen Aussichtspunkten gehen.

Standort Parkplatz: 46°40’32.5″N 9°40’16.4″E


4. Das Bergell in Graubünden

→ Melanie von Good Morning World

Wenn ich nach meinem absoluten Lieblingsort in der Schweiz gefragt werde, dann muss ich sofort an das Bergell im Kanton Graubünden denken. Im urigen Dörfchen Vicosoprano ticken die Uhren noch irgendwie langsamer, Stress und Hektik scheinen hier nicht zu existieren. Es wird italienisch gesprochen, was sich zumindest für mich ganz automatisch nach Urlaub anhört. Ein sehr malerischer Platz am Rande des Dorfes ist die historische Steinbogenbrücke über dem rauschenden Fluss. Besonders am späten Nachmittag ist das Licht hier ganz wunderbar golden. Lass dir einen Spaziergang in den kleinen Nachbarort Coltura auf keinen Fall entgehen, wo du im schattigen Garten des zauberhaften Bistro d’Arte La Stala den leckeren Kastanienkuchen probieren kannst, der hier im Bergell ganz traditionell überall gebacken wird.

Fast schon ein Muss ist auch eine Wanderung auf dem Sentiero Panoramico nach Soglio, in eines der malerischsten Dörfchen der gesamten Region. Der Pfad führt nicht nur über den spektakulären Stairway to Heaven, sondern verwöhnt dich auch mit einem herrlichen Panoramablick auf Soglio am Ende der Wanderung. Was du im Bergell sonst noch alles erleben kannst, das liest du in meinem ausführlichen Artikel zum Bergell in Graubünden in der Schweiz.


5. Nostalgiezug von Filisur nach Davos

Marielle: Autorin von My Travel Island

Von Mitte Mai bis Ende Oktober erwartet dich in der Schweiz eine ganz besondere Zugfahrt. Denn auf der 40minütigen Strecke Filisur – Davos fährt zwei Mal täglich die Rhätische Bahn mit über 100 Jahre alten Wägen quer durch eine beeindruckende Landschaft, vorbei an reißenden Flüssen und steilen Berghängen. Und das alles gibt’s zum ganz normalen Streckenpreis – für Gäste von Filisur sogar umsonst.

Abfahrtszeiten täglich: 14. Mai – 30. Oktober 2022:

1. Fahrt2. Fahrt
Davos Platzab 10:18 Uhrab 15:18 Uhr
Filisuran 10:53 Uhran 15:53 Uhr
Filisurab 11:06 Uhrab 16:06 Uhr
Davos Platzan 11: 50 Uhran 16:50 Uhr

6. Caumasee

Marielle: Autorin von My Travel Island

Der Caumesee lässt sich aus dem Rätoromanischen in etwa mit “See der Mittagsruhe” übersetzen und das passt wirklich richtig gut. In den wärmeren Monaten kannst du hier nämlich ganz hervorragend ein Mittagspäuschen einlegen und die Seele baumeln lassen. Vom Besucherparkplatz erreichst du den See in etwa 20 Minuten zu Fuß auf einem wunderschön angelegten Spazierweg. Am Seeufer erwarten dich tolle Liegeplätze und Sitzbänke, ein Strandbad und ein Restaurant mit typischer schweizer Küche. Und wenn du dir dann so richtig den Bauch vollgeschlagen hast, ist der Lift deine Rettung, um die knapp 100 Höhenmeter zurück zum Parkplatz bequem zu überwinden.

Der türkisblaue Caumesee umschließt eine Fläche von etwa 10 Hektar und ist 30 Meter tief. In der Mitte befindet sich eine Insel und der gesamte See kann auf einem 2 Kilometer langen Spazierweg umrundet werden.


7. Das Wallis

→ Nina von Good Morning World

Zermatt, Saas-Fee oder Sion – das malerische Wallis beherbergt einige weltbekannte Städte mit spektakulären Sehenswürdigkeiten. Der Kanton im Süd-Westen der Schweiz wird mit 300 Sonnentagen im Jahr verwöhnt und ist so vielseitig, dass du hier gleich mehrere Monate verbringen könntest, um die schönsten Orte mit eigenen Augen zu entdecken. Atemberaubende Aussichten auf imposante Viertausender wie das gigantische Matterhorn versetzen dich voller Ehrfurcht in Staunen.

Idyllisch-urige Bergdörfer wie zum Beispiel Leukerbad bieten wohltuende Entspannung in mollig-warmem Thermalwasser. In Saas-Fee kommst du zahmen Murmeltieren, die ohne zu zögern aus der Hand fressen, unglaublich nah. Und nicht zuletzt kannst du hier im Wallis in einem romantischen Kuppelzelt ohne Strom und fließend Wasser auf einem Berg übernachten. Eines von vielen unvergesslichen Erlebnissen im Wallis – noch mehr davon habe ich in unserem Artikel über die schönsten Ausflugsziele im Wallis in der Schweiz zusammengeschrieben.


8. Julierpass

→ Cleo & Nico von Reiseeuphorie

Da wir die Berglandschaft des Kantons Graubünden, insbesondere das Engadin sehr lieben, ist aus unserer Sicht die Fahrt über den Julierpass, der auch im Winter zugänglich ist, ein Muss für jeden Schweiz-Roadtrip. Der Alpenpass verbindet die Täler Oberhalbstein und Engadin und hat eine Scheitelhöhe von knapp 2300m. Besonders spektakulär sind die vielen Serpentinen die sich über den Pass schlängeln. Im Winter liegt hier eine meterhohe Schneedecke zu beiden Seiten der Straße.


9. Attisholz-Areal

→ Sonja von Fernwehkonfetti

Das Attisholz-Areal liegt ca. 5 Kilometer von dem charmanten Städtchen Solothurn entfernt. Früher wurde auf dem ehemaligen Fabrikgelände Cellulose hergestellt, heute ist es ein Zentrum für urbane Kunst, Veranstaltungen, Restaurants und Bars. In der alten Kläranlage, auf der anderen Seite des Fluss Aare, wurden aus den alten Klärbecken ein Wasserlabyrinth gezaubert. Für Fans von Graffiti-Kunst ist das gesamte Areal eine tolle Location, aber auch für diejenigen die nur auf einen Drink herkommen.


10. Der Kanton Fribourg und die Schweizer Voralpen

→ Lisa & Marco von Road Traveller

Die Region gehört sicher nicht zu den bekanntesten in der Schweiz – trotzdem (oder gerade deshalb) hat sie uns wirklich begeistert. Sowohl in der Kantonhauptstadt Fribourg, als auch in charmanten mittelalterlichen Städtchen wie Murten am Murtensee mit seiner mächtigen Ringmauer oder Gruyères mit seinem Bilderbuch-Schloss kannst du dich herrlich treiben lassen. Absolut lohnenswert ist eine Schifffahrt auf dem Murtensee, zum Beispiel in die Weinbauregion Vully, die oft als Riviera Fribourgs bezeichnet wird.

Natur pur erlebst du rund um den Schwarzsee in den Schweizer Voralpen. Zum Beispiel auf einer Wanderung in die Urlandschaft Breccaschlund. Nach einem anstrengenden Aufstieg erwartet dich ein wunderschönes, von der Eiszeit geschaffenes Alpental mit vielen urigen Alpbeizli, Bergahornen und markanten Karstfelsen.


11. Guarda

→ Esther von Travel Sisi

Es gibt viele hübsche Orte in der Schweiz, aber einen davon finde ich ganz besonders schön. Der kleine Ort Guarda im Schweizer Unterengadin ist genau so , wie man sich ein Bündner Bergdorf vorstellt. Bei meinem ersten Besuch habe ich mich deshalb gefragt: Wieso war ich nicht schon früher hier! Bereits die Anreise nach Guarda ist speziell. Am besten geht das mit der Rhätischen Bahn ab Chur und dann mit dem Postauto, das dich in einer aussichtsreichen Fahrt direkt ins Dorf fährt. Guarda war die Inspiration für das berühmte Kinderbuch Schellen-Ursli. Knapp 200 Menschen wohnen am sonnigen Berghang in wunderbar restaurierten Häusern, die mit typischen Engadiner Graffiti und Malereien verziert sind. Mit der Guarda App erhälst du spannende Infos beim Rundgang durchs Dorf. Eine feine Bündner Nusstorte gibt es im Restaurant Crusch Alba und für die Übernachtung ist die Guarda Lodge die beste Wahl. Weitere Details zu Guarda findest du hier.


12. Oeschinensee

→ Sonja von Fernwehkonfetti

Auf der Suche nach etwas Kanadafeeling in Europa? Dann rauf zum wunderschönen Oeschinensee. Der türkisfarbene Bergsee ist umgeben von mächtigen 3000er Gipfeln der Schweizer Alpen und ist über verschiedene Wanderwege oder mit der Seilbahn erreichbar. Die Gegend bietet zudem verschiedene Höhenwege mit atemberaubenden Ausblicken. Der See ist natürlich kein Geheimtipp mehr, aber zum Sonnenaufgang stand ich ganz alleine in dieser wunderschönen Bergwelt. Übernachtet habe ich im rustikalen Berghotel Oeschinensee. Mehr Bergfeeling geht nicht. 


13. Basel

→ Gudrun von Reisebloggerin

Basel und ich, das war Liebe auf den ersten Blick! Einerseits lag es an den einzigartigen Museen, die mein Museumsherz höher schlagen ließen. Basler Papiermühle, Museum der Kulturen, Fondation Beyeler, Kunstmuseum Basel oder Cartoonmuseum? Ich hatte die Qual die Wahl und besuchte doch alle. Andererseits liegt es auch an der besonderen Lage der Stadt. So nützen die Baseler ihre Mittagspause für eine sommerliche Abkühlung und stürzen sich mit einem Wickelfisch in den Rhein. Du möchtest wissen, was ein Wickelfisch ist? Setz‘ Dich einfach ans Rheinufer und lass‘ es Dir erklären, die Baseler plaudern gerne.

Und auch weil ich meine Wassertaufe versäumt habe, muss ich unbedingt noch einmal nach Basel. Denn ich war zwar schon im Basler Münster und stand vor dem Grabmahl des Erasmus von Rotterdam, doch auf den Turm habe ich es leider nicht geschafft. Also auf nach Basel!


14. Valle Verzasca

Nati Limacher

Einer meiner Lieblingsorte ist das Valle Verzasca im Kanton Tessin. Obwohl es im Sommer sehr gut besucht ist, fasziniert mich das das türkis blaue Wasser und die typischen kleinen Grotti immer wieder aufs Neue. Wers mag kühlt sich im kühlen Wasser ab oder erkundet das Gebiet zu Fuß oder mit dem Fahrrad.


15. Zermatt

Nati Limacher

Was gibt es schöneres als ein Berg aus Schokolade? Na der echte Berg. Gut darüber lässt es sich streiten…Das Matterhorn bei Zermatt im Wallis ist in jeder Jahreszeit ein Besuch wert. Wer den Winter mag, fährt mit den Skiern durch die malerische Kulisse. Ansonsten gibt es unzählige Wanderwege die an den schönsten Bergseen vorbeiführen und immer im Blick, das wunderschöne Matterhorn das typischer Schweiz nicht sein kann.


16. Göscheneralpsee

Nati Limacher

Einer meiner Lieblingsorte ist der Göscheneralpsee. Der Stausee liegt oberhalb von Göschenen bei Andermatt im Kanton Uri. Den See kann man in gut 3 1/2 Stunden umrunden. Im Spätsommer verfärbt sich das Laub und die Gräser in eine farbenfrohe Pracht. Der Blick auf den See und die Urner Alpen die das ganze Jahr über schneebedeckt sind, machen mich jedes mal Sprachlos. Ein absoluter Geheimtipp, da nicht viele Menschen unterwegs sind. Wer zwischendurch noch hungrig wird, kann sogar noch Heidelbeeren pflücken. Die sind ab August reif und laden erst recht zum verweilen ein.


17. Hoher Kasten

Josephine Niemann

Nirgendwo sonst hat man eine so abwechslungsreiche Aussicht wie am Hohen Kasten. Ein Blick Richtung Südwesten und du hast einen großzügigen Ausblick über die höchste Erhebung im Appenzeller Land: dem Alpstein mit seinem schlafenden Riesen – dem Säntis. Im Osten siehst du das schöne Rheintal auf der österreichischen Seite und am Horizont siehst du die Giganten des Rätikons. Wenn du ein echter Fan von aussichtsreichen Wanderungen bist, kommst du hier voll auf deine Kosten.

Aussichtsreiche Wanderung (für Anfänger geeignet)

Ich habe hier eine Route erstellt, sie führt vom Dorf Brüslisau Richtung Sämtisersee (den kann man gerne mitnehmen auf der Route), über eine wunderschöne Alpe mit süßen kleinen Hütten auf den Hohen Kasten. Im Rücken haben wir immer wieder einen fantastischen Ausblick auf den Sämtiser See und die Kreuzberge, welche in diesem Panorama besonders auffallen.


III. Tipp: Reiselektüre

Als große Bücher-Liebhaberin habe ich hier noch ein paar tolle Buch-Tipps, die dir bei deinen Reiseplanungen helfen könnten:

Erschienen im August 2018
‎LONELY PLANET DEUTSCHLAND
384 Seiten

Erschienen im April 2022
‎Droste Verlag
192 Seiten

Erschienen im Januar 2008
‎Piper Taschenbuch
208 Seiten


IV. Das Schweiz-Roadtrip-FAQ


Wie schnell darf man in der Schweiz fahren?

Grundsätzlich darfst du in der Schweiz innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h und auf der Autobahn 120 km/h fahren, außer es ist durch Schilder gesondert gekennzeichnet. An die Geschwindigkeitsbegrenzungen solltest du dich dringend halten, denn die Straßen können plötzlich sehr schmal oder kurvig sein. Außerdem drohen bei Verstößen saftige Strafen. Außerdem musst du in der Schweiz auch tagsüber mit Abblendlicht oder Tagfahrlicht fahren.

Benötigt man in der Schweiz eine Vignette?

Ja, und zwar wenn du eine Autobahn befährst. Vignetten sind immer vom 1. Dezember des Vorjahres bis 31. Januar des Folgejahres gültig (also insgesamt 14 Monate) und kosten aktuell 39 Euro.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Schweiz-Roadtrip?

Wenn du die Strecken der Grand Tour fahren möchtest, dann ist die beste Reisezeit zwischen April und Oktober. Nur in den Sommermonaten wird die Befahrbarkeit der wunderschönen Alpenpässe garantiert. Falls du im Winter einen Roadtrip durch die Schweiz unternimmst, dann kannst du bei gesperrten Strecken aber auf Tunnels oder Autozüge ausweichen. Achtung! Für manche Straßen besteht im Winter Schneekettenpflicht.

Welche Sparmöglichkeiten gibt es, wenn man während dem Roadtrip auch Ausflüge machen möchte?

Die beste Option ist meiner Meinung nach der Swiss Coupon Pass. Damit kannst du bei 100 Attraktionen entlang der Grand Tour Strecken für den Preis von einem Eintritt zwei Tickets erhalten. Das gilt neben Sehenswürdigkeiten übrigens auch für ausgewählte Restaurants, Ortsführungen, Schifffahrten, Thermen und vieles mehr. Das Coupon Büchlein gilt ein Jahr und kostet aktuell rund 47 Euro.

Müssen in der Schweiz manche Strecken mit der Autofähre zurückgelegt werden?

Nur wenn du möchtest! Den Vierwaldstättersee kannst du innerhalb von 20 Minuten von Gersau nach Beckenried mit der Autofähre überqueren. Von 7. Mai bis 16. Oktober 2022 fährt die Fähre täglich und kostet ca. 24 Euro für Autos und 29 Euro für Wohnmobile. Im April 2022 fährt die Fähre nur an den Wochenenden. Achtung! Die Fähre muss in bar in Euro oder Schweizer Franken bezahlt werden (keine EC- oder Kreditkarten). Die Autofähre ist allerdings kein Muss, denn es gibt auch eine Straße, um den See zu passieren.

Welche Alpenpässe liegen auf den acht Etappen der Grand Tour of Switzerland?

Die fünf Alpenpässe der Grand Tour verlaufen alle auf einer Höhe von über 2.000 Metern ü. M. und sind von April bis Oktober normalerweise befahrbar. Die aktuelle Wettersituation der insgesamt 26 Alpenpässe kannst du vor Fahrtbeginn hier überprüfen.

Diese Alpenpässe überquerst du auf der Grand Tour:

  • Flüelapass (2383 m ü.M.)
  • Julierpass (2284 m ü.M.)
  • San Bernardinopass (2065 m ü.M.)
  • Gotthardpass (2106 m ü.M.)
  • Furkapass (2429 m ü.M.)
Benötige ich einen internationalen Führerschein für einen Schweiz-Roadtrip?

Nein, der deutsche Führerschein reicht aus. Außerdem solltest du, wie überall, den Fahrzeugschein mit dabei haben.

Was bedeuten die verschiedenen Farben an den Parkplatzmarkierungen?

Blau: Kostenlos mit blauer Parkscheibe (EU-Parkscheibe) montags bis samstags von 8 – 18 Uhr für jeweils eine Stunde.
Weiß: Gebührenpflichtig, in der Nähe befindet sich ein Parkautomat.
Gelb: Privat-, Kunden- oder Firmenparkplätze.



? Steckbrief Schweiz
  • Kontinent: Europa
  • Fläche: 41.285 km²
  • Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
  • Währung: Schweizer Franken
  • Hauptstadt: Bern
  • Nationalfeiertag: 1. August
  • Politische Gliederung: 26 Kantone
  • Einwohner: ~ 8.606.000
  • Bevölkerungsdichte: 208 Einwohner pro km²
  • Anzahl der Berge +4000 m ü.M.: 48
  • Höchste Berggipfel: Dufourspitze (4.634 m ü.M.)
  • Tiefster Punkt: Lago Maggiore (193 m ü.M.)
  • Anzahl der Seen: ~ 1.500
  • Größter See: Genfersee (580,03 km²)


Hier findest du einige Produkte, die ich vor und während meiner Reisen verwende. Viel Spaß beim Durchschauen!


V. Unterkunfts-Tipps

Hof Zuort

Typisch Schweiz ruft dieses idyllische Hotel im Kanton Graubünden, das sich malerisch in eine Waldlichtung schmiegt. Übernachten kannst du in einem der elf Zimmer oder in einer der beiden Suiten.

Foto: © Pascal Bloch und MySwitzerland.com

Romantik Hotel Julen

Im Kanton Wallis kannst du in einem romantischen Hotel übernachten und ein Mal wöchentlich mit dem Gastgeber Paul-Marc Julen seine Schafherde unter der Matterhorn-Nordwand besuchen.

Foto: © Switzerland Tourism Giglio Pasqua

Das Thurgauer Bubble-Hotel

Im Kanton Thurgau gibt es eine ganz besondere Übernachtungs-Möglichkeit. Denn hier kannst du dir eines von vier sogenannten Bubble Tents mitten im Grünen aussuchen, in welchem du von April bis Oktober nächtigen kannst.

Foto: © Ivo Scholz und MySwitzerland.com

Bauernhof Gehren

Hast du schon einmal in einer Jurte übernachtet? Noch nicht? Dann könntest du das im Kanton Schwyz ausprobieren, denn auf dem Bauernhof Gehren erwartet dich dieses besondere Erlebnis von Mitte Mai bis September.

Foto: © André Meier und MySwitzerland.com

VI. Fazit

Und nun möchte ich mich ganz herzlich bei all meinen Co-Autor:innen für dieses unfassbare Engagement bedanken! Ohne eure Lieblingsorte wäre dieser umfangreiche Beitrag nicht möglich gewesen. Eure Begeisterung und eure Hingabe für dieses kleine Projekt haben mich schlichtweg umgehauen!

Ein RIESIGES DANKESCHÖN geht raus an:

Valeria von LittleCITY
Kathi & Romeo von Sommertage
Melanie von Good Morning World
Nina von Good Morning World
Cleo & Nico von Reiseeuphorie
Sonja von Fernwehkonfetti
Lisa & Marco von Road Traveller
Esther von Travel Sisi
Gudrun von Reisebloggerin
Nati Limacher
Josephine Niemann

Außerdem vielen Dank an das tolle Team von MySwitzerland, die mir einige wunderschöne Fotos für meinen Beitrag zur Verfügung gestellt haben.

Zum Schluss bleibt mir nur noch eines zu sagen: die Schweiz ist einfach wunderschön! An den vielen Lieblingsorten kannst du erkennen, wie begeistert wir alle von diesem Land sind. Ich hoffe, du findest in diesem Beitrag ganz viel Inspiration für deinen nächsten Schweiz-Roadtrip und machst dich bald auf die Suche nach deinem persönlichen Lieblingsort!


Warst du auch schon mal in der Schweiz unterwegs und hast weitere schöne Ausflugstipps? Dann schreib mir doch gerne in den Kommentaren!


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