Die vulkanische Insel Madeira gehört zu Portugal und liegt mehr als 900 km südwestlich des europäischen Festlands im Atlantik. Durch das subtropische, milde Klima herrscht hier sozusagen der ewige Frühling. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr durchschnittlich zwischen 20 und 26°C. Im Winter fällt mehr Regen als im Sommer, wobei sich auch die Insel selbst in verschiedene Klimazonen unterteilt – so regnet es grundsätzlich im Süden deutlich weniger als im Norden. Das erkennt man auch an den völlig unterschiedlichen Landschaftstypen: sattes Grün, staubige Wüste, steile Klippen und das raue Meer, das alles ist Madeira.


Ponta do Pargo

Dies ist der westlichste Punkt Madeiras. Der dort über das Meer ragende Leuchtturm mit roter Kuppel ist außerdem das höchst gelegene Signalfeuer Portugals. Daher solltest du unbedingt schwindelfrei sein, wenn du die 300 m hohen Klippen entlang spazierst. Und Achtung vor den Windböen, die einen ganz am Rand leicht ins Straucheln bringen können!

Das ist ein besonders schöner Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen. Wenn du vom Leuchtturm aus Richtung Westen blickst, liegen zwischen dir und New York etwa 5.000 km Ozean.


Calheta und die Wale

Im Südwesten Madeiras befindet sich der Hafen von Calheta. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich hier Delfine und Wale in freier Natur erleben, zusammen mit dem tollen Team von Lobosonda – Madeira Whale Watching. Wenn die riesigen, majestätischen Tiere direkt neben dem 9 m “kurzen” Schnellboot auftauchen, ist das ein unbeschreibliches und atemberaubendes Gefühl…

Während der 2-stündigen Fahrt (55 € für Erwachsene, 33 € für Kinder) habe ich zwei Brydewale (benannt nach dem norwegischen Walfänger Johan Bryde), eine Schildkröte und unzählige Delfine gesehen. Für die Guides steht der Schutz der Tiere und des Meeres an erster Stelle und das spürt man während der gesamten Tour. So wurde zum Beispiel der Motor des Schnellbootes sofort gedrosselt oder ganz abgestellt, sobald sich ein Wal näherte. Gerade deshalb sind auch die Begegnungen in absoluter Nähe zu den Tieren möglich. Die Delfine kommen sogar so nah ans Boot, dass man sie berühren könnte.


Die Inselhauptstadt Funchal

Im Süden Madeiras zwischen dem tiefblauen Atlantik und den imposanten Bergen liegt die Küstenstadt mit rund 100.000 Einwohnern. In den Innenhöfen der winzigen Wohnhäuser mit Dachterrassen sind spielende Kinder und bellende Hunde zu sehen. Landwirte ernten Bananen und verrostete Autos passieren die engen Gassen, größer könnten die Kontraste in einer Stadt kaum sein. Zudem erreichen täglich tausende Touristen Funchal mit dem Kreuzfahrtschiff.

Die moderne Seilbahn Teleferico verbindet die in den Bergen liegende Stadt Monte mit Funchal.

Für das ganzjährige Frühlingsgefühl sorgt der Botanische Garten, ca. 3 km oberhalb von Funchal. Zweitausend exotische Pflanzen wachsen und gedeihen hier zu jeder Jahreszeit. Geöffnet ist der Garten im Sommer (April-September) von 9 bis 20 Uhr und im Winter (Oktober-März) von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 5,50 € für Erwachsene und 2 € für Kinder.


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