Inhalt
Der Roman spielt in drei verschiedenen Zeitebenen im Teufelsmoor bei Bremen, mit so wunderschönen Naturbeschreibungen. Schnell wächst alles zu einem großen Puzzel zusammen – man könnte auch sagen, zu einem Wandteppich.
Wir lernen Elias im Jahr 2025 kennen, Cato 1999 und Aletta 1756. Alle drei Handlungsstränge drehen sich um das Patriarchat und zeigt ganz dicht an den Hauptfiguren die Folgen einer männlich dominierten Gesellschaft. Und wer denkt, das Patriarchat sei doch längst Vergangenheit, wird sich bei Elias Geschichte ganz schön umschauen.

Unglaublich gut gelungen und so inspirierend ist für mich Aletta gewesen, die Mitte des 18. Jahrhunderts für ihre Rechte, ihre Freiheit und ihren Stolz eingestanden ist. Sie hat mich sehr an meine Oma erinnert und mich immer wieder zu Tränen gerührt. Ja, es gab Feministinnen schon immer! Wie viel Mut zu dieser Zeit dazu gehört hat, das erfahren wir in Alettas Geschichte.
Komplett verliebt habe ich mich in Cato. So authentisch, nachvollziehbar und nah habe ich selten eine Romanfigur empfunden. Ich bin zwei Jahre jünger als Catos Tochter und konnte die Handlung 1999 unglaublich gut mitfühlen.
Meine Rezension
Das Buch gehört zu den besten, die ich je gelesen habe. Zum einen entwickelt es einen unglaublichen Sog: Ich wollte die Rätsel alle mitergründen und habe die weiblichen Hauptfiguren so sehr bewundert.
Zum anderen bringt dieses Buch eine Aufgabe mit sich, die sich an uns alle richtet. So verständlich wurde mir das Patriarchat noch nie erklärt – eingebunden in die fesselnde Handlung, sodass ich es unfassbar gern gelesen habe. Ich wünsche mir, dass alle Menschen (v.a. Männer) Rebekkas Roman lesen. Auf 560 Seiten lernen wir, wie wir die Welt verbessern können. Und wenn es der 14-jährige Elias begreift, dann müsste es doch jede*r begreifen.
Absolute Herzensempfehlung von mir! Ich bin zu 100 % überzeugt, beeindruckt und verliebt! Vielen Dank liebe Rebekka, dass du mit diesem Buch wirklich etwas bewegst – in uns Leser*innen und hoffentlich auch in unserer Gesellschaft.
Meine Bewertung: ★★★★★
Hier geht’s direkt zum Buch: Spiegelland – Rebekka Frank*
- Verlag: S. Fischer Verlage
- Erscheinungstermin: 25.02.2026
- 560 Seiten
- ISBN: 978-3758700439
- Autorin: Rebekka Frank

Der Verlag schreibt zum Buch:
„Der neue Roman der Autorin von Stromlinien
Wie tief musst du graben, um die Wahrheit zu finden?
Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein Geheimnis, das alles infrage stellt, was Elias zu wissen glaubt …
Ein unendlich weiter Sommer, ein Vierteljahrhundert zuvor: Nach Jahren der Angst findet Catharina endlich den Mut, aus ihrer Ehe auszubrechen. Mit ihrer Tochter flieht sie in ein altes Haus im Moor. Während der Sonnentau im ersten Licht des Morgens leuchtet und die Rauchschwalben rufen, spürt sie sich zum ersten Mal wieder. Doch nichts ist wirklich sicher. Erst recht nicht, als Catharina im Moor eine Entdeckung macht, die ihren Mann auf ihre Spur bringen könnte.“
Quelle: fischerverlage.de
»Besorgt euch dieses Buch, nehmt es mit in den nächsten Urlaub […] ihr werdet es nicht aus der Hand legen wollen« Larissa Vassilian / Lies und das (Podcast) / April 2026
Transparenz: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, der eine werbende Wirkung haben könnte. Ich habe das Buch von der Autorin Rebekka Frank als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.
* Das Sternchen bedeutet, dass es sich um einen Werbelink handelt. Wenn du etwas über den Link bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Ganz lieben Dank für deine Unterstützung.