“Party in the city where the heat is on. All night, on the beach till the break of dawn. Welcome to Miami!” – der passende Soundtrack zu den ersten Eindrücken nachdem der Flieger in der Hitze Floridas gelandet ist. Nach knapp 11 Stunden Direktflug von Zürich nach Miami ist der Temperaturunterschied zum unterkühlten deutschen April 2016 doch gewaltig. 30 Grad und rund 80 % Luftfeuchtigkeit sorgen sofort für Urlaubsfeeling, nur die Zeitverschiebung ist ein bisschen ungewohnt, schließlich ist es meine erste Reise in eine andere Zeitzone.

 

Nach einer Nacht im Flughafenhotel ging’s am nächsten Morgen mit dem Mietwagen Richtung Florida Keys. Von Key Largo bis Key West führt eine ca. 170 km lange Straße über die einzelnen Inseln. Links und rechts ist fast immer das türkisblaue Meer zu sehen – traumhaft! Wer nicht so viel Geld für ein Hotel in Key West ausgeben möchte, ist im Holiday Inn Express & Suites in Marathon gut aufgehoben: ein geräumiges Zimmer mit gutem Frühstück und wunderschönem Restaurant. In einer Stunde erreicht man dann auch Key West mit dem Auto und kann dort einige Sehenswürdigkeiten anschauen, wie zum Beispiel den Southernmost Point, das Ernest Hemingway House oder das Hard Rock Cafe.

Weiter ging die Reise in die Everglades! Gleich zu Beginn raten schon Verkehrsschilder zu achtsamer Fahrt, um kreuzende Alligatoren nach Möglichkeit nicht zu überfahren. Auch der ein oder andere Puma könnte einem bei nächtlicher Reise durch die Everglades begegnen. Vorsichtshalber habe ich den sicheren Mietwagen nur bei größter Dringlichkeit verlassen… Um die beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt des Everglade-Nationalparks zu bestaunen, kann ich der Umwelt zu liebe empfehlen, auf die luftverpestenden und unfassbar lauten Airboats zu verzichten und stattdessen „Everglades National Park Boat Tours – Gulf Coast“ zu wählen. Von Everglades City aus kann man dann mit einem großen Ausflugsschiff die Ten Thousand Islands erkunden und Delfine, Seekühe und zahlreiche Vogelarten anschauen. Die zweite Tour führt mit einem kleinen Boot durch die Sumpfgebiete. Mit etwas Glück bekommt man einen Alligator zu sehen. Ich hatte leider kein Glück

Für die Übernachtung am Rande der Everglades habe ich einen ganz besonders tollen Tipp – mein persönliches Hotel-Highlight während meiner Florida-Rundreise! Im Embassy Suites by Hilton in Fort Myers bekam ich zu recht günstigen Preisen ein riesiges Hotelzimmer mit toller Aussicht auf den daneben gelegenen See und dazu ein Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Das i-Tüpfelchen ist außerdem die wunderschöne Hotellobby mit vielen kleinen Lichtquellen, gläserner Decke und Glasaufzug.

Von Fort Myers über Port Charlotte und Tampa, mit einem Zwischenstopp in Spring Hill, erreichte ich dann auf der Hälfte meiner Reise die Metropole der Freizeitparks – Orlando. Von den Universal Studios besuchte ich nur den kostenfreien Bereich, der aber auch schon genügend tolle Souvenirgeschäfte und Attraktionen bietet, sodass man einen ganzen Tag dort verbringen kann. Den zweiten Tag verbachte ich im Walt Disney World Resort im Themenpark „Magic Kingdom“. Als ich das berühmte Cinderella-Schloss erblickte, wurde ein echter Kindheitstraum wahr – für Disney-Fans ein absolutes Muss! Ansonsten gibt es viele Attraktionen und Achterbahnen zu verschiedenen Disney-Charakteren und -Filmen und natürlich unzählige Mickey-Maus-Ohren-Verkäufer. Einen Übernachtungs-Tipp für Orlando habe ich leider nicht, da mein Hotel nicht unbedingt weiter zu empfehlen war…

An der Ostküste Floridas ging die Reise weiter bis nach Fort Pierce. Hier blieb ich zwei Nächte und genoss vorwiegend die Sonne, den Strand und das lauwarme Meereswasser mit vielen kleinen Krebsen und bunten Fischen.

Als krönenden Abschluss erreichte ich nach insgesamt 1.595 km Florida-Rundreise das funkelnde und beeindruckende Miami. Von meinem Hotel in Miami Beach war ich natürlich nicht weit weg vom Strand, der sogar im April schon recht gut besucht war. Die Stadt erkundete ich mit Hop-on-Hop-off-Bussen, was sich in Miami wirklich lohnt, da die 143 Quadratkilometer nicht zu Fuß zu bewältigen sind. Wirklich sehenswert sind die verschiedenen Stadtteile, zum Beispiel Little Havana mit typisch kubanischem Essen und karibischer Musik, der Hafen, welcher der größte Kreuzfahrthafen der Welt ist, und natürlich die Skyline mit dem 240 Meter hohen Four Seasons Hotel & Tower, dem 233 Meter hohen Southeast Financial Center und vielen anderen eindrucksvollen Gebäuden.

 

Meine Florida-Rundreise kann ich auf jeden Fall empfehlen und würde ich genauso wiederholen (mit zwei oder drei Hoteländerungen), am besten auch mit einem Mietwagen. So ist man unabhängig und kann sich in Ruhe alles anschauen. Das Fahren ist außer Orts und auf den Highways dank der Geschwindigkeitsbegrenzungen von 50 bis 70 mph sehr entspannt. Auch das Parken an den Hotels war nie ein Problem, es gab überall hoteleigene, meist kostenlose Parkplätze. In Miami benötigt man den Mietwagen dann nicht mehr, hier ist vor allem zur Rush Hour der Verkehr sehr dicht.

Mein persönlicher Reisehöhepunkt war der Besuch der Florida Keys, da es einen solchen Ort vermutlich nur ein Mal auf der Welt gibt. Man fährt stundenlang über eine scheinbar endlose Brücke und kann von der traumhaften Aussicht nicht genug bekommen. Man ist immer vom Meer umgeben, die Pelikane kreisen am Himmel und preschen im Sturzflug ins Wasser um Fische zu fangen, und lustige grüne Leguane überqueren die Straßen.

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